Hubertuswoche

13.10.2016

Unterricht mal anders

Jägerin Dagmar Kleint stand den Kindern Rede und Antwort.
Bild: Maria Schmid

Rund 350 Schüler besuchen die Wildtier-Ausstellung im Kursaal

Warum haben die Bienen eine Königin? Was macht sie und wie viele Eier legt sie am Tag? Fragen über Fragen, die Imker Josef Schuster aus Pfaffenhausen geduldig und informativ beantwortet. Die Antworten der Kinder auf die Menge der Eier waren sehr unterschiedlich. Sie spannten den Bogen von zwanzig, fünfzig bis zu mehreren tausend Eiern. Sie staunten, als sie hörten, dass es 1000 bis 1200 am Tag sind.

Im Rahmen der Hubertuswoche hatte Josef Schuster einige seiner Bienen und natürlich hellen und dunklen Honig mitgebracht. Das ist für die 350 Kinder der Schulklassen, die in dieser Woche kommen, immer ein ganz besonderes Schmankerl am Ende der besonderen Unterrichtsstunde, in der sie so viel über Wald und Feld, über Flora und Fauna anschaulich lernen können. Die Jägerinnen und Jäger haben die Ausstellung „Unsere Wildtiere“ auch in diesem Jahr wieder sehr liebevoll aufgebaut. Bei den Schülerinnen und Schülern der Grundschulen Bad Wörishofen, Ettringen, Jengen, Tussenhausen, Wiedergeltingen und der Mittelschulen Ettringen und Türkheim ist die Faszination der Darstellungen deutlich zu spüren. Der achtjährige Lars Molnar findet sie einfach toll. Er sagt: „Ich habe so etwas noch nicht gesehen.“ Florentine Metz ist acht Jahre alt. Ihr gefallen die Bildertafeln ganz besonders gut und natürlich die präparierten Tiere, denn die meisten würde sie in der Natur ja nicht sehen können.

Anhand von Baumscheiben erklärt Sophia Wörle den Unterschied im Wachstum der Pflanzen. Das sehen die Kinder genau, denn die Jahresringe zeigen deutlich wie alt ein Baum ist und ob er viel Regen oder Trockenzeiten erlebt hat.

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Die Getreidearten hat Josef Lutz in 91 Ährensteckern dargestellt. Und mittendrin hängt der mächtige Kopf eines Keilers, mit einigen Ähren im Maul. Für Josef Lutz ist es „der Alte Fritz“. Für Jakob Gareis, sieben Jahre alt, ist er das Beste der ganzen Ausstellung. Neu ist auch der lebensecht präparierte Rothirsch im Foyer des Kurhauses. Ihn hat Präparator Dieter Luksch aus Tussenhausen zur Verfügung gestellt.

Ein Vergnügen sind die Standkonzerte der Jagdhornbläsergruppe „Hubertusgruß Unterallgäu“ mit Hornmeister Helmut Specht. Sie gestalteten auch die Hubertusmesse in der Stadtpfarrkirche St. Justina musikalisch. Pater Rüdiger Prziklang zelebrierte den Gottesdienst, an dem auch Falkner Jürgen Lutzenberger mit Falke und Hund teilnahmen. Bei der offiziellen Eröffnung ging Kurdirektor Horst Graf auch auf die städtischen Sparmaßnahmen ein, denen die Hubertuswoche beinahe zum Opfer gefallen wäre. „Es freut uns ganz besonders, dass trotz aller Widrigkeiten das hier stattfinden kann“, so Graf. Auch Pius Kirner von der Jägerschaft erinnerte daran. „Es war zunächst ein matschiges Gefühl, dass die Hubertuswoche ausfallen sollte“, sagte er. „Wir wollen, dass 350 Kinder hier etwas erleben und lernen können. Das wollen wir erhalten.“ Spontaner Applaus der Gäste hallte durch das Foyer des Kurhauses. Die Hubertauswoche dauert noch bis Sonntag an. (sid)

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