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Bad Wörishofen

27.07.2020

Warum das Feuer auf Glass-Baustelle schnell unter Kontrolle war

Mehr als 80 Retter der Feuerwehren aus Bad Wörishofen, Türkheim und Wiedergeltingen hatten den Brand in einem Kellerraum auf der Großbaustelle der Firma Glass in der Hahnenfeldstraße gestern Vormittag schnell unter Kontrolle.

Plus Die Feuerwehren aus Bad Wörishofen, Türkheim und Wiedergeltingen verhindern, dass ein Brand auf der Großbaustelle in der Hahnenfeldstraße noch mehr Schaden anrichtet. Zwei Arbeiter wurden verletzt.

Dichter, beißender Qualm waberte gestern Vormittag gegen 9.30 Uhr über das Gelände der Großbaustelle der Firma Glass in der Hahnenfeldstraße. Im Keller des rückwärtigen Hauses war in einem Heizungsraum ein Feuer ausgebrochen und hielt mehr als 80 Retter der Feuerwehren aus Bad Wörishofen, Türkheim und Wiedergeltingen bis in die Mittagsstunden in Atem. Wie ein Polizeisprecher mitteilte, war bei Schweißarbeiten offenbar Dämmmaterial in Brand geraten.

Die Spezialfahnder der Memminger Kripo suchen nach der Ursache für den Brand auf der Glass-Baustelle

Ein Monteur hatte die Schweißarbeiten kurz vorher unterbrochen und den Raum verlassen. Bei seiner Rückkehr bemerkte er eine Rauchentwicklung und versuchte vergeblich, das Feuer zu löschen. Ein Kollege half ihm bei den Löschversuchen bis zum Eintreffen der Feuerwehr.

Zwei Monteure erlitten Rauchvergiftungen als sie vergeblich versuchten, das Feuer selbst zu löschen. Die Feuerwehren verhinderten Schlimmeres.
Dichter, beißender Qualm waberte über die Baustelle.
Der dicke, beißende Qualm, drang auch durch die Tiefgarage.

Der Monteur wurde durch eine Rauchvergiftung schwer verletzt, sein Kollege erlitt eine leichtere Rauchvergiftung. Beide mussten in eine Klinik eingeliefert werden

Der Einsatz gestaltete sich für die am Einsatz beteiligten Retter schwierig, weil der gesamte Kellerbereich verqualmt war. Mit schwerem Atemschutz kämpften sich die Feuerwehrmänner bis zum Brandherd vor und hatten das Feuer dann auch schnell unter Kontrolle. Da sich in den Räumen noch die Gasflaschen des Schweißgeräts befand, war besondere Vorsicht geboten. Damit die Gasflaschen nicht explodieren, wurden sie noch vor Ort in einem Wasserbad abgekühlt. Die Zusammenarbeit der beteiligten Feuerwehren klappte hervorragend, sodass Schlimmeres verhindert werden konnte.

Dem Bauleiter der Glass-Baustelle "Eichwaldterrassen" steckte der Schreck noch tief in den Knochen

Warum das Isoliermaterial in Brand geraten konnte, ist noch unklar. Die Spezialfahnder der Kripo Memmingen haben die Ermittlungen übernommen. Die Ermittlungen werden durch die Verwendung von Löschschaum erschwert.

Der Sachschaden wird auf mindestens 100.000 Euro geschätzt. Projektleiter Armin Moser von der Baufirma Glass saß der Schreck noch tief in den Knochen, als er sich bei der MZ meldete. Auf ihn und seine Kollegen wartet in den nächsten Tagen viel Arbeit. Zwar wurde die Baustelle bis auf den Kellerraum von der Polizei schon gestern wieder freigegeben, an eine baldige Wiederaufnahme der Arbeiten ist vorerst aber nicht zu denken, befürchtet Moser. Die Mitarbeiter einiger Fremdfirmen könnten aber in den anderen drei Gebäuden weitermachen.

Das Bauunternehmen Glass errichtet an der Hahnenfeldstraße 13 44 Wohnungen in vier Häusern, die mit der Bezeichnung „Eichwaldterrassen“ von der Baufirma Glass vermarktet werden. Auf dem 5319 Quadratmeter großen Grundstück werden 24 Mal 15,5 Meter große Häuser gebaut, mit jeweils drei Geschoßen und mit Terrassen auf allen Ebenen.

Nach ersten Einschätzungen der Rettungskräfte waren Schweißarbeiten der Auslöser. Die Rettungskräfte sind aktuell vor Ort.

Video: Brand in Bad Wörishofen
Video: Alf Geiger

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