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Bad Wörishofen

05.05.2019

Wann wächst der Gewerbepark?

Der Interkommunale Gewerbepark entsteht an der A 96 bei Bad Wörishofen.
Bild: Alf Geiger

Wie sich das gemeinsame Projekt mehrerer Gemeinden entwickeln soll.

Ist von Einnahmen für die Stadt die Rede, ist meist auch immer vom Interkommunalen Gewerbepark A 96 Bad Wörishofen/ Allgäu die Rede. Die Hoffnungen sind groß und Kritiker werfen Bad Wörishofens Bürgermeister Paul Gruschka (FW) vor, dort gehe es zu langsam voran. Gruschka ist auch Vorsitzender des Zweckverbands. Im Rahmen der Haushaltsberatungen berichtete Gruschka, derzeit seien etwa 90 Prozent der Grundstücke des Bauabschnittes eins verkauft. Dieser Bauabschnitt umfasst etwa 100000 Quadratmeter Grundfläche. „Der Zweckverband hat in einer Grundsatzentscheidung entschieden, zunächst den Bauabschnitt I in Ruhe nachhaltig zu entwickeln“, berichtete Gruschka. Raunen im Saal zeigte, dass damit wohl nicht alle Ratsmitglieder zufrieden sind. „Grenzen bei der weiteren Entwicklung setzt die Verfügbarkeit von Grundstücken“, sagte Gruschka.

Kritiker wiederum geben Gruschka selbst die Schuld daran. Finanzreferentin Michaela Bahle-Schmid ( CSU) sagte zum Auftakt der Haushaltsberatungen grundsätzlich, unter anderem seien die gute Lage an der A 96 und der niedrige Gewerbesteuersatz nicht ausreichend und zu wenig dynamisch genutzt worden, um Bad Wörishofens Einnahmen zu mehren. FW-Fraktionssprecher Wolfgang Hützler befasste sich dezidiert mit dem Gewerbepark. „Weshalb sind noch keine Bauwerke zu sehen und sprudeln noch keine Gewerbesteuern?“, fragte er und gab darauf gleich selbst eine Antwort. „Wie bei großen Baumaßnahmen üblich, wurden Zeitfenster für den frühesten Baubeginn und den spätesten Fertigstellungstermin festgelegt“, sagte Hützler. „Die voraussichtlichen Fertigstellungstermine bewegen sich zwischen den Jahren 2021 und 2024“, berichtete Hützler.

„Dass zum jetzigen Zeitpunkt bereits die Zahlung von Gewerbesteuern eingefordert wird ist absurd“, sagte er. Unternehmer könnten bei Baumaßnahmen hohe Abschreibungen geltend machen. Gewerbesteuer fließe deshalb in der Regel erst später.

Was bisher im Gewerbepark Bad Wörishofen geschah

Zu sehen gibt es im Gewerbepark derzeit noch wenig. Nach Angaben des Rathauses wurden am 11. Mai 2016 etwa 6000 Quadratmeter an die „ec-gruppe GmbH“ sowie die „evaro Veranstaltungstechnik“ verkauft, diese Fläche sei bereits bebaut. „Eine angrenzende Fläche von rund 4000 Quadratmetern wurde für die Erweiterungswünsche dieser Firmen reserviert“, heißt es weiter. Ein großes Unternehmen aus München habe im Mai 2016 zudem eine Fläche von rund 34 000 Quadratmetern an der Autobahn erworben. Um wen es sich dabei handelt, sagte die Rathaus-Pressestelle damals auf Nachfrage unserer Zeitung nicht. „Der Baubeginn muss im kommenden Jahr erfolgen“, hieß es dazu aber im Oktober 2018.

Ein Unternehmen aus dem Bereich Oberflächenbeschichtung hat, wie berichtet, im August 2018 eine Fläche von rund 5000 Quadratmetern gekauft. Auch hier wurde kein Name genannt. Verkauft wurden nach Angaben der Stadt ebenfalls im August weitere etwa 6000 Quadratmeter an ein IT-Unternehmen. In der Verbandssitzung am 10. Oktober wurde zudem ein weiteres Grundstück mit etwa 29 000 Quadratmetern an der Autobahn und ein Grundstück von etwa 5000 Quadratmetern vergeben

Der Interkommunale Gewerbepark soll einmal 40 Hektar umfassen. An ihm sind neben Bad Wörishofen die Gemeinden Amberg, Rammingen, Eppishausen und Ettringen beteiligt. Am Montag, 6. Mai, geht es um 18 Uhr im Rathaus um den Haushalt des Verbandes.

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