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Mindelheim

02.03.2018

Von der Kranzeljungfer zum Kaiserpagen

Die beiden Mädchen Christina (links) und Victoria führten die Kranzeljungfern beim letzten Frundsbergfest an. Sie erinnern sie noch gut an den Moment, als sie zum ersten Mal durchs Obere Tor liefen und die vielen Menschen am Straßenrand sahen: Komisch sei das gewesen, aber auch sehr aufregend und schön.
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Die beiden Mädchen Christina (links) und Victoria führten die Kranzeljungfern beim letzten Frundsbergfest an. Sie erinnern sie noch gut an den Moment, als sie zum ersten Mal durchs Obere Tor liefen und die vielen Menschen am Straßenrand sahen: Komisch sei das gewesen, aber auch sehr aufregend und schön.
Bild: Bernd Feil

Christina Mutzel und Victoria Bremer üben schon fleißig für ihren großen Auftritt beim Frundsbergfest. Begonnen hat alles mit der Teilnahme mit der Grundschule.

Wenn Christina Mutzel und Victoria Bremer über das anstehende Frundsbergfest sprechen, dann beginnen ihre Augen zu funkeln und der Mund verzieht sich sofort zu einem Lächeln. Die Vorfreude der beiden zehnjährigen Mädchen auf das Fest ist riesig – denn sie haben eine wichtige Rolle zu erfüllen. Als Pagen sind sie ständige Begleiter des Kaiserpaars. „Wir tanzen und wir helfen“, erklärt Victoria ihre Aufgaben. Begonnen hat ihre „Karriere“ beim Frundsbergfest vor drei Jahren. Damals liefen die beiden gemeinsam mit anderen Grundschülern beim Umzug mit. „Wir hatten Glück und mussten keinen Bogen tragen“, erinnert sich Victoria. „Und wir waren die ersten in der Reihe.“ Christinas Fazit: „Ich fand’s cool!“

Das Foto, das die beiden Siebenjährigen in ihren rosa Kleidern als Kranzeljungfern zeigt (siehe Foto), ist sogar im großen Bildband zum Frundsbergfest erschienen. Ein bisschen aufgeregt seien sie damals schon gewesen, erinnern sich die beiden Mädchen. „Und am zweiten Wochenende war es sehr heiß“, sagt Victoria. Doch es gab reichlich Abkühlung, auch, weil viele Zuschauer ihnen Getränke in Bechern spendiert haben. Der Moment, als sie durch das Obere Tor gelaufen sind und dann die ganzen Zuschauer gesehen haben, ist ihnen noch gut in Erinnerung. „Das war ein komisches Gefühl“, sagt Victoria. „Aber ein schönes!“ Und Christina ergänzt: „Aufregend war das.“

Während sie vor drei Jahren beim Umzug nur laufen und winken mussten, sind sie bei diesem Fest schon etwas mehr gefordert. Als Pagen tragen die Mädchen beispielsweise die Fackeln, wenn sie das Kaiserpaar begleiten. Bei Aufführungen im Kreuzklosterhof präsentieren sie gemeinsam mit acht weiteren Pagen ihre Tänze, die sie seit Kurzem einstudieren. Einmal die Woche steht dafür nun eine Probe in der Mittelschule an – geübt wird derzeit noch mit Besenstielen als Ersatz für die echten Fackeln.

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Die Vorfreude auf das Fest und die Tatsache, wieder ein Teil davon zu sein, steigt dabei von Mal zu Mal. „Da darf man lang aufbleiben, tanzen und Sachen essen, die man sonst nicht bekommt“, sagt Victoria. „Nicht nur Krapfen wie im Fasching, sondern so Altmodisches.“

Ein wenig sind die beiden schon aufgeregt vor ihren neuen Aufgaben als Pagen. „In der Gruppe, da läuft man einfach nur, da kann man nichts falsch machen“, sagt Victoria über ihren Einsatz beim Fest vor drei Jahren. Spaß gemacht hat ihnen ihre Teilnahme am Umzug trotzdem – oder gerade deshalb? „Einfach mal probieren“, lautet Christinas Tipp an alle Grundschulkinder, die noch unschlüssig sind oder sich noch nicht so recht trauen. Derzeit laufen die Anmeldungen für die Grundschüler – und vielleicht gibt es im Juli dann noch viele weitere Kinder wie Christina und Victoria, die strahlen, wenn nur sie das Wort „Frundsbergfest“ hören.

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