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Gemeinderat

22.07.2017

Was passiert mit dem Akazienplatz?

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In Haselbach gibt es Streit um den Akazienplatz: Bislang hatte sich der Musikverein um das Gelände gekümmert und dort auch Feste veranstaltet. Nach einem von der Gemeinde abgelehnten Bauantrag über Rasengittersteine und zwei zusätzliche Hütten, hat der Verein seine ehrenamtlichen Arbeiten eingestellt.
Bild: Kleiber

Debatte um einen Bauantrag und ihre Folgen. Doch es gab auch erfreulichere Themen in Eppishausen.

Gleich zweimal binnen kurzer Zeit hat der Gemeinderat Eppishausen getagt. Auf den Tagesordnungen standen allerhand Punkte – darunter auch ein Streitthema im Ortsteil Haselbach: Es geht um den Akazienplatz.

Der Musikverein Haselbach hatte einen Bauantrag gestellt. Um auf dem Platz, der schon jahrelang als Festplatz genutzt und bislang vom Musikverein gepflegt wurde, in Zukunft besser feiern zu können, wollte der Verein das Areal von rund 500 Quadratmetern auf eigene Kosten mit Rasengittersteinen befestigen und zusätzlich zwei Hütten aufstellen.

Der Gemeinderat lehnte den Bauantrag ab, mit dem Argument, dass der Platz nicht mehr anderweitig genutzt werden könnte, wenn Steine dort verlegt werden. Beispielsweise werde der Akazienplatz von Kindern und Jugendlichen zum Bolzen benutzt, so die Begründung von Bürgermeister Josef Kerler.

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Die Mitglieder des Musikvereins verstehen nicht, dass ihr Antrag abgelehnt wurde – und haben kurzerhand die Pflege des Platzes, die der Verein schon seit Jahren ehrenamtlich betreibt, eingestellt.

Vorsitzender Andy Miller fragt sich, warum die Verschönerung und Aufwertung des Areals nicht gewollt ist, vor allem da auf die Gemeinde keinerlei Kosten zugekommen wären. Stattdessen würden von jetzt an die Gemeindearbeiter das Mähen übernehmen.

Und zum Spielen und Bolzen gäbe es in Haselbach zahlreiche andere Plätze im Ort, findet Andy Miller – zumal die Rasengittersteine auch bespielbar wären.

Wenig erfreulich wird sich für die Bürger der Kommentar der Kommunalaufsicht zum Haushalt des laufenden Jahres auswirken. Dieser bezog sich auf die Beitragssatzung zum Straßenausbau, die es in der Gemeinde noch nicht gibt. „Das ist ein Punkt, der jetzt geplant wird“, gibt Bürgermeister Kerler Auskunft. Wie und in welcher Höhe Anwohner einer Straße bei Sanierungsarbeiten künftig zur Kasse gebeten werden, werde zu einem späteren Zeitpunkt im Gemeinderat verhandelt werden.

Ebenfalls nachgearbeitet werden musste beim Bebauungsplan für Mörgen Nord-Ost, hier fehlte eine Regelung für Luftwärmepumpen, die einen Imissionsschutz einhalten müssen oder einen bestimmten Abstand zum Nachbargrundstück, je nach Lautstärke der Pumpe.

Weitere Themen waren:

Internet Wie Bürgermeister Josef Kerler erzählt, hat die Gemeinde ihren ursprünglichen Fördervertrag beim Bund storniert und stattdessen einen Antrag für das bayerische Förderprogramm gestellt, da der Zuschuss höher ist (circa 80 Prozent). „Das Förderprogramm des Freistaats ist für ländliche Gebiete, wie wir es sind, eben interessanter“, meint der Bürgermeister.

Radweg Für den Radweg zwischen Mörgen und Spöck soll zuerst ein grober Kostenrahmen erstellt werden. Erst im Anschluss geht es darum, wo Zuschüsse für den circa zwei Kilometer langen Weg beschafft werden können.

Kindergarten Für die Renovierung des Sanitärraums im Kindergarten Eppishausen wird ein Plan in Auftrag gegeben, um die ungefähren Kosten zu ermitteln. Kerler betont, dass hier keine Schäden vorliegen, dennoch wollen die Eltern eine Aufwertung des Raums erreichen.

Feldgeschworener Einen erfreulichen Tagesordnungspunkt gab es bei der Vereidigung des neuen Feldgeschworenen Ernst Miller. Bürgermeister Kerler ist froh, dass dieser das Amt für den Ortsteil Mörgen in Zukunft übernehmen wird.

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