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Pfaffenhausen

31.01.2019

Unterallgäuer schafkopfen für den guten Zweck

Ohne Helfer geht es nicht - und somit konnte Organisator Benjamin Adelwarth (5. von links) nicht nur MZ-Redaktionsleiter Johann Stoll (2. von links) den symbolischen Scheck für die Kartei der Not in Höhe von 2160 Euro übergeben, sondern dankte auch allen Helferinnen und Helfern für ihren Einsatz. Großer Dank ging an die Spielleiter (von links) Max Moser, Peter Strübel, Franz Leinauer, Turnierleiter Wilhelm Rogg, Michael Ziegenaus, Anton Adelwarth und Hubert Altstetter.
Bild: Sabine Adelwarth

Auch in diesem Jahr haben sich wieder zahlreiche Helfer für „Herz ist Trumpf“ ins Zeug gelegt.

Vielleicht lag es ja am verflixten siebten Jahr – oder doch am starken Schneefall. Jedenfalls kamen zum diesjährigen Benefiz-Schafkopfturnier „Herz ist Trumpf“ in Pfaffenhausen erstmals in den sechs Jahren, in denen es Benjamin Adelwarth das Turnier inzwischen organisiert, weniger als 400 Teilnehmer. An den Spieltischen mischten wie berichtet genau 288 Schafkopfer die Karten für den guten Zweck. Nun auf der Helferfeier in Lori’s Pizzeria blickte Benjamin Adelwarth dankbar und freudig auf das vergangene Turnier zurück. „Trotz der witterungsbedingt fehlenden Teilnehmer bin ich sehr zufrieden und habe fast ausschließlich Lob erhalten“, sagte er in die Runde der vielen Helfer. Dies sei für ihn Ansporn genug, jedes Jahr die Organisation auf sich zu nehmen, betont der Dirlewanger.

Auch in diesem Jahr standen den Teilnehmern sieben Spielstätten zur Verfügung. Das Bräustüble, welches das Team um Benjamin Adelwarth jedes Jahr selbst bewirtet, konnte dieses Jahr erstmals geschlossen bleiben und im Schützenheim gab es noch zahlreiche „Notplätze“. Die anderen fünf Gasthäuser durften sich dafür über ein volles Haus freuen.

Über 15 000 Menschen haben im Unterallgäu für den guten Zweck Schafkopf gespielt

Daneben nutzte der 35-Jährige bei der Helferfeier wie stets die Gelegenheit, die Statistik rund um das Turnier vorzustellen: Seit die Freunde Pfaffenhausens in den 80-Jahren den Grundstein für das größte Schafkopfturnier in Schwaben gelegt haben, haben demnach schon 16590 Kartler für den guten Zweck gespielt.

Besonderen Dank an diesem Abend erhielten die sieben Spielleiter. Turnierleiter Wilhelm Rogg, Franz Leinauer und Michael Ziegenaus sind seit 2013 mit großem Einsatz dabei und auch Anton Adelwarth, Peter Strübel, Max Moser und Hubert Altstetter haben nach ein paar Jahren eine gewisse Routine. „Das gesamte Turnier verlief friedlich, sodass kein Spielleiter eingreifen musste“, freute sich Benjamin Adelwarth. „Die drei Ersatzspieler Robert Brenner, Ernst Moser und Thomas Leinauer wurden in diesem Jahr gebraucht und waren sofort zur Stelle“, war das positive Resümee. Große Freude bereiteten ihm die vielen Sponsoren und Unterstützer des großen Turniers, die wieder viele Sach- und Geldspenden zur Verfügung stellten.

Der Erlös geht zur Hälfte an die "Kartei der Not"

Wie in den Vorjahren wird das gesamte Startgeld von 15 Euro pro Person gespendet: Eine Hälfte, nämlich 2160 Euro, geht an die Sabine-Adelwarth-Stiftung, die damit die Forschung rund um die Stoffwechselerkrankung Mukoviszidose unterstützt. Die andere Hälfte fließt an die „Kartei der Not“, das Leserhilfswerk der Mindelheimer Zeitung. Es unterstützt Menschen aus der Region, die unverschuldet in Not geraten sind. Seit Benjamin Adelwarth die Leitung des Turniers übernommen hat, kamen so insgesamt 43680 Euro zusammen.

Auch die Mindelheimer Zeitung war beim Schafkopf-Turnier dabei

MZ-Redaktionsleiter Johann Stoll würdigte die Leistungen der Helferschar und von Organisator Benjamin Adelwarth. Er selbst gehört dem Kuratorium der „Kartei der Not“ an und kennt dadurch die persönlichen Geschichten und Schicksale, durch die Menschen in der Region plötzlich in Not geraten. „Das Turnier ist eine gewaltige Arbeit und das verdient größten Dank und Respekt“, so Johann Stoll. Vom ersten Jahr an ist er auch als Spieler immer mit von der Partie. Die Gespräche untereinander, die Unterstützung und der Erhalt der Gaststätten und nicht zuletzt der gute Zweck seien für ihn eine „ perfekte Kombination“ und einfach eine schöne Geschichte. Damit freuen sich alle Helfer und Spieler bereits auf nächstes Jahr, wenn es dann bereits zum 36. mal heißt: „Herz ist Trumpf.“

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