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Eppishausen

23.01.2020

Was Susanne Nieberle als Bürgermeisterin vorhat

Susanne Nieberle kennt die Vorgänge in Eppishausen bereits bestens – die 41-Jährige arbeitet in der Gemeinde. Sollte sie Bürgermeisterin werden, muss die bisherige Protokollführerin im Sitzungssaal nur einen Stuhl weiterrutschen.
Bild: Stoll

Plus Susanne Nieberle will in Eppishausen die Nachfolgerin von Bürgermeister Josef Kerler werden. Wer aber ist diese 41-Jährige, die bisher bei der Gemeinde arbeitet?

Den Sitzungssaal der Gemeinde Eppishausen kennt Susanne Nieberle schon seit Jahren. Rechts neben Bürgermeister Josef Kerler nimmt sie regelmäßig Platz und führt Protokoll, sobald der Gemeinderat tagt. Im Mai könnte die 41-Jährige dann einen Stuhl weiterrücken.

Die gelernte Bürokauffrau will Bürgermeisterin in Eppishausen werden und kandidiert auf der CSU-Liste auch für den Kreistag. Bis dato ist sie die einzige Kandidatin für das Bürgermeisteramt. Bei den bisherigen Aufstellungsversammlungen in Eppishausen und Mörgen ist sie fast einstimmig gewählt worden. (Lesen Sie dazu auch: Susanne Nieberle kandidiert als Bürgermeisterin)

Kerler selbst hat sie auf die Idee gebracht. Er fände es gut, wenn sie seine Nachfolgerin werden würde, hatte er ihr eines Tages eröffnet, als klar war, dass er selbst Ende April 2020 aus dem Ehrenamt ausscheiden wird. Kerler schätzt die Arbeit seiner Mitarbeiterin, die seit fünf Jahren bei der Gemeinde beschäftigt ist.

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Schon jetzt ist Susanne Nieberle für viele Anliegen der Bürger aus Eppishausen zuständig

Nieberle überlegte nicht lange. Ihr macht der Kontakt mit den Menschen viel Spaß. Sie ist schon jetzt für alle möglichen Anliegen der Bürger aus Eppishausen, Haselbach, Könghausen, Mörgen und ein paar Weilern erste Ansprechpartnerin. Da geht es mal um die Hundesteuer, eine abgemeldete Mülltonne oder ein Anliegen zum Friedhof. Dienstags und donnerstags ist sie vormittags in Eppishausen anzutreffen. Die übrige Zeit arbeitet sie in Kirchheim bei der Verwaltungsgemeinschaft, zu der Eppishausen gehört. Dort ist sie unter anderem für Veranstaltungen zuständig.

Eine große Chance für Eppishausen sieht Nieberle im Dorfentwicklungskonzept. Das Amt für ländliche Entwicklung steuert dazu Fördergelder bei. Weitere Themen werden sein: Erweiterung des Kindergartens um eine Gruppe, weiterer Ausbau von "Gas und Glas" bis Ende 2012 und eine Verbesserung für den Musikverein. Er probt bisher in der alten Schule, was die Kandidatin nicht für optimal hält.

Susanne Nieberle stammt aus Markt Wald, lebt aber schon seit 21 Jahren im Gemeindegebiet von Eppishausen: zuerst in Weiler, jetzt in Mörgen. Ihre zwei Söhne, 20 und 18 Jahre alt, sind erwachsen und „so gut wie aus dem Haus“.

Susanne Nieberle haben es Bücher und der Norden angetan

Nieberle ist eine richtige Leseratte. Da hatte es sich prima gefunden, dass sie mal eine Zeit lang bei Bücher Thurn in Krumbach gearbeitet hat, direkt an der Quelle quasi. Das war in der Zeit, als sie noch in Weiler gewohnt hat.

Einen Fernseher hat sie schon seit Jahren nicht mehr. Zur Zeit liest sie den Krimi „Das Geschenk“ von Sebastian Fitzek. Krimis mag sie gerne, besonders aus Skandinavien, aber auch Sach- und Reisebücher. Der Norden hat es ihr ohnehin angetan: Wandern in Norwegen oder Irland in unberührter Natur, da kann sie Kraft tanken. Aber auch in und um Eppishausen kann man Susanne Nieberle immer wieder am Wochenende beim Laufen antreffen. Start ist an der eigenen Haustüre in Mörgen, weil die Gegend so schön ist, dass Nieberle gar nicht erst auf die Idee kommt, ins Auto zu steigen. Derzeit kommt der Sport aber etwas kurz, weil sie zusammen mit ihrem Lebensgefährten ein Haus mit Alpenblick in Mörgen baut.

Erlernt hat sie ihren Beruf der Bürokauffrau bei der Firma Kleiner in Mindelheim. Bei Kalchschmid Betonbau in Balzhausen hat sie später im Büro gearbeitet und bei der Vereinsbank in Augsburg als Kreditsachbearbeiterin. Die Fahrerei nach Augsburg war ihr irgendwann zu viel und sie suchte sich wieder Arbeit in der näheren Umgebung – bei der Gemeindeverwaltung.

In Eppishausen fühlt Susanne Nieberle sich längst zuhause, wo sie sich auch schon seit Jahren engagiert. In Haselbach gründete sie eine Sportgruppe, wobei sich bisher nur Frauen haben dafür begeistern lassen.

Welche Kandidaten noch für die CSU in den Kreistag wollen, sehen Sie hier:

Diese CSU-Bewerber wollen in den Kreistag

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