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Geschichte in Mindelheim

20.11.2015

Verdiente Ehrung für Hitler-Gegner

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An den Josef-Felder-Platz soll eine Gedenktafel kommen.
Bild: Johann Stoll

Bürgermeister sagt Gedenktafel für den Josef-Felder-Platz zu. Der Bürgerstiftung ist das schon lange ein Anliegen.

Was lange währt, wird endlich gut. Mindelheims großer Sohn Josef Felder, der als einer der wenigen Adolf Hitler im Reichstag die Stirn geboten hatte, erfährt im nächsten Jahr eine besondere Würdigung. Die Bürgerstiftung „Mindelheim hilft sich selbst“ wird für den Platz, der bereits den Namen Josef Felder trägt, eine Gedenktafel mitfinanzieren. Bürgermeister Stephan Winter kündigte auf der Stifterversammlung der Bürgerstiftung an, dass der Felder-Platz im Zuge der Hallenbadsanierung auch auf Vordermann gebracht wird. Noch steht allerdings ein Stadtratsbeschluss aus.

Der Bürgerstiftung ist das Andenken an Felder schon seit Längerem ein Anliegen. Einen entsprechenden Vorstoß vor zwei Jahren erwiderte die Stadt zwar mit Wohlwollen. Geschehen ist dann aber lange nichts.

Wegen der besonderen Persönlichkeit Josef Felders will die Stadt nicht einfach nur eine Tafel anbringen. Der Platz wird neu gestaltet in Form eines Baumkranzes mit sternartiger Zuwegung. Dazu wird eine Stele errichtet, an die die Gedenktafel mit längerem Text über Felder angebracht wird.

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Bürgermeister lobt die "vielen guten Projekte"

Der Rathauschef ist zugleich Schirmherr der Bürgerstiftung. In dieser Funktion lobte er die „vielen guten Projekte“. So hatte die Bürgerstiftung in Zusammenarbeit mit der Erich-Schmidt-Kunststiftung, dem Kunstverein und dem Kulturamt der Stadt zu Beginn des Jahres einen Jugend-Kunstpreis ausgerufen. 48 Schüler hatten Arbeiten eingereicht. 2017 soll es eine Neuauflage geben, kündigte Erich Schmidt an.

Ferner hat die Bürgerstiftung den Kauf von Fußballstiefeln für Flüchtlinge ermöglicht und den Integrationskreis finanziell unterstützt. Zwei Vorträge, die das Forum füllten, hat die Stiftung zusammen mit der Wohnungsgenossenschaft veranstaltet. Zum einen war das ein Informationsabend über Einbruchsicherung, zum anderen einer übers Erben und Vererben.

Der Vorstand, bestehend aus Alfred Brugger, Jürgen Vogt und Johann Stoll, wurde einstimmig entlastet. Alle drei wurden wieder gewählt, wobei Alfred Brugger wert darauf legte, dass er das Amt des Vorsitzenden nur noch kommissarisch ausüben wolle, keinesfalls die gesamte Wahlperiode von drei Jahren.

Wechsel im Kuratorium

Neu ausgerichtet hat sich auch das elfköpfige Beratergremium, das sogenannte Kuratorium der Bürgerstiftung. Anja Glück, Manfred Schmid und Gabriele Ilmer kandidierten nicht mehr. Für sie rückten Heidi Miller und Bernhard Lutz nach. Der bisherige Vorsitzende Karl-Heinz Holl ist auf eigenen Wunsch nur noch einfaches Mitglied im Kuratorium. Für ihn wurde einstimmig Florian Schuster gewählt. Stellvertreter ist weiterhin Dekan Andreas Straub.

Vorstand: Alfred Brugger, Jürgen Vogt und Johann Stoll.

Kuratorium: Florian Schuster (Vorsitz), Andreas Straub (Vize), Karl-Heinz Holl, Peter Kern, Christian Schedler, Erich Schmidt, Dietmar Wagner, Johannes Högel, Thomas Riederle, Heidi Miller (neu) und Bernhard Lutz (neu). (jsto)

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