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Kino

27.05.2014

Wenn Ettringen plötzlich im Schwarzwald liegt

Arthouse-Regisseur Philip Gröning drehte für seinen neuen Kinofilm nachts auf dem Areal am Wertachsender bei Ettringen.
Bild: Reinhard Stegen

Regisseur Philip Gröning drehte eine Szene seines neuen Films am Wertachsender

Dass in Ettringen Szenen für einen internationalen Kinospielfilm gedreht werden, die Nachricht mag verwundern, sie ist dennoch wahr. Gedreht wurde ausschließlich nachts auf dem Areal des Wertachsenders. Arthouse-Regisseur Philip Gröning produziert derzeit den Film „Mein Bruder heißt Jakob und ist ein Idiot“.

„Zu sehr eins zu sein um zwei zu werden. Und zu wenig eins zu sein um eins zu bleiben“, das ist die „unmögliche Aufgabe“ die der Film „Mein Bruder heißt Jakob und ist ein Idiot“ beschreibt. Es ist die von Liebe und Hass geprägte pubertäre Geschichte des Zwillingspaars Elena und Jakob, das nach den Jahren des Heranwachsens in der besonderen Vertrautheit von Zwillingen nun anfängt, getrennte Wege zu gehen. „Ende der Kindheit. Ende der Welt. Ein Film über das Wesen der Zeit“, so ein Auszug aus der Projektbeschreibung.

48 Stunden an einer Tankstelle

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„Die Handlung spielt sich innerhalb von 48 Stunden an einer Tankstelle ab“, erzählt Philip Gröning. Diese Tankstelle als Filmkulisse wurde eigens errichtet. Sie steht an der Kreisstraße 5926/6129 bei Leipferdingen (Blumberg) am Rand des Schwarzwalds. Dort finden die mehrere Monate dauernden Dreharbeiten auch überwiegend statt. Am Wertachsender faszinierte Gröning vor allem das geradezu unwirkliche Bild der Beleuchtung als Ausdruck innerer Befindlichkeit der Hauptfiguren. Die Hauptdarsteller sind Julia Zange (Elena) und Josef Mattes (Robert).

Gröning ist einem großen Publikum – vor allem Cineasten –bekannt durch Filme wie dem in einem Karthäuser-Kloster gedrehten „Die große Stille“, „Die Frau des Polizisten“ (im vergangenen Jahr der einzige deutsche Beitrag im Wettbewerb der Filmfestspiele von Venedig) und „L’amour, l’argent, l’amour“. Zu seinen Auszeichnungen gehören der „Bronze Leopard, Locarno“, der „Bayerische Filmpreis“, der „European Film Award: Best Documentary – Prix Arte“, der „Deutsche Filmpreis“ und der „Preis der deutschen Filmkritik“. Grönings Werke sind sensible filmische Variationen über menschliche Beziehungen und die sie steuernde Psyche. Im Kino ist der Film „Mein Bruder heißt Jakob und ist ein Idiot“ voraussichtlich 2015 zu sehen.

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