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Pfaffenhausen

14.06.2019

Vier Gemeinden, ein gemeinsames Projekt

Sie haben viel Arbeit in die neue Wasser-Regelung gesteckt: (von links) Josef Kienle (Kämmerer VG Pfaffenhausen), Wasserführungskraft Davy Gulder, Pfaffenhausens Bürgermeister Franz Renftle, Salgens Bürgermeister Johann Egger, Oberriedens Bürgermeister Robert Wilhelm, Breitenbrunns Bürgermeister Jürgen Tempel, Breitenbrunns Zweiter Bürgermeister Erwin Hefele und Pfaffenhausens Zweiter Bürgermeister Johann Weigele.
Bild: Melanie Lippl

Warum Pfaffenhausen, Breitenbrunn, Salgen und Oberrieden in ihrer Zusammenarbeit eine Vorreiterrolle in Bayern einnehmen.

Feierlich ging es jüngst im Breitenbrunner Rathaus zu. Bürgermeister Jürgen Tempel sprach von einem „ganz besonderen Moment“, sein Kollege Franz Renftle aus Pfaffenhausen, der auch Vorsitzender der Verwaltungsgemeinschaft ist, betonte gar die „bayernweite Vorreiterrolle“ der vier VG-Gemeinden Pfaffenhausen, Breitenbrunn, Salgen und Oberrieden. Dabei war an diesem Termin im Rathaus gar nicht viel geschehen: Alle Vertreter der Gemeinden und Wasserzweckverbände hatten ihre Unterschrift unter ein zehnseitiges Dokument gesetzt. Das Besondere an dieser Sache ist aber schon vor dieser Vertragsunterzeichnung passiert.

Die neue Kraft soll sich um das Wasser in Pfaffenhausen, Breitenbrunn, Oberrieden und Salgen kümmern

Vor mehr als zwei Jahren beschlossen die Bürgermeister der VG Pfaffenhausen, gemeinsam eine sogenannte „technische Führungskraft für Wasserversorgung“ einzustellen, die sich um alles kümmert, was das Wasser in ihren Orten betrifft: Hochbehälter, Druckpumpen, aber auch Hausanschlüsse, Hydranten und so weiter. Bislang oblag die Aufsicht in der Regel den Bürgermeistern oder Zweckverbandsvorsitzenden – die natürlich nicht in allen Details der Wasserversorgung ausgewiesene Experten waren. Zumal die Anforderungen steigen, wie Bürgermeister Renftle erklärt. Nun geben alle einen Teil ihrer Kompetenzen an die „Wasserführungskraft“ ab und kommen damit günstiger weg, als wenn jede Gemeinde eine eigene Stelle schafft – was wiederum VG-Kämmerer Josef Kienle freut.

Seit zwei Jahren arbeitet der heute 45-jährige Davy Gulder schon für die VG – bislang auf Vertrauensbasis, denn die Stelle des Rohrleitungsbauers aus Salgen ist erst jetzt, mit Unterzeichnung der Zweckvereinbarung, offiziell geschaffen. Auch wenn das Projekt nie auf der Kippe stand, wie alle Bürgermeister betonen, so habe es doch vieler Diskussionen bedurft, bis alle Feinheiten geklärt und in einer rechtssicheren Vereinbarung festgehalten waren. Diese Form interkommunaler Zusammenarbeit ist in Bayern offenbar so außergewöhnlich, dass schon andere Gemeinden sich nach dem Vertrag erkundigt haben.

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Inzwischen gibt es schon einen zweiten "Wasser-Mitarbeiter" in der VG Pfaffenhausen

Um die Bereitschaft rund um die Uhr gewährleisten zu können, gibt es nun schon einen zweiten Mitarbeiter. Die Arbeit geht den beiden nicht aus: Am selben Tag, kurz vor der Vertragsunterzeichnung, hatte Davy Gulder bereits einen Wasserrohrbruch behoben.

Hier geht es zum Kommentar über die neu geschaffene Stelle und ihren Vorbildcharakter: Wenn Gemeinden zusammenarbeiten, geht's leichter

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