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Kammlach

22.02.2021

War der Unfall auf der A 96 ein Autorennen unter Brüdern?

Am Freitag der vorvergangenen Woche ist es auf der A96 bei Kammlach zu einem Unfall gekommen. Die beiden Beteiligten: zwei Brüder.
Bild: Thorsten Bringezu

Plus Nach dem Unfall zweier Brüder auf der A96 bei Kammlach wurde unter anderem ermittelt, ob die Ursache ein illegales Autorennen gewesen sein könnte. Das sagt die Polizei dazu.

Ein ungewöhnlicher Unfall ist jüngst auf der A96 bei Kammlach passiert: Zwei Männer waren in Richtung München unterwegs. Als sie den Kohlbergtunnel passiert hatten, beschleunigte der eine Fahrer auf der Überholspur und kam mit seinem Wagen ins Schleudern, heißt es im Polizeibericht. Er kollidierte mit dem anderen Auto, beide kamen von der Fahrbahn ab. Das Besondere daran: Die beiden Fahrer waren Brüder. Rasch kamen Vermutungen auf, es habe sich um ein Autorennen gehandelt. Auch die Polizei hat das nicht ausgeschlossen und ermittelt - und ist zu folgendem Ergebnis gekommen.

Polizisten sahen sich das Überwachungsvideo aus dem Kohlbergtunnel an

Die Beamten hatten im Nachgang des Unfalls Überwachungsvideos aus dem Kohlbergtunnel gesichtet. In ihren Augen gibt es aber keinen Hinweis darauf, dass sich die beiden Brüder vor dem Unfall ein Autorennen geliefert haben. Die Zeugenvernehmungen zu dem Unfall seien abgeschlossen. Ein Strafverfahren wegen eines illegalen Autorennens sei nicht in Sicht.

Da ein weiteres, vermeintlich hochmotorisiertes Fahrzeug an der Unfallstelle eingetroffen war, sei bei manchen Beobachtern der Eindruck entstanden, es könne sich um ein Autorennen gehandelt haben, sagte ein Polizeisprecher. Der Wagen habe die Brüder jedoch lediglich abgeholt.

So häufig kommt es in unserer Region zu illegalen Autorennen

35 Mal sei es im vergangenen Jahr im gesamten Präsidiumsbereich Schwaben Süd/West zu illegalen Rennen gekommen, teilte die Polizei jüngst bei der Vorstellung ihrer Verkehrsstatistik mit. Allerdings zählten auch die sogenannten Polizeifluchten in diese Kategorie - sie machen allein 19 von 35 Fällen aus.

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