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Sieben-Tage-Inzidenz sinkt zum dritten Mal in Folge leicht und liegt bei 439,2
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Unterallgäu
25.11.2021

Corona im Unterallgäu: Nahe am Hotspot-Lockdown

Immer mehr positive Corona-Tests lassen die Zahlen im Unterallgäu steigen. In die Statistik geben aber nicht die Schnelltests ein (unser Bild), sondern nur die PCR-Tests, die dann folgen.
Foto: Ralf Lienert

Die Corona-Inzidenz im Unterallgäu liegt am Donnerstag nur knapp unter der Marke von 1000, ab der in Bayern verschärfte Regeln gelten. Bei Kindern liegt die Inzidenz teils über 1600.

Das Unterallgäu schrammt am Donnerstag nur knapp an der Grenze für einen Hotspot-Lockdown vorbei. Diese Regelung gilt in Bayern ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 1000. Dieser Wert liegt im Unterallgäu am Donnerstag bei 972,2. Das meldet das Robert-Koch-Institut. Es ist ein neuer Höchstwert in der Corona-Pandemie. Die Inzidenz bei den Fünf- bis 14-Jährigen liegt noch weitaus höher, bei 1630,64. Der Nachbarlandkreis Ostallgäu hat die 1000er-Grenze bereits überschritten und geht am Freitag in den Hotspot-Lockdown.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) registriert für das Unterallgäu 1421 bestätigte Neuinfektionen binnen sieben Tagen. Im jüngsten Wochenbericht weist das RKI aber darauf hin, dass bundesweit „die tatsächlichen Fallzahlen noch deutlich über den gemeldeten Fällen liegen“. Darauf deute der weiterhin steigende Anteil von positiven Proben unter den in den Laboren durchgeführten PCR-Tests hin. Diese Quote stieg zuletzt auf 17,3 Prozent.

Im Nachbarlandkreis Ostallgäu liegt die Inzidenz bereits über der Grenze für einen Hotspot-Lockdown

Besonders stark breitet sich das Corona-Virus im Unterallgäu unter den Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus. Die Altersgruppe der Fünf- bis 14-Jährigen weist am Donnerstag, 25. November, eine Inzidenz von 1630,64 auf. Das geht aus Zahlen der Priesemann-Gruppe hervor, welche die Statistiken des RKI auswertet. 218 bestätigte Neuinfektionen binnen sieben Tagen wurden registriert.

Bei den 15- bis 34-Jährigen liegt die Inzidenz am Donnerstag bei 1087,25 bei 361 Neuinfektionen binnen sieben Tagen. Bei den 35- bis 59-Jährigen liegt die Inzidenz bei 1117,98 bei 570 bestätigten Neuinfektionen. In den anderen Altersgruppen sind die Inzidenzen niedriger, bei den Null- bis Vierjährigen etwa (421,20), den 60- bis 79-Jährigen (609,54) und den über 80-Jährigen (429,68). Die Zahlen im Nachbarlandkreis Ostallgäu liegen noch höher. Dort beträgt die Inzidenz am Donnerstag 1054,9. Die Inzidenz bei den Fünf- bis 14-Jährigen beträgt dort bereits 2049,34.

Der Hotspot-Lockdown wird einen Tag, nachdem die 1000-er Marke überschritten wurde, wirksam. Die Landratsämter müssen das aber zuerst offiziell feststellen. Das regelt die 15. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung vor, die seit Mittwoch in Kraft ist. Das Landratsamt Ostallgäu hat dies am Donnerstagvormittag getan. Damit befindet sich das Ostallgäu ab Freitag, 26. Dezember, im Hotspot-Lockdown.

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