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Bad Wörishofen

05.11.2019

Untersuchung: Flugzeug mit Thermen-König stürzte nach Kontrollverlust ab

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In einem Wald  bei Sieberatsreute (Baden-Württemberg) stürzte im Dezember 2017 eine Cessna mit Thermen-Investor Josef Wund an Bord ab.
Bild: Karl-Josef Hildenbrand, dpa

Plus Fast zwei Jahre nach dem tödlichen Unfall, bei dem drei Menschen starben, liegt der Abschlussbericht zu dem Flugzeugunglück vor.

Fast zwei Jahre ist es nun her, dass Deutschlands Bäderkönig Josef Wund bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam. Mit dem Erbauer der Thermen in Bad Wörishofen, Erding und weiteren Standorten starben auch die beiden Piloten der Maschine. Seither haben Ermittler versucht, die Absturzursache zu klären. Am Dienstag legte die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BfU) ihren Abschlussbericht vor.

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Für die BfU war es offenbar schwierig, wichtige Details des verhängnisvollen Fluges am 14. Dezember 2017 zu rekonstruieren. Aus dem Abschlussbericht geht hervor, dass bei dem Absturz nahe Waldburg (Baden-Württemberg) das Cockpit der Cessna zerstört wurde, ebenso die Speicherkarten, die dort Daten aufzeichnen. Zudem sei das Flugzeug nicht mit einem Flugdatenschreiber oder einem sogenannten Cockpit Voice Recorder ausgerüstet gewesen, weshalb bestimmte Informationen ganz fehlen, berichtet die BfU.

In einem wichtigen Punkt liefert der Bericht keine Antwort

Auf 39 Seiten zeichnet der Abschlussbericht den Flug bis zum Absturz nach. Die Schlussfolgerung der Experten: „Der Flugunfall war auf einen plötzlichen Kontrollverlust über das Flugzeug in Wolken beim Eindrehen für den Anflug auf Friedrichshafen bei Nacht zurück zu führen.“ Wahrscheinlich habe auch das Wetter dazu beigetragen, mit leichter bis mäßiger Turbulenz, Schneefall und Vereisung. Warum die Piloten schlussendlich die Kontrolle über das Flugzeug verloren, bleibt jedoch unklar. „Gesicherte Ursachen für den Kontrollverlust konnten aufgrund fehlender Informationen über die Ereignisse an Bord des Flugzeugs nicht ermittelt werden“, heißt es dazu in dem Bericht.

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Wund war morgens mit zwei Piloten mit einer Cessna C150 Mustang von Friedrichshafen am Bodensee nach Egelsbach in Hessen geflogen. Um 17.43 startete die Maschine mit Wund in Egelsbach für den Rückflug nach Friedrichshafen. Westlich von Waldburg, nahe Sieberatsreute, stürzte die Maschine dann in ein Waldstück und zerschellte. Ums Leben kamen neben dem 79-jährigen Wund auch der 49 Jahre alte Copilot und der 45 Jahre alte Pilot der Maschine, der auch Geschäftsführer der Firma in Bregenz war, welche die Flugtaxi-Flüge anbot. Den luftrechtlichen Rahmen dafür stellte ein Unternehmen aus Wien, das auch Halter des Flugzeugs war. Um 18.23 Uhr hatte der Flughafen Zürich zum letzten Mal Funkkontakt mit der Maschine.

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