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09.03.2009

Vor 40 Jahren schon die Idee für ein Gymnasium

Türkheim (it) - Gerade erst konnte das Joseph-Bernhart-Gymnasium wieder in ruhigeres Fahrwasser gelenkt werden, nachdem große Fragezeichen über seiner Zukunft standen. Seit 32 Jahren besteht es nun schon. Seinen eigentlichen Ursprung hat es jedoch, wie viele nicht mehr wissen, im Ende einer Institution, die vor genau 40 Jahren das Aus traf: dem Amtsgericht Türkheim.

Unter der Überschrift " Türkheim schockiert über Auflösung des Amtsgerichtes" berichtete im März 1969 die Mindelheimer Zeitung: "Die meisten Bürger in Türkheim waren auf diese Hiobsbotschaft vorbereitet, die wenigen aber, die noch hofften, dieses Schicksal abwenden zu können, resignierten vor dem Entschluss des Bayerischen Ministerrates. Damit ist unter sämtlichen Bestrebungen und Spekulationen zur Erhaltung des Amtsgerichtes in Türkheim der Schlusspunkt gesetzt worden!"

Der Markt Türkheim hatte eine alte Amtsgerichtstradition. Aber nicht nur aus dieser Tradition heraus, sondern auch aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten, war das staatliche Amt für den Wertachmarkt von Bedeutung. Die MZ schrieb: "Abgesehen davon, dass viele Bewohner aus der Umgebung und der Staudengebiete zu Verhandlungen nach Türkheim kamen und die Geschäftswelt dadurch zusätzliche Einnahmen bekam, verlieren der Markt und die Türkheimer Geschäfte, wenn die Bediensteten des Amtsgerichtes in andere Orte abgezogen werden, jährliche Einnahmen von rund 200 000 Mark."

Die Meinungen Prominenter damals zum Ende des Amtsgerichtes: Bürgermeister Josef Zacher: "Die Entscheidung ist getroffen worden, ohne dass mit einem Wort auf die Vorschläge des Marktes eingegangen wurde."

Vor 40 Jahren schon die Idee für ein Gymnasium

Und Toni Schäffler, von 1966 bis 1996 Kreisrat sowie von 1982 bis 1992 Bürgermeister Türkheims, meinte vor genau 40 Jahren schon: "Es muss unbedingt ein Ersatz für das Amtsgericht geschaffen werden, eine Realschule oder ein staatliches Gymnasium. Dies ist notwendig, denn sonst wird Türkheim ein finsterer Provinzort."

Für einen "vollwertigen Ersatz" sprachen sich auch Architekt Ferdinand Goßner sowie Landrat Otto Weikmann aus.

Letzterer dachte hierbei allerdings mehr an die Unterbringung wirtschaftlicher oder industrieller Betriebe im ehemaligen Amtsgerichtsgebäude.

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