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Mindelheim

14.11.2019

Unterallgäuer Firmen suchen dringend Gewerbeflächen

Damit sich rund um Genan und die Bettenwelt neue Firmen ansiedeln können, beschäftigen sich die Kommunalparlamente in der Region mit den entsprechenden Formalitäten.
Bild: Archivfoto: Tom Engel

Die Kommunen tun sich aber schwer an Grund zu kommen, wie der Fall im interkommunalen Industrie- und Gewerbepark Kammlach zeigt.

Trotz aller Kassandrarufe, die Wirtschaft werde sich in den nächsten Jahren abkühlen: Nach wie vor ist der Flächenbedarf bei heimischen Unternehmen hoch. 20 Firmen stehen bei der Stadt Mindelheim auf einer Warteliste, weil sie ihre Betriebsstätten erweitern wollen. Vor diesem Hintergrund kommt dem interkommunalen Industrie- und Gewerbepark bei Kammlach besondere Bedeutung zu.

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So mancher mag den Eindruck gewonnen haben, es gehe nur schleppend mit einer Erweiterung voran. Das bestätigt Mindelheims Bürgermeister Stephan Winter. Voraussetzung sei nämlich, dass der Zweckverband auch ins Eigentum der Flächen gelangt. Und das sei äußerst schwierig. Viele Landwirte wollten nicht ohne Weiteres verkaufen. Sie wollen ihre Höfe fortführen und benötigen deshalb Tauschflächen.

Beim Dänischen Bettenlager sind nun genügend Flächen zusammengekommen

Da wird in der Regel nicht einfach eins zu eins getauscht. Benötigt wird ein Vielfaches, sagt Winter. Bewertet wird die Lage und die Bodengüte und das muss dann fair ausgeglichen werden. Südlich des Dänischen Bettenlagers sei es nun gelungen, ausreichend neue Flächen zusammenzubekommen. Der Bürgermeister nennt als Größe rund fünf Hektar. Für Genan waren rund elf Hektar benötigt und für das Dänische Bettenlager rund 15 Hektar.

Unterallgäuer Firmen suchen dringend Gewerbeflächen

Der Zweckverband aus Vertretern der Gemeinden Kammlach, Stetten, Unteregg, Apfeltrach sowie der Stadt Mindelheim wird sich noch vor Weihnachten zu einer Sitzung treffen. Dort soll die Erweiterung des Bebauungsplanes beschlossen werden.

Bis zwischen Mindelheim und Kammlach gebaut werden kann, dauert es noch eine Weile

Baureif ist das Gelände damit aber noch nicht. Zweimal müssen die Pläne öffentlich ausgelegt werden. Das beauftragte Ingenieurbüro müsse dann die Stellungnahmen von Bürgern und Vertretern der Verbände und Behörden einarbeiten. Im Laufe des Jahres 2020 werde die Planung für die Erschließung auf den Weg gebracht. 2021 dann kann die Fläche an Interessierte gehen. Die Stadt will auch mit allen Firmen Kontakt aufnehmen, die in Mindelheim bisher nicht zum Zug gekommen sind. Die Agrarhandelsfirma Weikmann übrigens sei nie Thema für den interkommunalen Industrie-und Gewerbepark gewesen.

Vor vier Jahren, als die Erweiterung der Firma am Bahnhof anstand, habe das Otto Weikmann abgelehnt.

Aufgrund der Lieferbeziehungen, so Winter, sei eine Aussiedlung nach Kammlach nicht in Frage gekommen. Das Unternehmen will sich jetzt im Industriegebiet der Stadt Mindelheim neben der Firma Gühring niederlassen. Die letzten Details werden noch im Laufe des Novembers mit der Stadt geklärt.

Hier erfahren Sie mehr über die Bettenwelt: Exportschlager aus Dänemark

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