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Zum Geburtstag

14.08.2016

Unsere Seniorchefin: Im Gestern verwurzelt, im Heute daheim

Anni Högel, Seniorchefin des Verlags Hans Högel KG feierte jetzt ihren 95. Geburtstag.
Bild: Hartmann

Anni Högel feiert ihren 95. Geburtstag. Die Seniorchefin des Verlags Hans Högel KG ist nach wie vor sehr interessiert am Geschehen in ihrer Heimat. Eines mag sie gar nicht.

Nein, sie will das eigentlich nicht. Im Mittelpunkt stehen. Die Menschen um sie herum, die Mindelheimer, die Bad Wörishofer, die Kirchheimer, Pfaffenhausener, Türkheimer und alle anderen Leserinnen und Leser der Mindelheimer Zeitung – sie sind wichtig. Sonst niemand. Die Seniorchefin des Heimatverlages Hans Högel KG will nicht, dass viel „Theater“ um ihre Person gemacht wird. Gestern ließ sich das aber nicht ganz vermeiden. Anni Högel feierte bei robuster Gesundheit ihren 95. Geburtstag. Nicht nur die Mitarbeiter ließen sie hoch leben, die bis heute viel für ihre Heimatstadt Mindelheim tut.

Altlandrat Hermann Haisch schaute mit seiner Frau Carla vorbei und schmetterte zur Feier des Tages auf der Trompete ein Geburtstagsständchen. Haisch würdigte die Stärke von Anni Högel - in Betrieb und Familie. Sie habe immer alle zusammengehalten. Mindelheims Zweiter Bürgermeister Hans-Georg Wawra überbrachte die Glückwünsche der Stadt Mindelheim und des Landkreises. Persönlich gratulierten unter anderem Architekt Karl-Heinz Holl, der Unternehmer Erich Lutzenberger, Schreinermeister Max Stölzle sowie Dekan Andreas Straub als direkter Nachbar. Unter den zahlreichen Gratulanten, die schriftliche Grüße übermittelten, waren der Bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer und Wirtschaftsstaatssekretär Franz Josef Pschierer.

Dass der Verlag Hans Högel KG und die Mindelheimer Zeitung seit 65 Jahren in enger Partnerschaft mit der Augsburger Allgemeinen grundsolide geführte Unternehmen sind, das ist nicht zuletzt in hohem Maße auch das Verdienst von Anni Högel. Über Jahrzehnte war sie Motor, hat sich um Anliegen der Kunden gekümmert und Texte akribisch auf Fehler hin durchforstet.

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Überhaupt sind ihr Druckfehler, wo auch immer die Vielbelesene einen findet, ein Graus. Und so viel Kritik an der heutigen Zeit muss schon sein: Anni Högel findet, dass vor allem viele junge Leute immer weniger gut Deutsch beherrschen. Das sollten sie aber unbedingt können, findet sie. Nur so könne man einen guten Beruf erlernen.

Fehler suchen ist auch heute noch ihr Hobby, nachdem sie viele Jahre auch Texte korrigiert hatte. Für die Fehler in der Mindelheimer Zeitung und in der Unterallgäu Rundschau sei sie aber nicht verantwortlich.

Anni Högel ist immer noch glänzend informiert über alles, was die Menschen in ihrer Heimat bewegt. Die Seniorchefin gehört zu jenen Menschen, die um den Wert des gedruckten Wortes wissen. Täglich studiert sie die Heimatzeitung und mittwochs die UR. Leidenschaftlich gerne liest sie Biografien über Persönlichkeiten, die etwas bewegen. Wie zum Beispiel über Altkanzler Helmut Schmidt.

Hineingeboren war Anni Högel in den „ersten zerbrechlichen Versuch Deutschlands mit der Demokratie“, wie es der Ehrenvorsitzende der Lebenshilfe und frühere Bundes- und Europaabgeordnete Robert Antretter auf einer kleinen Feier vor fünf Jahren bereits formuliert hatte. Antretter hatte im Hause Högel Schriftsetzer gelernt und nie den Kontakt zur Familie Högel abreißen lassen.

Glückwünsche kamen auch von Geschäfts- und Redaktionsleitung des Partnerverlages Augsburger Allgemeine. Alexandra Holland, Andreas Scherer und Edgar Benkler von der Geschäftsführung würdigten die Lebensleistung von Anni Högel. Die Chefredakteure Walter Roller und Gerd Horseling hoben das unternehmerische Engagement der Jubilarin hervor, das entscheidend dazu beigetragen habe, wie sich die Medienlandschaft in Mindelheim und dem Unterallgäu entwickelt hat. „Ihre Lebensleistung ist beeindruckend, denn Sie haben schwierige Situationen meistern müssen, aber niemals den Mut und Optimismus verloren. Sie waren immer nah an den Leserinnen und Lesern sowie an den Geschäftskunden und haben damit ein Klima des Vertrauens geschaffen, das bis heute wirkt“, heißt es in dem Glückwunschschreiben.

Mit großer Freude registriert die Chefredaktion auch, dass „mittlerweile mit Ihrem Enkel Johannes die nächste Generation mit großem Einsatz Ihren Verlag voranbringt - und wir sind sicher, Ihre Ur-Enkel werden in der darauffolgenden Generation die Marke „Högel“ auch weiterhin erfolgreich in die Zukunft führen.“

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