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Unterallgäu

12.01.2021

Unterallgäuer Landrat Alex Eder will Grundschulen am Montag öffnen

Unterallgäus Landrat Alex Eder (Freie Wähler) fordert die Öffnungen der Grundschulen am 18. Januar.
Bild: Barnstorf (Archivbild)

Landrat Eder (Freie Wähler) hat einen Antrag bei der Regierung von Schwaben eingereicht. Er fordert, die Grundschulen im Unterallgäu am Montag zu öffnen.

Mit der Verkündigung des harten Lockdowns vor Weihnachten plante die Bayerische Staatsregierung die Öffnung der Schulen ursprünglich am 11. Januar. Doch nach Neujahr ging der Lockdown in die Verlängerung. Bis mindestens 31. Januar bleiben die Schulen geschlossen. In einem Schreiben an die Regierung von Schwaben, das unserer Redaktion vorliegt, macht sich der Unterallgäuer Landrat Alex Eder ( Freie Wähler) für die vorzeitige Öffnung der Grundschulen stark. „Das Recht auf Bildung ist ein Menschenrecht“, betont er.

Unterallgäuer Landrat beantragt Grundschul-Öffnung am Montag

Als rechtlicher Leiter des Schulamts im Unterallgäu plädiere er für eine Öffnung der Grundschulen ab Montag, 18. Januar, – vorausgesetzt, die Infektionslage verschlechtere sich nicht erheblich. Bei erheblicher Verschlechterung der Infektionslage im Unterallgäu bis 15. Januar solle keine Öffnung am Montag stattfinden, sondern die Lage zunächst eine weitere Woche beobachtet werden, schreibt der Landrat in seinem Antrag.

„Kinder und Familien sollen nicht erneut unter der Schulschließung leiden müssen“, sagt Eder. Gerade im Grundschulalter sei Präsenzunterricht nicht ersetzbar. „Bereits nach dem ersten Lockdown hat das LGL zusammen mit einer Expertengruppe als Ziel formuliert: Schulschließungen dürften nur der letzte Schritt sein.“ Schüler seien demnach bei Einhaltung der Hygienemaßnahmen keine Pandemie-Treiber. In seinem sechs Seiten langen Schreiben beruft sich Eder auf verschiedene Studien, die belegen, dass die Ansteckungsgefahr im Unterricht gering sein soll.

So argumentiert Alex Eder (Freie Wähler) seinen Vorstoß

Laut Eder konnten im Unterallgäu keine Infektionsketten an Schulen festgestellt werden. Es habe zwar Corona-Fälle an Schulen gegeben, aber keine Verbreitung innerhalb der Klassen. Auch Lehrer, so sagt Eder, seien Studien zufolge nicht stärker gefährdet als andere Berufsgruppen – sogar das Gegenteil sei der Fall.

Man dürfe diejenigen, die aus verschiedenen Gründen besonders Angst vor einer Ansteckung haben, nicht außer Acht lassen, sagt Eder. „Wir müssen hier Lösungen finden, ohne von den Lehrern ein gänzlich zweigleisiges Angebot zu verlangen.“ Dies gelänge bei Krankheit einzelner schließlich auch. Falls die Öffnung der Grundschulen keinen negativen Effekt auf die Infektionszahlen haben sollte, will Eder die weiterführenden Schulen öffnen.

Die Regierung von Schwaben hat sich auf Eders Vorstoß bisher nicht öffentlich geäußert. Möglich, dass der Antrag des Unterallgäuer Landrats an das zuständige bayerische Ministerium weitergegeben wird.

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12.01.2021

>>Laut Eder konnten im Unterallgäu keine Infektionsketten an Schulen festgestellt werden. Es habe zwar Corona-Fälle an Schulen gegeben, aber keine Verbreitung innerhalb der Klassen<<

Er ist weder Arzt noch ein Experte, woher nimmt er seine Erkenntnisse? So weit ich weiß gab es keine Studie in den Unterallgäuer Schulen, welche Belegen dass Kinder nicht infiziert sind. Auch diese Kinder übertragen den Virus weiter bis ein Vorerkrankter oder älterer Mensch daran erkrankt und im schlimmsten Fall daran stirbt.
Neue aktuelle Studien, die Meinung vieler Experten und die hohe 7-Tages-Inzidenz im Unterallgäu lassen keine Schulöffnung zu, auch wenn man das den Kindern wünschen würde.

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12.01.2021

Ich halte dem Landrat die Daumen.

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12.01.2021

7-Tagesinzidenz von über 200, neue hochansteckende Mutation auf dem Vormarsch, FFP2-Pflicht in allen im Einzelhandel und dann aber die Schulen ohne Konzept wieder zu eröffnen, erscheint mir hochgradig fahrlässig.

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12.01.2021

Klar, breitet sich nicht an Schulen aus. Keine Erkenntnisse, nix. Vielleicht mal da nachschlagen:

https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/niederlande-hochansteckende-corona-mutation-breitet-sich-aus-17136398.html

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12.01.2021

Endlich mal einer der sich für seine Bürger und deren Sorgen einsetzt.

Bravo.
Weiter so, kann ich hier nur sagen.

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