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Unterallgäu

18.07.2020

Wechsel an der Spitze von ProNah Unterallgäu

Beim Verein ProNah haben sich der bisherige Vorsitzende Hermann Kerler (links) und sein Stellvertreter Paul Nagler (rechts) nicht mehr zur Wahl gestellt. Neue Vorsitzende ist Bernadette Brem (Zweite von links). Ihr zur Seite steht Christine Vogginger (Zweite von rechts).
Bild: Walter Müller

Plus Hermann Kerler gibt Vorsitz nach 16 Jahren ab. Eine Nachfolgerin steht schon fest.

Seit 2004 gibt es den Unterallgäuer Verein ProNah, der sich dem Erhalt einer funktionierenden regionalen Grundversorgung verschrieben hat. Und das sehr erfolgreich, wenn man auf die öffentliche Aufmerksamkeit blickt, die dem Verein und seinem bisherigen Vorsitzenden, Hermann Kerler aus Eppishausen, zuteil wird. Zeit, so sagte Kerler bereits im vergangenen Jahr, sich aus der Vorstandsarbeit zurückzuziehen und der nächsten Generation Platz zu machen. So wurden Kerler und sein ebenfalls langjähriger Stellvertreter Paul Nagler nun auf der aufgrund der Corona-Krise nachgeholten Jahresversammlung in Erkheim mit Lobeshymnen von ihren Vorstandskollegen verabschiedet.

Diplom-Kauffrau Bernadette Brem aus Mindelheim einstimmig gewählt

Zur neuen Vorsitzenden von ProNah wurde die Mindelheimer Diplom-Kauffrau Bernadette Brem einstimmig gewählt. Die bisherige Schatzmeisterin „konnte sich vor einem Jahr gar nicht vorstellen, dass wir einen neuen Vorstand brauchen“, sagte sie. „Aber dieser Verein liegt uns allen sehr am Herzen. Da engagiert man sich aus Überzeugung.“ Ihr zur Seite steht künftig als Stellvertreterin die Politologin Christine Vogginger, die ebenfalls einstimmig gewählt wurde. Der neue Vorstand wird ergänzt von Franz Xaver Rolla als wiedergewählter Schriftführer, Schatzmeister Willi Daurer (bisher Kassenprüfer) und den Kassenprüfern Jan Ortland und Claudia Baumstark.

Im Rückblick auf die vergangenen 16 Jahre ging Kerler auf „einige berichtenswerte Ereignisse“ ein. 2003, anlässlich der Gesundheitswoche im Landkreis Unterallgäu, entstand die Idee für die Vereinsgründung. ProNah folgte damit auf die Regionale Landentwicklung Unterallgäu mit der Zielsetzung, „das Bewusstsein zu schaffen für den Zusammenhang zwischen Nähe, Versorgung und Lebensqualität“. Die Auswirkungen auf das persönliche Umfeld des Einzelnen ebenso wie auf Wirtschaft, Landwirtschaft und Kultur seien in erfolgreicher Netzwerk-Arbeit an Bevölkerung, Betriebe und Kulturschaffende herangetragen worden.

Erfolgreiches Engagement von ProNah im Unterallgäu

Wie erfolgreich diese Arbeit war, zeigen die Berichte vom Allgäuer Wirtschaftsforum, Plakat-Aktionen mit den Identifikationsfiguren, den beiden Kühen Proni und Nahni, sowie das Franziskus-Musical 2007 in Hawangen, das Paul Nagler inszeniert hatte. Thematische Veranstaltungen wie das Wirtshaussterben oder „Bürger-Energie“-Netzwerke: Die Palette der Vereinsaktivitäten ist bis heute groß. Dafür erhielt ProNah unter anderem 2018 den Bayerischen Innovationspreis Ehrenamt aus der Hand von Sozialministerin Emilia Müller. Am 10. Januar 2019 war Hermann Kerler Gast beim Neujahrsempfang des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier auf Schloss Bellevue. Die Begründung des Bundespräsidialamtes: „Mit dem Projekt ‘Selbst ist die Region – Ehrenamt macht sich für die Heimat stark‘ setzt sich ProNah für nachhaltiges und regionales Wirtschaften ein.“ (wam)

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