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06.02.2015

Wer wird Bayerns Tortenmeisterin?

MIt der Kronentorte will sich Waltraud Böck zur Tortenkönigin krönen. Bei der Entscheidung haben das aber auch noch 29 andere Landrauen vor.
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MIt der Kronentorte will sich Waltraud Böck zur Tortenkönigin krönen. Bei der Entscheidung haben das aber auch noch 29 andere Landrauen vor.
Bild: Glonner

Der Titel wird bei der Messe Regio Agrar in Augsburg „ausgebacken“. Die Landfrauen Emmi Schüll, Gabriele Eberwein und Waltraud Böck gehen dort mit verführerischen Kreationen ins Rennen

Wer gewinnt die erste Bayerische Tortenmeisterschaft? 30 Landfrauen backen dazu auf der Messe Regio Agrar in Augsburg um die Wette. Am 10. Februar geht es los. Mit dabei sind auch zwei Teilnehmerinnen aus Bad Wörishofen und eine aus Eppishausen. Ihre Kreationen, die in Augsburg nach Gesamtqualität, Füllung, Geschmack und Optik beurteilt werden, tragen teilweise fantasievolle Namen, Kronentorte etwa.

Emmi Schüll, die Wirtin vom „Hartenthaler Hof“ in Bad Wörishofen, hat schon als Kind gern mit der Mutti gebacken. Wie es das Schicksal wollte, heiratete sie in einen Betrieb ein, wo ihre Backkünste später äußerst beliebte und sinnvolle Verwertung fanden. Doch sie durfte nicht gleich ran, denn erst war da einmal die Schwiegermutter, die auch fantastisch backen konnte. Der schaute Emmi Schüll zunächst nur brav über die Schulter. Das hat sich gelohnt, denn später erhielt sie all die guten Rezepte – beginnend um 1945 – von der „Oma“.

„Ich backe noch genau wie früher“ sagt Emmi Schüll, „ganz natürlich, ohne jegliche Geschmacksverstärker, Farbstoffe und all die künstlichen Zusatzmittel, die heutzutage sonst noch so verwendet werden.“ Ihr Mann und auch der Sohn sind beide gelernte Konditoren, doch da kann sie leicht mithalten. Die Gäste des Hauses und ihre Landfrauen mit denen sie sich regelmäßig zum Ausprobieren neuer Rezepte trifft, sind von ihren raffinierten Spezialitäten immer ganz begeistert. Beim nächsten Kaffeeklatsch wird sie eine „Apfelgriestorte“ vorstellen.

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Am Wettbewerb möchte Emmi Schüll sich mit einer „Windbeuteltorte“ – auch Wintertorte genannt – beteiligen. Aber auch die „Sommertorte“ – eine Himbeerbaisertorte – darf mit. „Die schmeckt in der warmen Jahreszeit mit frischen Himbeeren natürlich besonders gut!“, versichert die kreative Hobbykonditorin und verrät lächelnd die Rezeptur, die sie – wie zahlreiche andere – im Gedächtnis hat; Rezeptheft überflüssig.

Gabriele Eberwein, Landwirtin und Mutter zweier Söhne, lebt wie Schüll in Hartenthal. Von einer Freundin ließ sie sich zum Wettbewerb animieren. „Seit 22 Jahren backe ich regelmäßig und gern für meine drei süßen Männer“, berichtet die agile Hausfrau. Dabei sei bisher nur einmal etwas „daneben“ gegangen. „Als mein Mann herzhaft in seinen geliebten Mohnstollen biss, stutzte er und fragte mich, ob ich den schon probiert hätte.“ Statt zum Zucker hatte sie versehentlich zum Salz gegriffen – ein ganz neues Geschmackserlebnis. Das wird ihr im Wettstreit um den Titel der bayerischen Tortenmeisterin ganz sicher nicht passieren. In Augsburg tritt Eberwein mit einer „Gebrannte-Mandel-Kirschtorte“ an.

Dritte im Bunde ist Waltraud Böck aus Eppishausen. Sie hat ihr „süßes Geheimnis“, mit dem sie ins Rennen geht, „Kronentorte“ genannt. Ein spektakulärer Name, jedoch ohne Hintergedanken, denn „dabei sein ist alles!“, sagt die fröhliche Landwirtin und lacht. Einmal wöchentlich bietet sie ihre beliebten Köstlichkeiten in Schwabmünchen auf dem Bauernmarkt an. Das ist ihr jedesmal eine willkommene Abwechslung. Einer ihrer besten „Abnehmer“ ist allerdings ihr Ehemann, der „lieber zwei statt einem Stück“ Torte verputzt. Alle drei Allgäuerinnen backen nicht nur mit besten Zutaten sondern mit äußerst viel Liebe und Engagement, deshalb ist jede für ihre Familie schon jetzt die Siegerin. Nach der Bewertung durch Jury und Messebesucher der RegioAgrar steigt am Mittwoch, 11. Februar, ab 14 Uhr im Messe-Foyer die „Tortenschlacht“ mit anschließendem Verkauf der Exemplare. Der Erlös kommt dem Bäuerlichen Hilfsdienst zugute. Die Gewinnerinnen werden vom Präsidenten des Konditorenbundes und Jurychef, dem Augsburger Konditormeister Gerhard Schenk ausgezeichnet.

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