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Konzert

04.01.2019

Wenn Musik zum Gebet wird

Freuten sich nach dem Sonntagskonzert in der Pfarrkirche St. Stephan über lang anhaltenden Beifall der Besucher: Kirchenmusiker Michael Lachenmayr (2. v. links) sowie der Trompeter Johannes Steber (3. v.links). Auf ihrer Reise durch barocke Klangwelten begleiteten die beiden Solisten auch Weihbischof Anton Losinger (rechts), sowie ASM-Präsident Franz Josef Pschierer (links), der von dem Augsburger Oberhirten die Schirmherrschaft für die Stephanuskonzerte 2019 übernommen hat.
Bild: iss

Orgel und Trompete bezaubern in der Kirche St. Stephan

Provinz findet offenbar nur in den Köpfen statt. Diesen Eindruck nahmen die Besucher eines Sonntagskonzerts in der Mindelheimer Pfarrkirche St. Stephan mit. Es war ein besonderes musikalisches Ereignis. So schwärmte auch Weihbischof Anton Losinger, Schirmherr der Stephanuskonzerte 2018 von einem „klangvollen Leckerbissen, der mit technischer Brillanz und viel Einfühlungsvermögen serviert wurde“. Das Lob galt gleichermaßen dem Kirchenmusiker Michael Lachenmayr, der an der Schmid-Orgel alle Register seines Könnens zog, wie auch dem Mindelheimer Musikus Johannes Steber, der mit Flügelhorn und Piccolo-Trompete den Organisten begleitete und bei den Besuchern mit eigens für das Sonntagskonzert von ihm geschriebenen Variationen des Liedes „Oh Freude über Freude“ das Weihnachtsgeschehen musikalisch nachklingen ließ. Die Verbindung von Trompete und Orgel eröffnete den Zuhörern die ganze Klangpracht barocker Kompositionen.

Gleich zu Beginn machten die beiden Musiker mit dem Konzert in D-Dur von Giuseppe Tartini deutlich, wie unbeschwert sich italienische Barockmusik anhören kann. Ein absoluter Hörgenuss auch die „Fantasie Nr. 2 in Des-Dur“, des Komponisten Camille Saint-Saens. Bei dieser Orgel-Sinfonie setzte Lachenmayr die „Königin der Instrumente“ besonders klangfarbig ein. Zunächst zart und magisch, am Ende wirkungsvoll und mächtig. Vollendeten Hörgenuss und grenzenlose Spielfreude vermittelte auch die Intonation von Johann Sebastian Bachs bekannter Air-Melodie aus der Orchestersuite in D-Dur, sowie die überaus sensibel und sehr prägnant gespielte „Fantasie in A-Dur“ aus der Feder von Cesar Frank.

Lust auf mehr erzeugten Trompeter und Organist schließlich mit der bekannten Bach-Kantate „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ aus dem Converto in As-Dur von Antonio Vivaldi.

Das gut eingespielte Duo sorgte damit einmal mehr für eine Klangsensation. Ja die vielen Konzertbesucher erlebten 60 Minuten lang „Musica Sacra“ in ihrer schönsten Form. Da hatte man Angst, dass auch den Instrumenten manchmal die Luft wegblieb. Und hätte es nicht so dumm ausgesehen, wären viele Besucher nach einem sanft anmutenden Finale sicher mit offenem Mund dagesessen. Hatten sie doch eine spannende Tonfahrt durch barocke Stilwelten miterlebt, bei der grandiose Töne aus Orgelpfeifen und brillante Trompetenklänge Musik mitunter zum Gebet werden ließen.

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