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P-Seminar

17.01.2015

Vom Namensgeber bis zum besten Hausmeister Deutschlands

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Kunstlehrer Eduard Jäger (Bild oben) hat auch den Namensschriftzug am Gymnasium mit Schülern gemeinsam gestaltet. Thomas Groll (Bildmitte) stellte bei der Präsentation der Jubiläumsbroschüre der P-Seminaristen (Bild unten) den Namensgeber des Gymnasiums genauer vor.

Schüler des Joseph-Bernhart-Gymnasiums stellen Jubiläumsbroschüre vor. Seit 40 Jahren findet der Unterricht am jetzigen Standort statt

Das Joseph-Bernhart-Gymnasium Türkheim blickt in diesem Jahr auf 40 Jahre seines Bestehens am jetzigen Standort zurück. Das war für die vierzehn Schüler eines P-Seminars und ihrer Betreuerin Christine Michalka-Marahrens ein willkommener Anlass, eine sehens- und lesenswerte Broschüre über die Schulgeschichte aufzulegen.

Die Seminaristen präsentierten die Jubiläumsbroschüre in der Mensa des Gymnasiums, die an diesem Tag zum Vortragsraum umgestaltet worden war. Viele, die über die Anfänge des neusprachlich-mathematischen Gymnasiums Bescheid wissen, werden sich fragen: „Wieso 40 Jahre? Das Gymnasium wurde doch bereits 1972 gegründet.“ Die Schüler fanden die richtige Antwort. 1972 sei das Gymnasium zwar gegründet worden, der Unterricht fand jedoch nicht im heutigen Schulgebäude statt. Das entstand erst 1975. In den drei Jahren davor, so wird berichtet, hätten Räume der Mittelschule und des Kapuzinerklosters zur Verfügung gestanden. In der Broschüre steht: „Erst 1975 wurde der heutige Standort bezogen und es konnte richtig losgehen.“ Das erste und bis heute auch einzige staatliche Gymnasium im ganzen Landkreis Unterallgäu bekam den Namen „Joseph-Bernhart-Gymnasium“.

Auf Spurensuche nach dem Namensgeber

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Dabei stießen die Schüler auf die Joseph-Bernhart-Gesellschaft (1974 gegründet) in Augsburg. Sie lernten durch die Recherchen den Vorsitzenden Thomas Groll, Studentenpfarrer und Leiter der Hochschulseelsorge, kennen. Dieser hatte bereits schon im Sommer 2014 am Gymnasium einen Vortrag über den Theologen und Schriftsteller Bernhart (1881-1969) gehalten und kam jetzt gerne wieder. Die Lebensgeschichte Bernharts, von Groll sehr lebhaft und spannend erzählt, zeigte einen Menschen, der als „ein Prophet in unserer Region“ gilt. Bernharts Geburtsstadt Türkheim, sein Elternhaus ist heute eine Pension, hat ihn zum Ehrenbürger ernannt. Hierher kam er mit seiner Frau Elisabeth Nieland, für die er sein Priesteramt niederlegt hatte, um als freier Schriftsteller zu arbeiten. Bernhart starb 1969. Die Schüler des P-Seminars fanden auch sein eher unscheinbares Grab auf dem Türkheimer Friedhof.

Im Lehrerzimmer durfte noch geraucht werden

Doch über die 40 Jahre des Gymnasiums erzählen sie in ihrer Broschüre noch sehr viel mehr. Da war zum Beispiel der Stammtisch der ehemaligen Lehrer, von denen sie vieles von „damals“ erfahren haben. So sei in der lockeren Atmosphäre der Schule Dialekt gesprochen worden und im Lehrerzimmer durfte noch geraucht werden.

Die Schüler erzählen von Eduard Jäger, der den Anfang der Schule miterlebt und durch die unzähligen Kunstwerke an den Wänden des Gebäudes, die er initiiert hatte, nachhaltig geprägt habe. Sie berichten über Wahlkurse und die Schülermitverwaltung, die den Zusammenschluss einiger Schüler bei Organisationen verschiedenster Veranstaltungen herstellen und die das Bindeglied zwischen Schulleitung und Schülern ist. Die Schüler schreiben von Studienfahrten und Besinnungstagen und einem spannenden Tag, den sie mit dem Hausmeister Harry Pleyer – dem besten Hausmeister Deutschlands – erlebten und vielem anderen mehr. Christine Michalka-Marahrens griff abschließend zum Mikrofon. Sie habe eigentlich nicht sprechen wollen, aber nun müsse sie einfach sagen: „Ich bin stolz auf euch!“ Dass die Schüler sich bei ihr und allen Helfern und Unterstützern herzlich bedankten, war selbstverständlich.

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