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Verwandtenaffäre
18.06.2014

Wenn aus Brutto Netto wird

Franz-Josef Pschierer und seine Frau Marlies.
Foto: hak

Wirtschaftsstaatssekretär Pschierer hatte doch nicht alles an den Freistaat zurückbezahlt

Die Verwandtenaffäre klebt an Franz Josef Pschierer und einigen weiteren Mitgliedern des Kabinetts Horst Seehofer wie zäher Brei. Schon vor mehr als einem Jahr hatte der Mindelheimer Staatssekretär eigenen Angaben zufolge 42 000 Euro freiwillig an den Freistaat Bayern zurückgezahlt und sich einsichtig gezeigt. Damals hatte er erklärt, er hätte „sensibler sein müssen, was die Beschäftigung meiner Ehefrau in meinem Stimmkreisbüro betrifft“. Die Wähler haben das nicht weiter krumm genommen, zumal auch einzelne Abgeordnete anderer Parteien ähnlich gehandelt hatten. Der SPD-Abgeordnete Harald Güller aus Augsburg war sogar zu einer Geldstrafe von 27 000 Euro verurteilt worden. Bei der Landtagswahl im September 2013 konnte die CSU sogar deutlich zulegen.

Aus Steuergeldern waren die Sekretärsleistungen seiner Frau Marlies Pschierer von Januar 2007 bis Februar 2013 in seinem Stimmkreisbüro in Mindelheim bezahlt worden. Beschäftigt war Frau Pschierer beim Landtagsabgeordneten Pschierer von Oktober 1994 bis Dezember 2006. Auch diese Beträge stammten aus Steuermitteln. Dafür gab es keine Rückerstattung.

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