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Veranstaltung

31.01.2015

Wer will fleißige Handwerker sehn, der muss zum Herzogfest gehn!

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Organisator Otto Rinninger freut sich, dass so viele engagiert mitarbeiten, damit der Handwerkerhof wieder eine schöne Attraktion wird

Der Handwerkerhof wird beim diesjährigen Herzogfest vom 12. bis 14. Juni sicher wieder ein Höhepunkt sein. Seit über einem Jahr laufen die Vorbereitungen, die Fäden zieht Marktrat Otto Rinninger. Er kann heuer auch mit zwei zusätzlichen Attraktionen aufwarten. So werden in der Spinnstube auch einige Frauen das Klöppelhandwerk präsentieren und erstmals wird am Rathauseingang ein Besenbinder sein Handwerk vorführen.

Seinen Job, den Handwerkerhof vor dem Schloss zu organisieren, hat Otto Rinninger von Anfang an inne, seit das Herzogfest im Jahr 2000 erstmals stattgefunden hat. Ab da soll das Fest alle fünf Jahre an die Markterhebung durch Herzog Maximilian Philipp am 7. Oktober 1700 erinnern. Er und seine Gemahlin Mauritia Febronia haben nicht nur Handel, Handwerk, Gewerbe und Künstler nach Türkheim gebracht, sondern auch das Kapuzinerkloster, soziale Einrichtungen sowie die Corpus Christi Bruderschaft gegründet.

„Wir werden auch heuer wieder zehn einfache, aber sehr dekorative Holzhütten vom Bauhof aufstellen lassen. Sie sind nach den Plänen von Zimmerermeister Hans Bleyer angefertigt worden, der mir stets sehr zur Seite steht“, betont Rinninger. Jeder Handwerker bekomme dann solch eine Hütte, die er mit seiner Handwerkskunst beleben kann. So können die Gäste des Herzogfestes Spinnerinnen ebenso über die Schultern schauen wie einem Bader, Sattler oder Glaser. Ein Schäfer wird mit einer kleinen Herde anwesend sein und auch eine Blumenbinderin und Pfannenflicker. Maler, Schmied, Zimmerer, Steinmetz und Maurer demonstrieren ebenfalls ihr Handwerk. Brot und Wein bieten Ursel Rinninger vom Förderkreis Türkheim und Joe Santjohanser an. Im Handwerkerhof vor dem Schloss wird zudem eine Bühne aufgebaut werden, ein buntes Programm wird hier die Gäste zusätzlich unterhalten. „Ich bedankte mich heute schon bei allen Handwerkern, die viel Herzblut und Engagement mitbringen, um den Gästen ihren Berufsstand näher zu bringen“, so Rinninger.

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Ein kleines ehrenamtliches Familienunternehmen

Neben Ursel und Otto Rinninger wird erstmals auch Enkeltochter Amalie Murnauer aktiv beim Handwerkerhof vertreten sein. Sie ist die „Chefin“ im Schäferkarren. Dort will sie den Kindern ein kleines Programm bieten. Tochter Eva singt und tanzt im Wegzeitenchor, und der Schwiegersohn begleitet mit der Trompete das Herzogspaar. Ja und Sohn Oliver hilft auch noch am Stand der Fischer.

Und was wünscht sich jetzt der Organisator zum Fest? „Schönes Wetter natürlich“, so Otto Rinninger wie aus der Pistole geschossen. Beim vergangenen Herzogfest 2010 sei dies leider nicht eingetroffen.

Und wer denkt, es sei noch lange hin zum Herzogfest, Otto Rinninger könnte seine Hände noch in den Schoß legen, der täuscht sich. Gleich nach dem Termin in der Redaktion machte er sich mit dem Besenbinder auf in den Wald, Birkenzweige zu schneiden. Alte Ziegelsteine sammelt er zudem von einem Hausabbruch auf, um am Herzogfest eine Mauer bauen zu können. Die zahlreichen Strohballen, die zu Dekozwecken dienen, hat er bereits im August 2014 eingelagert. „Ja im Frühsommer bekomme ich die nicht mehr“, erklärt er trocken.

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