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05.03.2009

Vor dem Brückenschlag der Stich mit dem Spaten

Türkheim (iss) - Mit dem ersten Spatenstich gaben Landrat Hans-Joachim Weirather, Türkheims Bürgermeister Silverius Bihler und die Bauleute das Signal zur Errichtung einer neuen Wertachbrücke am Zollhaus.

Nach schwierigen Grunderwerbsverhandlungen - der Landkreis wollte das Projekt eigentlich schon im Sommer 2008 in Angriff nehmen - gehen die Arbeiten recht zügig voran. Auch der Abriss der alten Brücke verlief planmäßig. Wenn alles glatt läuft, kann der Verkehr im Oktober über den neuen Übergang rollen.

Eine neue Straßenbrücke musste dringend her, weil Betonteile und das Stahlkleid der im Jahre 1929 vom Straßen- und Flussbauamt Augsburg errichteten Vorgängerin marode geworden und den Belastungen des Straßenverkehrs nicht mehr gewachsen waren. Wirtschaftliche und technische Gründe sprachen gegen eine Verbreiterung des alten Bauwerks. Auch gegen eine Verbreiterung und Erhöhung der Traglast.

Die neue Brücke im Zuge der MN 10 ist freitragend, auf 44 Meter lichte Weite und sieben Meter Fahrbahnbreite ausgelegt. Die Experten sprechen von einer Einfeldbrücke mit zweistegigem Plattenbalken aus Spannbeton.

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Im Zuge der Brückenbaumaßnahme wird auch die Kreisstraße auf einer Länge von etwa 540 Metern saniert und ausgebaut. Gedacht hat man bei der Planung des Projektes ebenso an Fußgänger und "Pedalritter". Südlich der Kreisstraße schützt sie ein 500 Meter langer Rad- und Gehweg vor Gefahren. Diese auch über die neue Brücke führende Teiltrasse soll in das Radwegenetz Türkheim (Gymnasium)- Wiedergeltingen integriert werden, dessen Ausbau laut Beschluss des Kreisausschusses noch in diesem Jahr angepackt wird.

Das Paket "Wertachbrücke" einschließlich Ausbau der MN 10 schlägt im Etat des Kreises mit 1,7 Millionen Euro zu Buche. Der Markt Türkheim steuert rund 100 000 Euro bei. Kreis und Marktgemeinde wissen ihr Geld gut angelegt. Geht es doch darum, eine verkehrssichere Brücke in die Zukunft zu schlagen.

Bis es so weit ist, fließt noch einiges an Wasser die Wertach hinunter, müssen große Erdmassen bewegt, rund 1500 Kubikmeter Beton sowie 175 Tonnen Stahl verbaut werden. Den Zuschlag für das Projekt erhielt die Bietergemeinschaft Hermann Assner, Waal und Lorenz Leitenmeier, Ziemetshausen.

Bis zur Fertigstellung der neuen Brücke müssen Verkehrsteilnehmer größere Umwege in Kauf nehmen. Landrat Weirather und Bürgermeister Bihler baten um Verständnis. Beide Kommunalpolitiker nannten die Maßnahme einen "wichtigen Meilenstein in die Zukunft", an dem Kreis und Markt finanziell schwer zu tragen hätten.

Brücken in Zukunft sollen auch diverse andere Hoch- und Tiefbauprojekte im Jahr 2009 schlagen. Der Landkreis nimmt dafür 15 Millionen Euro in die Hand. "Noch nie wurde im Unterallgäu in einem Jahr so viel Geld investiert", betonte Landrat Weirather.

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