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Kurverwaltung

23.12.2013

Weihnachtsglanz im Kurhaus

Rund 120 Arbeitsstunden haben die drei Stadtgärtner (von links) Stephan Wagner, Andreas Honner und Jürgen Hartmann an der Weihnachtsdekoration im Kurhaus gearbeitet. Zuletzt haben sie noch die Krippe aufgebaut. Ob Fensterbilder (oben links) oder der große Christbaum oder die Blumendekorationen im Wintergarten, Einheimische und Gäste verweilen derzeit gerne im Kurhaus und bestaunen die liebevollen Dekorationen.

Stadtgärtner und Hausmeister bekommen viel Lob für ihr Engagement

Bad Wörishofen „Einfach eine Wucht, so was sieht man nicht alle Tage“, schwärmt Edda Steiner. Mit ihrem Mann schlendert die Wahl-Wörishoferin durch das Kurhaus und kann sich an der prachtvollen Weihnachtsdekoration nicht satt sehen. Seit Anfang Dezember verbreiten im Foyer und im weiteren Eingansbereich des Gästezentrums fünf schön gewachsene Christbäume festliche Atmosphäre. Blickfang ist und viel bestaunt wird eine sieben Meter hohe Weißtanne, deren Spitze bis unters Dach reicht. An deren Zweigen und an denen ihrer „Baum-Verwandten“ hängen 2000 farblich passend aufeinander abgestimmte Kugeln und etwa 2000 Strohsterne. 1200 Kerzen sorgen für stimmungsvolle Lichtverhältnisse.

Etwa 120 Arbeitsstunden haben drei Stadtgärtner investiert, um Kurhaus, Saal und Theater festlich herauszuputzen. Dabei griffen ihnen die Hausmeister Alois Häfele, Werner Ledermann und Leo Märkl tatkräftig unter die Arme. Mit viel Liebe zum Detail haben die „fleißigen Heinzelmännchen“ Hand angelegt. Ihre Mühe hat sich gelohnt. Tag für Tag geben sich Hunderte Besucher die Klinke in die Hand, um die ausgefallene Dekoration im Kurhaus zu bewundern und sich Anregungen für den häuslichen Schmuck zu holen.

Manche Kugel hat schon Füße bekommen

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Manche nehmen dies offenbar zu wörtlich. Will heißen. Wo es funkelt und glitzert, sind meist auch Langfinger nicht weit. „So manche Kugel oder Strohstern hat schon Füße bekommen und hängt wohl irgendwo bei einem Privatmann am Christbaum“, vermutet Werner Büchele. „Trotz Videoüberwachung registrieren wir jedes Jahr einen gewissen Schwund an Deko“, klagt der stellvertretende Kurdirektor.

Festlicher Glanz, so weit das Auge reicht. Die Blicke der Besucher fangen große von der Decke hängende Kugeln und Sterne ein. Mit grünen Girlanden verzierte Eingänge und eindrucksvolle Fensterbilder mit Szenen aus der Weihnachtsgeschichte lassen sie staunen. „Die Leute sind von der Dekoration restlos begeistert, viele meiner Gäste zücken spontan ihren Fotoapparat, um sie im Bild festzuhalten“, weiß Karin Weh, die Pächterin des Kurcafés. Ähnlich positive Erfahrungen hat auch Alois Häfele gemacht. Was ihm besonders auffällt? „Im Dezember streifen vor allem Einheimische und auch Bürger aus den Ortsteilen durch die „Weihnachtswunderwelt“ im Kurhaus. Eine solche hat sich der Hausmeister auch zu Hause in Frankenhofen geschaffen. „Die Wohnung und den Christbaum schmücken, da habe ich schon als Kind gerne mitgeholfen“, verrät er und fügt mit einem Augenzwinkern hinzu. „Mal ehrlich, die Vorfreude ist doch das Schönste an Weihnachten“.

Schmuck wurde von Jahr zu Jahr immer üppiger

Nicht immer kam das Kurhaus zur Adventszeit so groß raus. Die Gründe liegen auf der Hand. Früher hatten die meisten Kurbetriebe während der Wintermonate geschlossen und in der Kneippstadt war „tote Zeit“. Vor und im Kurhaus fristeten einst zwei Tannenbäume vor sich hin. Der frühere Kurdirektor Alexander von Hohenegg fand das reichlich spärlich und ließ anno 1995 einen „Joulbaum“ aufstellen, den er mit Frau und Schwiegermutter selbst schmückte. Von da an ging es bergauf. Die Kurbetriebe lockten mit attraktiven Pauschalangeboten. Und mit steigenden Gästezahlen wurde auch der Schmuck im Kurhaus immer üppiger. Sein Wert wird heute auf etwa 5000 Euro geschätzt. Mitunter müssen die Stadtgärtner recht flexibel reagieren. Wie im vergangenen Jahr, als ihnen am Siebenmeterbaum beim Transport die Spitze abbrach und sie schnell Ersatz beschaffen mussten.

Dass Kurhaus und Theater heute so prachtvoll „gekleidet“ sind, ist auch Alois Häfele zu verdanken. Vizekurdirektor Werner Büchele nennt ihn salopp „Zündfunken“ und „Ideengeber“. Doch davon will der bescheidene Mann nichts wissen. Wo Sterne den Weg nach Bethlehem weisen, darf eine große Krippe nicht fehlen. Die wird gerade aufgebaut und zeigt Szenen aus der Weihnachtsgeschichte. Bei dem Domizil der Heiligen Familie handelt es sich um eine Leihgabe von Bartholomäus Ernst (St. Lukas-Stiftung). Wer in der staden Zeit etwas Ruhe sucht, findet sie im Wintergarten des Kurhauses. Farbenprächtige, auf das Christfest abgestimmte Blumenarrangements laden hier zum Atemholen und Entspannen ein.

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