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Stetten

21.07.2019

Uwe Gelhardt ist neuer Bürgermeister von Stetten

Robert Kopp (links) gratuliert seinem Herausforderer Uwe Gelhardt zum Wahlsieg.
Bild: Sabine Adelwarth

Der amtierende Zweite Bürgermeister Uwe Gelhardt setzt sich bei der Wahl in Stetten knapp gegen Robert Kopp durch.

Die Geduld der Stettener Bürgermeisterkandidaten wird an diesem Sonntagabend auf eine harte Probe gestellt: Wegen technischer Probleme in der Verwaltungsgemeinschaft müssen sie bis gegen 19.30 Uhr ausharren, bis das Wahlergebnis vorliegt. Doch dann steht fest: Mit 53 Stimmen Vorsprung hat der Überraschungskandidat Uwe Gelhardt die Bürgermeisterwahl in Stetten für sich entschieden.

Wie berichtet stand der Name des 52-Jährigen nicht auf dem Stimmzettel, weil er die Nominierungsfrist knapp versäumt hatte. Die Wähler mussten deshalb seinen Vor- und Nachnamen auf den Stimmzettel schreiben. Gelhardt hatte damit gerechnet, dass das problematisch sein könnte – und war umso überraschter, als schließlich das Ergebnis vorlag. Es fällt erneut relativ knapp aus: Der amtierende Zweite Bürgermeister erhielt 355 Stimmen, bei Robert Kopp machten 302 Wähler ihr Kreuz. „Ich bin zufrieden, so wie’s ist, und werde das Beste draus machen“, kommentierte Gelhardt sein Ergebnis.

Robert Kopp will im nächsten Jahr für den Stettener Gemeinderat kandidieren

Der Erisrieder will nun „weitermachen wie bisher“ und die bereits laufenden Projekte fortsetzen. Die nächste Gemeinderatssitzung am Montagabend wird er allerdings noch als Zweiter Bürgermeister leiten. Wann er vereidigt wird, entscheidet der Gemeinderat. Dieser muss dann auch einen neuen Stellvertreter wählen. Weil Gelhardt als Bürgermeister aus dem Gemeinderat ausscheidet, wird ein Kandidat der vergangenen Kommunalwahl in das Gremium nachrücken.

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Robert Kopp nahm seine dritte Wahlniederlage innerhalb von fünf Jahren gelassen: Das Bürgermeisteramt habe ihn zwar sehr gereizt, er sehe es aber auch positiv, nun zeitlich nicht so eingespannt zu sein, wie er das als Bürgermeister zwangsläufig gewesen wäre. Er gratulierte seinem Herausforderer im Erisrieder Pfarrstadel zum Wahlsieg und bedankte sich im Gespräch mit der MZ ausdrücklich bei seinen Wählern und dem Team, das hinter ihm gestanden und ihn stark unterstützt habe. Bei der Kommunalwahl im nächsten Jahr will er als Gemeinderat kandidieren. Sollte er gewählt werden, könne er sich ebenfalls einbringen und Akzente setzen, ist er überzeugt.

An der Wahl hatten sich 60 Prozent der 1148 Wahlberechtigten beteiligt. Neun Stimmzettel waren ungültig, 23 Wähler hatten weder ein Kreuz bei Kopps Namen gemacht, noch Gelhardts Namen auf den Stimmzettel geschrieben, sondern einen anderen. Am häufigsten fiel dabei der Name des früheren Zweiten Bürgermeisters Markus Hofmann, den sich 17 Wähler als Bürgermeister gewünscht hätten.
 

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