1. Startseite
  2. Lokales (Mindelheim)
  3. Wegen 70,11 Euro verurteilte "Oma Ingrid" hofft auf Gnade

Bad Wörishofen

11.08.2017

Wegen 70,11 Euro verurteilte "Oma Ingrid" hofft auf Gnade

Ungläubig blättert Ingrid Millgramm (83) in den Schreiben der Staatsanwaltschaft Memmingen: Darin wird ihr mitgeteilt, dass ihr eine neunmonatige Gefängnisstrafe droht.
Bild: Alf Geiger

Weil Ingrid Millgramm (83) Waren im Wert von 70,11 Euro gestohlen hat, drohen ihr neun Monate Gefängnis. Nun hat die Pflichtverteidigerin ein Gnadengesuch eingereicht.

Lässt der bayerische Justizminister Winfried Bausback im Fall der wegen Ladendiebstahls verurteilten Rentnerin Ingrid Millgramm (83) aus Bad Wörishofen Gnade vor Recht ergehen? Diese Frage stellt sich nun, denn die Pflichtverteidigerin von "Oma Ingrid", Anja Mack aus Memmingen, hat jetzt ein Gnadengesuch ins Justizministerium geschickt.

Seit die Mindelheimer Zeitung, eine Heimatausgabe der Augsburger Allgemeinen, vor wenigen Tagen über den Fall von "Oma Ingrid, die vor Hunger klaute" berichtete, liefen in der Redaktion die Telefone heiß: Zahlreiche Leser meldeten sich und boten der 83-Jährigen Hilfe an. Einige wollten der Frau, die nach Abzug aller Fixkosten mit rund 100 Euro im Monat auskommen muss, eine finanzielle Unterstützung zukommen lassen. Andere boten an, die ihr auferlegte Strafe aus eigener Tasche zu bezahlen. Es gab aber auch zahlreiche kritische Stimmen, die auf bestehende Hilfsangebote wie die Tafel hinweisen und natürlich darauf, dass Diebstahl nun einmal bestraft werde.

Jene, die helfen wollten, waren einer Meinung: "Das kann ja wohl nicht wahr sein, dass diese Frau wegen so einer Bagatelle ins Gefängnis muss", sagte eine alleinerziehende Frau aus dem Landkreis. Auch in der Memminger Kanzlei von Rechtsanwältin Anja Mack standen die Telefone nicht mehr still.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Die Pflichtverteidigerin hofft jetzt, dass diese Stimmen auch beim Justizministerium berücksichtigt werden: Sie hat dort ein "Gnadengesuch" für Ingrid Millgramm eingereicht und hofft auf eine baldige Entscheidung des CSU-Justizministers.

"Oma Ingrid" hatte Lebensmittel im Wert von 70 Euro gestohlen

Wie berichtet, droht der 83-jährigen Ingrid Millgramm eine neunmonatige Gefängnisstrafe, weil sie Lebensmittel und Waren im Wert von insgesamt 70,11 Euro mitgehen ließ. Fünf Mal wurde die Rentnerin erwischt, als sie in Supermärkten nahe ihrer Wohnung klaute. "Ich habe aber extra nur die bereits reduzierte Ware gestohlen", sagt sie. Dafür wurde sie zu einer Geldstrafe verurteilt, die sie aber nicht bezahlen konnte. Nach zwei weiteren Bewährungsstrafen geht das Memminger Gericht jetzt davon aus, dass ihre "Sozialprognose schlecht ist und weitere Straftaten zu befürchten sind", bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Weil jetzt ein Gutachter trotz mehrerer chronischer Krankheiten und einer leichten Verwirrtheit die Haftfähigkeit der 83-Jährigen bestätigte, kann letztlich nur noch das "Gnadengesuch" eine Haftstrafe verhindern.

Ingrid Millgramm: "Ich werde bestimmt nie wieder etwas stehlen"

Nachdem sie nach dem Tod ihres Mannes ihr Vermögen verloren und sich wochenlang nur von "Knäckebrot und Leitungswasser" ernährt habe, sah Ingrid Millgramm keinen anderen Ausweg mehr: "Ich habe vor Hunger gestohlen, und dafür schäme ich mich heute zutiefst."

Von ihrer knappen Rente bleiben ihr nach Abzug aller Fixkosten für Miete, Strom und Medikamente höchstens 100 Euro monatlich, mit denen sie klarkommen muss. Dabei habe sie doch 45 Jahre gearbeitet, sagt die gelernte Schneiderin ratlos. Hilfen wie etwa von der Tafel lehnt sie aber ab: Sie schäme sich zu sehr für ihre Altersarmut, sagt sie. Als "Oma Ingrid, die vor Hunger klaute", hat sie bereits eine zweifelhafte Berühmtheit erlangt.

Ingrid Millgramm will gar nichts beschönigen – sie weiß, dass sie Unrecht getan hat: "Ich werde bestimmt nie wieder etwas stehlen." Dementsprechend freut sie sich natürlich auch über die große Unterstützung, die ihr jetzt aus der Bevölkerung zuteilwurde.

Themen Folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

13.08.2017

Ein Tipp an Frau Millgramm: Auf dem Zettel im Video steht „GEZ 17,-„. Frau Millgramm ist mit aufstockender Grundsicherung GEZ-Befreit. Die Befreiung kann seit diesem Jahr 4 Jahre lang rückwirkend geltend gemacht werden – damit bekommt Frau Millgramm auch noch GEZ-Beiträge zurück.

Die Miete ist zu „hoch“, aber die wenigstens Städte haben für die Grundsicherung/ALG2 viel zu niedrige Mietpreise, für die es keine Mietwohnungen mehr gibt. Das ist staatlicher Diebstahl und unmenschlich– und keiner wird hier deswegen eingelocht. Wie viele ALG2/Grundsicherungsbezieher zahlt Frau Millgramm die zu „hohe“ Miete von ihrem verbliebenen Geld, welches dann nicht mehr zum Essen reicht. Warum wurde sie von all den Behörden, Richtern, Staatsanwälten und den Oberlehrern nicht auf die GEZ-Befreiung hingewiesen? Ich bin sicher, die haben ihren Rüssel in alles Mögliche von Frau Millgramms Privatleben reingesteckt.

Permalink
13.08.2017

Die Story stimmt doch hinten und vorne nicht. Angeblich schämt sich die alte Dame für ihre Armut und für ihre Diebstähle, lässt sich aber mit Bild in der Zeitung öffentlich ausstellen. Angeblich ist sie zu stolz für die Tafel, jedoch nicht stolz genug, um nicht zu klauen. Die Prozedur, die jemand droht, der beim Ladendiebstahl erwischt wird, erträgt sie offensichtlich regelmäßig mit Haltung. Auf den ersten Blick also eher ein Fall für die Psychiatrie als für den Knast, außer die gute Frau ist dreister, als es der Artikelschreiber erscheinen lassen will.

Permalink
13.08.2017

Das ist eine völlig berechtigte Frage. Es ist doch beschämend beim Diebstahl erwischt zu werden – und die darauf folgenden Verhandlungen. Warum stiehlt die Frau weiter – trotz der Demütigung? Ist sie eine Kleptomanin, die es nicht nachweisen kann?

Andererseits warum werden die Verhandlungen nicht wegen Geringfügigkeit eingestellt – wie so oft bei anderen und größeren Delikten?

Permalink
13.08.2017

„Weite Teile der Automobilindustrie haben unglaubliches Vertrauen verspielt“

Dies müssten die Unternehmensführungen nun wieder herstellen. „Da muss gehandelt werden.“

So geht Mutti mit Auto-Managern um, die betrogen und einen Milliardenschaden verursacht haben.

Ich würde sagen "Oma Ingrid" hat genügend damit zu tun, den Schaden von 70,11 Euro wieder gut zu machen und das verspielte Vertrauen in sie wieder herzustellen. Und gut ist es. Da muss sie handeln.

Permalink
12.08.2017

Ja tatsächlich, dieser um Gnade und auch um finanzielle Hilfe bettelnde Bericht ist nicht gut recherchiert.

Auch die Filmaufnahmen zeigen eine in den Knast „Urlaub“ ziehende aufgehübschte Frau.

Der Leser verdient in diesem Fall die ganze Wahrheit zu erfahren. Wenn schon die Öffentlichkeit daran teilnehmen soll – die alte Frau möchte das wohl so - dann hat der Leser auch das Recht über das Hintergrundwissen.

Liebe AZ – ihr seid hier jetzt gefragt: „Vermögen verloren“ – das klingt nach sehr viel Geld. Alles ist futsch – warum? Falsch spekuliert? Etwa Spielsucht? Selbst schuldig? Oder der verstorbene Partner?

Was die alte Frau - mit 83 ist man alt, leider – wirklich braucht, da denke ich an eine Betreuung von Amt`s wegen, nicht körperlich, sondern im Umgang mit ihrem eigenen täglichen Leben. Kinder oder sonstige Angehörige hat sie wohl nicht.

Wer fünfmal beim bewussten (so steht es im Artikel geschrieben) Klauen erwischt wird, der ist im Denken nicht ganz gesund, der braucht tatsächlich Hilfe von aussen.

Und noch etwas: Hier wieder durch Kommentare die Flüchtlinge als politischen Vorwurf hochzupeitschen, frischen Hass verbreiten, auch das ist völlig fehl am Platz.

Permalink
12.08.2017

Wenn man über Tatsachen schreibt verbreitet man Hass ?

Permalink
12.08.2017

Zuerst wollte ich etwas deftiger schreiben:
"Ja seids ihr damisch oder blos mehr deppert!"
Aber dann ... erkannte ich in den Kommentaren das dass nicht angebracht wäre.

Ich tendiere daher eher zu

"..schaut erst mal euch an"
"hoffentlich werdet ihr ..."

und...

Eure und euren Kinders Sozialprognose ist unter aller Sau... --> Setzen 6 minus

Permalink
12.08.2017

Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung . . . :-)

Permalink
12.08.2017

Etwas krude kommt die Geschicht ja schon daher. Objektiv betrachtet wurde die Dame fünfmal beim Diebstahl erwischt. Zu zwei Bewährungsstrafen wurde sie schon verurteilt. Die Chancen, die die Richter ihr gaben, hat sie durch weiteren Diebstahl zunichte gemacht. Die Sozialprognosen sind schlecht, es sind weitere Straftaten zu befürchten. Und man wird völlig im Unklaren gelassen, warum sie nach dem Tod ihres Gatten ihr "Vermögen verloren" hat. Wie geht das denn bitte. Und wenn jemand 45 Jahre arbeitet, dann steht einem im Verhältnis zum Arbeitslohn eine Rente zu. Wenn man in die Rentenkasse eingezahlt hat.

Permalink
12.08.2017

Sie lesen Zeitungen und verfolgen die Nachrichten?
Dann wundert es mich, dass Sie solch eine krude Meinung haben.

Permalink
12.08.2017

"Wie geht das denn bitte. Und wenn jemand 45 Jahre arbeitet, dann steht einem im Verhältnis zum Arbeitslohn eine Rente zu. Wenn man in die Rentenkasse eingezahlt hat."

Offensichtlich geht es Zigtausenden so, dass die Rente zum Leben nicht reicht, obwohl man 45 Jahre gearbeitet hat. In Zukunft werden es wohl noch mehr werden, denn ein Niederiglohn reicht bei weitem nicht mehr aus.

Permalink
12.08.2017

Wenn die Rente nicht reicht ist das kein Freibrief um in die Kriminalität abzusacken.

Permalink
12.08.2017

Von einem Freibrief war nie die Rede.

Trotz allem ist die alte Dame vermutlich weit davon entfernt in die Krimininalität abzusacken. Weder Sie noch ich weiß, was die Dame bewegt um für wenige Euro etwas mitzunehmen. Lassen Sie es doch gut sein und ein Richter soll entscheiden.

Permalink
13.08.2017

Diebstahl ist Kriminalität. Das ist wohl unbestritten. § 242 StGB.

Permalink
13.08.2017

Der deutsche Michel mit seiner Bürokratie kennt keine Gnade.

Überlassen Sie es doch dem Richter, denn dieser ist wohl in der Lage auch die Hintergründe mit einzurechnen und ein Urteil zu bilden.

Permalink
13.08.2017

Auch das habe ich immer öfter meine Zweifel. Warum werden denn ziemlich viele Urteile in den höheren Instanzen aufgehoben oder zur Neuverhandlung zurückverwiesen? Soviel dazu, daß Richter zum Rechtsprechen in der Lage sind.

Im übrigen hat z.B. der Bundespäsident gem. Verfassung ein Begnadigungsrecht.

Permalink
12.08.2017

Was glauben Sie denn wieviel Prozent (ca..) ihres letzten Verdienstes Sie nach 45 Beitragsjahren in unserem "Schlaraffenland" zu erwarten haben? Es sind derzeit etwa 47%, wovon noch einiges an Abzügen abzuziehen ist. Im Jahr 2000 waren es noch nahe 53%, im Jahr 2030 werden es nur noch etwa 44% sein. Im europäischen Vergleich sind die deutschen Renten eine Unverschämtheit.

Permalink
12.08.2017

Da braucht man nichts "glauben". Ab einem gewissen Alter bekommt jährlich eine Wasserstandsmeldung von der DRV. Und wenn man früher geht kennt man seine Abschläge... . Ich wußte auf den Cent genau was ich mal bekomme (ohne besonders tief in die Materie einzusteigen).

Permalink
12.08.2017

Ab einem gewissen Alter bekommt jährlich eine Wasserstandsmeldung von der DRV.

Das ist schon richtig. Doch davor machen sich viele Illusionen. Besonders was Frauenrenten betrifft.

Permalink
13.08.2017

Illusionen? Es steht doch eigentlich schwarz auf weiß in diesem Schreiben. Wichtig ist der Satz (sinngemäß ;): Man bekommt die prognostizierte Rente wenn alles bis zum Rentenbeginn so weiterläuft. Das ist doch überaus verständlich, selbst für Nichtakademiker.

Permalink
13.08.2017

Den Bescheid bekommt man jetzt ab dem 27. Lebensjahr. Sofern man bereits 5 Jahre einbezahlt hat. Da sind doch die Berechnungen über die Rente in ca. 40 Jahren Kaffeesatzleserei. Je kürzer die Zeit bis zum Renteneintritt ist, um so präziser wird es. Das ist klar.

Permalink
13.08.2017

Aber auch nur, wenn man nicht krank wird, nicht arbeitslos wird, nicht geschieden wird usw.

Erst dann fällt meist auf, dass die Rente weder zum Leben noch zum Sterben reicht.

Permalink
12.08.2017

Ich wundere mich sehr über die oberlehrer- bzw. pharisäerhafte Haltung in den bisherigen Kommentaren. Der bloße Augenschein, falsche oder zumindest sehr grob verallgemeinernde Aussagen zu Flüchtlingen und dem Rentnerleben, sowie ein paar Ressentiments scheinen da zu genügen, einen Menschen zu verurteilen, den man nicht kennt. Selbstverständlich ist Stehlen nicht erlaubt. Und vielleicht hätte die Dame wirklich den ein oder anderen Gegenstand in ihrer Wohnung zu Geld machen können, um nicht stehlen zu müssen. Doch wer will das beurteilen? Wer kann sicher sein, nicht irgendwann in eine ähnliche Lage zu geraten und dann, möglicherweise aus Sturheit und Stolz, die falschen Entscheidungen zu treffen?

Das Strafrecht hat die Resozialisierung zum Ziel und den Schutz der Allgemeinheit vor Straftätern. In diesem Zusammenhang einer 83-Jährigen, die sicherlich Fehler gemacht hat, eine ungünstige "Sozialprognose" zu bescheinigen und wegzusperren, wäre ein (allerdings schlechter) Witz, wenn das nicht tatsächlich eine (hochbezahlte) Staatsanwaltschaft und eine (sicherlich finanziell ebenfalls nicht notleidende) Richterin tatsächlich vorhätten...die alte Dame scheint ja sehr gefährlich zu sein. Warum nicht eine Art Sozialdienst als Strafe - zum Beispiel bei der "Tafel", denn da würde sie Menschen kennenlernen, die sich wie sie selber geschämt haben, diesen Dienst in Anspruch zu nehmen, und könnte vielleicht lernen, dass man sich für Armut nicht zu schämen braucht.

Ich habe viel mit alten Menschen zu tun und raufe mir oft die Haare, weil ich vieles bei ihnen nicht gleich verstehe. Aber Menschen, die ihr ganzes Leben - oft ein schwieriges, tragisches - gemeistert haben, fällt es mitunter schwer, mit Verlusten aller Art klarzukommen. Altwerden kann sehr hart sein. Und manche Alte versuchen dann alles, um für sich und andere noch den Anschein zu wahren, dass alles noch in Ordnung sei. Das ist nicht besonders schlau, aber menschlich. So sind sie erzogen worden.

Und eine 83-Jährige, die Wert auf ihr Äußeres legt und nicht verwahrlost, wird ja eigentlich sehr positiv gesehen - nur wenn sie klaut, schreit man nach der Härte des Gesetzes und (vermeintlicher) Gleichbehandlung. Da fehlt für mich das Augenmaß...in strafrechtlicher und menschlicher Hinsicht.

Permalink
12.08.2017

Ich finde Ihren Beitrag sehr gut.

Es ist schon bemerkenswert, wenn die Medien ein Thema professionell veröffentlichen und die Leute daraufhin urteilen ohne überhaupt die Realität zu kennen. Es gibt letztlich keinen Grund wegen 70.11 Euro die Würde eines älteren Menschen herabzusetzen.

Aus meiner Sicht wäre es besser gewesen, die Medien hätten der Oma eine gute Beratung zur Verfügung gestellt, anstatt das Thema warum auch immer breit zu treten.

Permalink
12.08.2017

Also meiner Meinung nach würde 1 Monat Gefängnis völlig ausreichen. Zudem hätte Frau Millgramm dann ausreichend gutes Essen und müsste nicht klauen gehen.

Dem Steuerzahler zahlt den legalen Aufenthalt gerne: Ungefähr 2500 bis 3000 Euro kostet eine Monatsmiete im Gefängnis. Zum Glück stehlen noch nicht so viele verarmte Arbeitslose und Rentner - nicht das der Platz sonst in den Gefängnissen ausgeht.

Danach hat Frau Millgramm hoffentlich dazugelernt und klaut nicht mehr so billig ein, wenn es dann doch so eine lange Haftstrafe gibt. Am besten klaut sie nächstes Mal ein elektronisches Gerät und verkauft es bei Ebay – das reicht dann für mehrere Mahlzeiten. Auf die Barmherzigkeit der Mitbürger sollte Frau Millgramm bis an Lebensende nicht mehr hoffen.

Permalink
12.08.2017

Sollten die Angaben alle der Wahrheit entsprechen, wird es Zeit, dass die Politik aufwacht...Mir kommt das Kotzen wenn ich alleine das Wort Altersarmut lese und parallel ist genügend Geld für Flüchtlinge da, die sogar in Dachau kostenlos mit dem Taxi zur "Tafel" fahren. Die in den S-Bahnen kostenlos, mit dem teuersten Handy in der Hand durch München fahren. Denen so viel Hilfe aus der Bevölkerung zu kommt, dass Sie genau wissen, von welchem Amt Sie Unterstützung bekommen. Die schämen sich nicht, die meinen, das ist die deutsche Gastfreundschaft.....Die Flüchtlinge können nichts dafür, schuld ist unsere Politik.

Die Frau ist krank und verzweifelt...die braucht Hilfe und keine Strafe. Aber weil Sie eine deutsche ist, interessiert das niemand.

Oder jammern wir nur auf sehr hohem Niveau, weil es uns doch viel zu gut geht..??

Permalink
11.08.2017

Sollte die Dame, die keinen armen Eindruck macht, straffrei davonkommen, wäre dass dann der Freibrief dass jeder der evt. mit Hartz 4 auskommen muss, ohne Bedenken stehlen darf ? Die Diskussion hat sich eigentlich erübrigt. Bestrafung auch in dem Fall ganz klar.

Permalink
12.08.2017

...und wieso gehen alle Flüchtlinge, die mehr als € 70,00 stehlen, sogar straffrei aus??? Ganz einfach: wir Deutshe haben die falsche nationalität. Ich wurde sogar für Nichts und ohne anhörung verurteilt, weil ich angeblich meinen eigenen PC bei einer alten mittellosen Frau geklaut haben soll. WER hilft mir??? Keiner! Ich hätte dann ein Fehlurteil 30 Tage zum Absitzen. Das ist noch viel schlimmer, als € 70,00 aus Hunger zu klauen.

Permalink
11.08.2017

Wer bewusst eine Straftat begeht hat keine Gnade verdient. Das Problem hätte auch ohne eine Strftat gelöst werden können.

Permalink
11.08.2017

Diebstahl ist Diebstahl und sollte auch entsprechend geahndet werden, vorallem bei uneinsichtigen Wiederholungstätern wie in diesem Fall.

Zudem ist die Aussage der alten Dame, sie traue sich nicht Essen der Tafel anzunehmen, widersprüchlich zu der Annahme von Almosen anderer Leser.

Permalink
11.08.2017

Hilfen wie etwa von der Tafel lehnt sie aber ab: Sie schäme sich zu sehr für ihre Altersarmut, sagt sie. Als "Oma Ingrid, die vor Hunger klaute", hat sie bereits eine zweifelhafte Berühmtheit erlangt....

Sie hatte ein Vermögen . . . da sieht jetzt das Leben natürlich völlig anders aus.

Lieber sich bescheiden von der Tafel mit Lebensmittel versorgen, als sich öffentlich in der Zeitung als arme Frau zu präsentieren - so würde ich es machen.

Hunger muss heute in unserem Land niemand mehr leiden. Sein bisschen Geld einteilen, auf manches - was vermutlich auch unnötig ist, wie z.B. der Lippenstift, gefärbte Haare – verzichten. Dazu gibt es in mancher Stadt auch den Second-Hand Laden für Kleidung und sonstige Textilien.

Zuschüsse für Heizung, Miete und das Notwendigste, wenn es denn wirklich nötig ist, auch da kann man heutzutage Hilfe bei den richtigen Stellen erwarten.

Trotz Armut kann man stolz durchs Leben gehen.

Kleptomanie ist eine Krankheit, vielleicht wäre auch da Hilfe für „Oma Ingrid“ nötig.

Permalink
Lesen Sie dazu auch
Copy%20of%20josef_wiedenmann.tif
Mindelheim

Da hätte auch Frundsberg die Ohren gespitzt

ad__querleser@940x235.jpg

Qualität auch für Querleser

Montag bis Samstag ab 4 Uhr morgens. Und die Multimedia-Ausgabe
"Kompakt" mit den wichtigsten Nachrichten von Morgen ist auch dabei.

Jetzt e‑Paper bestellen!