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Mindelheim

13.01.2021

Viel zu gut zum Wegwerfen: So hilft die Mindelheimer Tafel

Die Mindelheimer Tafel versorgt die Menschen auch in Corona-Zeiten mit Lebensmitteln (Symbolbild).

Plus Die Mindelheimer Tafel steht Ärmeren auch in Corona-Zeiten zur Seite. So viele Helfer und Kunden gibt es derzeit.

Die Mindelheimer Tafel des Caritasverbandes Memmingen-Unterallgäu bleibt für Ärmere verlässliche Anlaufstelle, wo sie wertvolle Lebensmittel zum symbolisch günstigen Preis erhalten können. Das gilt insbesondere auch für die Zeit der Corona-Pandemie. So lange sich niemand der Ehrenamtlichen mit dem Virus infiziert, sagte Leiterin Ursula Richinger, soll auch künftig jeden Donnerstag von 14 bis 15 Uhr Essen ausgegeben werden.

Die Tüten für die Tafel-Berechtigten werden wegen Corona vorher gepackt

Zwei Wochen lang hatte die Mindelheimer Tafel über die Weihnachtszeit geschlossen. Das war auch vor Corona so. Vorige Woche wurden erstmals im neuen Jahr wieder Essenspakete ausgegeben. Um die Ansteckungsgefahr mit Covid 19 möglichst auszuschließen, werden Tüten für die Tafel-Berechtigten gepackt. Sie alle haben den gleichen Inhalt. Die Lebensmittel werden also nicht mehr im Gebäude ausgegeben, sondern an der offenen Eingangstür. Die Praxis werde seit einem halben Jahr so gehandhabt.

Ursula Richinger kann dabei auf 39 ehrenamtliche Helfer bei der Tafel setzen. Diese sammeln qualitativ einwandfreie Nahrungsmittel, die in den Supermärkten nicht mehr verwendet werden können und verteilen sie in der Bürgermeister-Krach-Straße 4. Für jeden Einkauf zahlt der Kunde pauschal 1,50 Euro. Als Nachweis der Bedürftigkeit gelten die Bescheide zu Sozialhilfe, Arbeitslosengeld II, Rente oder Lohnbescheinigung.

122 und 83 Kinder bekommen Lebensmittel bei der Tafel

Die Helfer kümmern sich derzeit um 122 Erwachsene und 83 Kinder. Diese Zahl ist in etwa dieselbe wie vor Corona. Die Pandemie hatte aber indirekt schon Folgen für die Tafel. Richinger sagt, die Spendenbereitschaft bei Lebensmitteln habe eher zugenommen. Sollte die Tafel wegen der Infektionsgefahr wieder geschlossen werden müssen, wären mehr Lebensmittelgutscheine notwendig, um den Bedürftigen im gewohnten Umfang helfen zu können. Die Leiterin hofft aber, dass es so weit nicht kommen muss.

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