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Glauben

29.03.2018

Wege zu Jesus mit Hashtag und Rap-Rhythmus

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2 Bilder
Als Anleihe an moderne Kommunikationswege wurde diesmal der Titel „#beimir“ gewählt.

Der Jugendkreuzweg „#beimir“ bietet Berührungspunkte zwischen konkreten Lebensfragen und den Stationen des Leidens Christi. Dies kann Konfessionen und Gesinnungen überbrücken – nicht nur bei Jugendlichen

„Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“ So heißt es im Matthäus-Evangelium im Kapitel 18, Vers 20. Das traf beim ökumenischen „Jugendkreuzweg“ im katholischen Pfarrheim in Türkheim voll zu. Für diesen Abend hatte Diakon Gerhard Rummel von der Pfarrgemeinde Türkheim eingeladen. Es kamen jedoch nicht nur Jugendliche, auch einige Erwachsene verfolgten aufmerksam mit Texten, Liedern und beispielhaften Bildern den Jugendkreuzweg für die Fastenzeit 2018.

Die Bilder zeigten einzelne Stationen, mitten in den Alltag junger Menschen integriert: „Der Kreuzweg „#beimir“ legt Zeugnis ab, dass Gott in Jesus dort ist, wo Menschen unterwegs sind, wo sie jetzt suchen, zweifeln und leiden.“ Das fordere persönlich heraus, Ihn ins eigene Leben zu lassen, sich für Ihn zu entscheiden und vor allem, danach zu handeln.

Der Jugendkreuzweg bietet viele Berührungspunkte zwischen den konkreten Lebensfragen der Jugendlichen und den vorbereitenden Stationen. Aber warum steht das Hashtag vor dem „bei mir“? In der modernen Kommunikationswelt findet man es auf Twitter, Snapchat, Instagram, Facebook und in anderen Netzwerken. Sie sind die Schlagworte, die alle Botschaften, alle Posts ganz unterschiedlicher User sammeln.

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Sie sind die Suchworte, mit denen man finden kann, worum es Menschen persönlich gerade geht. Dieses Hashtag, dieses Doppelkreuz, steht auch für ein Kreuz, das für den Weg Jesu damals steht: „Jesu Kreuz führt durch mein Leben. Und es verändert etwas.“

Die Texte lasen die Jugendlichen abwechselnd laut vor, bis sie gemeinsam Lieder sangen wie dieses: „…es bleibt der Zweifel, es bleibt die Hoffnung. - Wir sind auf dem Weg zu Dir!“ In einem Film wurde deutlich gemacht, dass alle Menschen, auch die mit Behinderung, zu unserem Leben dazu gehören. In jugendlicher Sprache und dem passenden Rap-Rhythmus hieß es: „Sie sind genauso wie du!“ Das führte zur Erkenntnis: „Alles ist für Alle!“

Am Ende des Beitrags nahmen die Teilnehmer jeweils eine brennende Kerze in die Hand, bildeten einen großen Kreis um das aufgestellte Kreuz und beteten gemeinsam das „Vater unser“. Gerhard Rummel erläuterte: „Im Jahr 1958 begann der Jugendkreuzweg als „Gebetsbrücke“ zwischen jungen katholischen Christinnen und Christen in der Bundesrepublik Deutschland und der ehemaligen DDR, seit 1972 wird er ökumenisch gebetet.

Heute überbrücken die gemeinsamen Worte Konfessionen, Gesinnungen, Generationen. Mit jährlich knapp 60 000 Teilnehmenden gehört er heute zu den größten ökumenischen Jugendaktionen, auch in den Niederlanden, Österreich und den deutschsprachigen Teilen von Luxemburg, Belgien und der Schweiz.“

Rummel sagte, die Träger des Ökumenischen Kreuzwegs der Jugend seien die Arbeitsstelle der Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz, der Bund der Deutschen Katholischen Jugend und die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland. In Türkheim findet der Ökumenische Kreuzweg der Jugend seit 2002 statt, manchmal auch an verschiedenen Stationen wie im Schlosspark, der evangelischen Kirche usw. Wetterbedingt wurde er in diesem Jahr ins Pfarrheim verlegt. Alles ganz im Sinne der Aussage vom Matthäus-Evangelium.

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