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RKI meldet 27.836 Neuinfektionen und 81 Todesfälle - Inzidenz bei 441,9
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Unterallgäu
21.11.2021

Unterallgäu mit höchster Corona-Inzidenz in Schwaben

Im Unterallgäu steigt die Zahl der Corona-Infektionen weiter an. Zumeist werden sie per Schnelltest entdeckt (unser Bild). Gezählt werden die Fälle aber erst, wenn auch ein PCR-Test ein positives Ergebnis bringt.
Foto: Ralf Lienert

Corona breitet sich im Unterallgäu weiter rasant aus. Der Wert nähert sich der 1000er-Marke, ab der in Bayern bald Hotspot-Regeln gelten sollen.

Die Corona-Infektionszahlen im Unterallgäu nähern sich weiter dem Wert von 1000, bei dem in Bayern das öffentliche Leben weitgehend herunter gefahren werden soll. Am Sonntag, 21. November, liegt die Sieben-Tage-Inzidenz im Unterallgäu bei 931,8. Diese Zahl meldet das Robert-Koch-Institut (RKI). Es ist der höchste Wert aller schwäbischen Landkreise und einer der höchsten in Bayern. Nur der benachbarte Landkreis Ostallgäu liegt mit 923,1 ebenfalls über der Marke von 900.

Am Samstag war die Inzidenz im Unterallgäu zum ersten Mal in der Corona-Pandemie über die Marke von 900 gestiegen. 1362 Neuinfektionen gab es laut RKI in den vergangenen sieben Tagen im Unterallgäu. Insgesamt gab es im Unterallgäu bislang 12.780 nachgewiesene Corona-Fälle. 183 Menschen sind laut RKI an oder mit Corona gestorben.

Am höchsten ist am Sonntag die Corona-Inzidenz in der Altersgruppe der Fünf- bis 14-Jährigen mit 1481,04. Das geht aus Zahlen der Priesemann-Gruppe hervor, welche die RKI-Statistiken auswertet. 198 Corona-Fälle kamen demnach bei den Kindern in den vergangenen sieben Tagen dazu. In der Altersgruppe der 15- bis 34-Jährigen waren es 374 Fälle (Inzidenz bei 1126,4), in der Altersgruppe der 35- bis 59-Jährigen waren es 535 Neuinfektionen binnen sieben Tagen (Inzidenz bei 1049,33).

Unter dem Durchschnitt liegen die Altersgruppen der Null- bis Vierjährigen (Inzidenz 326,09), der 60- bis 79-Jährigen (Inzidenz 593,33) und der über 80-Jährigen (Inzidenz 490,55).

In Corona-Hotspots gelten womöglich schon ab Mittwoch verschärfte Maßnahmen

Bayern hat die Corona-Regeln verschärft. Dazu gehört auch eine Hotspot-Regelung. Wenn die Sieben-Tage-Inzidenz über 1000 liegt, soll das öffentliche Leben in weitgehend heruntergefahren werden. Gastronomie, Sport- und Kulturstätten müssen schließen, ebenfalls Friseurbetriebe. Veranstaltungen dürfen nicht stattfinden. Der Handel, Schulen und Kitas sollen offen bleiben. Im Handel wird die Zahl der zulässigen Kunden aber auf eine Person pro 20 Quadratmeter begrenzt. Der Landtag muss den neuen Regeln noch zustimmen. Das soll am Dienstag passieren. Ab Mittwoch könnten die verschärften Regeln damit gelten, zunächst bis 15. Dezember. Die Hotspot-Regelung soll wieder fallen, sobald die Sieben-Tage-Inzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Tagen wieder unter 1000 liegt.

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