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Unterallgäu

11.10.2019

Was die neue Grüne Jugend im Unterallgäu vorhat

Die „jungen Grünen“ mit ihrem prominenten Gast (von links): Katharina Schulze, Benjamin Viehweger, Johanna Hölzle, Amelie Deniffel, Jessica Inhofer und Tudor Vacario.
Bild: Kramer

In Mindelheim hat sich ein Ortsverband der Grünen Jugend gegründet. Welcher Promi dabei war – und was die Jungen im Unterallgäu planen.

Es ist Dienstagnachmittag, 17.10 Uhr, und das Unterallgäu ist ein kleines bisschen grüner. Elf junge Menschen von 15 bis 25 Jahren haben soeben eine neue Satzung verabschiedet. Oder besser: ihre neue Satzung. Die der neu gegründeten Grünen Jugend Unterallgäu.

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Die Nachwuchs-Organisation setzt, wie alle weiteren Ebenen der Partei, auf eine Doppelspitze. Amelie Deniffel aus Bad Grönenbach und Jessica Inhofer bilden als Sprecherinnen das neue Führungsduo. „Irgendwann kommt der Punkt, an dem du überlegst, wie du wirklich etwas verändern oder erreichen kannst“, sagt Inhofer, 25 Jahre alt. Sie war maßgeblich an der Organisation der Klima-Demonstration in Mindelheim vor wenigen Wochen beteiligt. „Ich wollte mich schon lange in die Richtung engagieren, jetzt hat alles gepasst.“ Sie setze sich seit Langem für die Themen Tier- und Umweltschutz ein.

Katharina Schulze ist zu Gast bei der Grünen Jugend Unterallgäu

Vor gut einem halben Jahr wurden zuvor vage Überlegungen, im Unterallgäu eine Grüne Jugend zu gründen, konkreter. „Wir haben gemerkt, dass es so viele junge Menschen gibt, die Lust haben, etwas zu tun. Die Jungen sind im Aufschwung“, sagt die 20-jährige Amelie Deniffel. Sie habe schon länger Kontakt mit Daniel Pflügl, Bezirks- und Kreissprecher der Grünen, gehabt.„Also haben wir überlegt, wen wir ins Boot holen und die entsprechenden Leute dann angesprochen. Und hier sind wir.“ Hier, das ist im Mindelheimer Forum, wo die Versammlung stattfand.

Was die neue Grüne Jugend im Unterallgäu vorhat

Nicht nur die elf Gründungsmitglieder waren gekommen, sondern auch Vertreter aus anderen Ortsverbänden, ein paar Interessierte – und sogar Polit-Prominenz: Katharina Schulze, Fraktionschefin der Grünen im bayerischen Landtag, die von den meisten nur „Katha“ genannt wird. Sie ist angetan: „Ich liebe Gründungsveranstaltungen – da spürt man Vibrations, so viel Leidenschaft und Engagement“, sagt Schulze, die einst selbst bei der Grünen Jugend in Herrsching und München aktiv war. Die jungen Grünen im Unterallgäu haben bei ihr einen guten Eindruck hinterlassen: „Das ist eine Truppe, die in sich ruht und mit viel Klarheit und Professionalität an Sachen herangeht.“

Die Grüne Jugend plant zeitnah Aufräumaktionen im Unterallgäu

Amelie Deniffel und Jessica Inhofer haben sich als Sprecherinnen viel vorgenommen. „Ich möchte die Leute auf bestimmte Themen aufmerksam machen. Bei uns passiert ja ganz viel, da muss man sich nur die Tierskandale anschauen“, sagt Deniffel. „Das sollen junge Leute mitbekommen.“

Jessica Inhofer betont, es gehe nicht darum, den Leuten Vorschriften zu machen. „Ich habe nicht vor, jemandem auf den Schlips zu treten. Wir wollen positiv auftreten und die Leute abholen.“ Zeitnah seien zum Beispiel Aufräumaktionen denkbar. „Ich glaube, wir haben schon einige Ideen.“

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