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Mindelheim

22.11.2018

Wasserverbrauch wird in Mindelheim digital erfasst

Die Stadt Mindelheim führt bei der Zählerablesung der Wasseruhren ein neues System ein.

In Mindelheim werden der Wasserverbrauch nicht mehr handschriftlich auf Karteikärten geschrieben.

Mindelheim anno 2018: In der Stadt, in der mit den Grob-Werken eine Hightech-Firma von Weltrang im Maschinenbau ihren Sitz hat, wiederholt sich Jahr für Jahr gegen Jahresende dasselbe Ritual: Acht Mitarbeiter strömen im Auftrag der Stadtverwaltung in die Haushalte, um die Zählerstände beim Wasserverbrauch zu erfassen. Die Ziffern werden abgelesen und per Hand in Listen eingetragen. Die werden dann in 35 Büchern gesammelt, die gebunden werden.

Dass diese Methode nicht mehr zeitgemäß ist, ist in der Verwaltung und im Stadtrat allen klar. Nun geht die Stadt einen großen Schritt in Richtung Digitalisierung und will das Zeitalter von Karteikästen und manueller Erfassung von Daten beenden.

Wasserzähler: Ein neues System für Mindelheim

Weil alle sieben Jahre aufgrund des Eichgesetzes die Wasseruhren ausgetauscht werden müssen, nutzt die Stadt nun die Gelegenheit, die Zählerablesung durch ein neues System zu erleichtern.

Im österreichischen Klagenfurt ist die Stadtverwaltung auf die Firma Symvaro aufmerksam geworden. Sie bietet ein Programm an, das den Zählerwechsel wesentlich vereinfache und gleichzeitig auch für die jährliche Ablesung des Zählers verwendet werden kann. Die Daten werden per Tablet erfasst. Übertragungsfehler gibt es somit nicht mehr, betonte der Leiter des Wasserwerks, Joachim Theys vor dem Werkausschuss. Zur Beweissicherung wird ein digitales Foto angefertigt. Der Grundstückseigentümer kann auf Wunsch ein Protokoll des vorgenommenen Zählerwechsels erhalten.

Im Unterschied zu Konkurrenzfirmen sind die Österreicher in der Lage, eine Schnittstelle für unterschiedliche Programme anzubieten. Die Stadt kann also auf ihre bestehende EDV bauen. Der Vertrag mit Symvaro wird auf zehn Jahre abgeschlossen. Kosten: knapp 67 900 Euro.

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