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Bockbierfest

28.03.2017

Westernacher Patentrezept: Musik, Spaß und Bier

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Katharina Sontheimer und Clementine Müller waren als Dorfratschen unterwegs und machten sich vor allem über die Männer lustig.

Die Schützen und Musiker nehmen das Dorfgeschehen und die große Politik aufs Korn

Man nehme ein gerüttelt Maß an Blasmusik und eine gute Portion Humor, würze die beiden Zutaten mit einer Prise Spott und Hohn und mische alles kräftig durch. Was dabei herauskommt ist der Stoff, der seit Jahren die Freunde des Gerstensaftes ins Vereinsheim lockt. Um es vorweg zu sagen, das von Musik- und Schützenverein organisierte Bockbierfest war so recht nach dem Geschmack des Publikums und ein gelungener Mix aus Unterhaltung und Musik.

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„Die Krüge hoch“ forderte die Musikkapelle die Gäste auf und versicherte ihnen im Polkatakt: „Es ist so schön bei euch“. Bei soviel Lob hielt es den Vorsitzenden Florian Schuster nicht mehr auf seinem Stuhl und er begeisterte mit einem artistischen Bariton-Solo.

Gut gelaunt pries Conferencier Alfred Schneider die Vorzüge seiner von Atomkraft angetriebenen Waschmaschine vom Typ „Gorenje WA 7960“ an. Wie sich herausstellte ein Haushaltsgerät, das alles kann und nach dem Essen auch noch das Geschirr abwäscht. „Was unterscheidet unseren Musiker Thomas Müller vom gleichnamigen Fußballer des FC Bayern“, wollte „Mister Bockbierfest“ wissen und hatte auch gleich die Antwort parat: „Unser Thomas wird mit zunehmendem Alter immer besser“.

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Die „Flippers“, alias Alfred und Florian Schneider sowie Florian Scholz feierten ihr Comeback in Westernach und träumten mit dem Publikum von „einer lauen Sommernacht in Santo Domingo“, während die beiden Ratschweiber „Kathi und Clementine“ (Katharina Sontheimer und Clementine Müller) auf dem Weg zu einem Frauenfrühstück mit lockerer Zunge über ihre Männer herzogen. Doch am Ende waren sich die beiden Ratschkateln einig: „Ohne Mann is a nix, aber a ganzer is uns schier zuviel“. Alfred und Florian Schneider mühten sich mit einem Klaviertransport für prominente Schlagerheinis ab und ließen sich auch über Politiker aus. Da wurde auch Bundestagsabgeordneter Stephan Stracke gehörig derbleckt. „Der ist doch auf jedem Hundsrennen“, lästerten die beiden „Spediteure“ und erklärten den Unterschied zwischen Tauben und Politikern. „Wenn die am Boden sind, fressen sie einem aus der Hand, aber wenn sie abgehoben und ganz oben sind, dann ...“

Auch kommunale Spitzfindigkeiten gab es natürlich. Zu vorgerückter Stunde packte Alfred Schneider in der Uniform eines Polizisten richtig aus. So informierte er über eine bei ihm eingegangene Anzeige wegen Geldverschwendung für Stühle im Mindelheimer Rathaus. Auch seien Klagen über Baummörder laut geworden. „Mindelheim hat ebenso viele Geld- wie Autowaschanlagen und niemand weiß, wo die Kohle herkommt, die in den Spielhöllen verzockt wird“ mokierte sich der Uniformierte. Es berichtete auch, dass Roland Ahne in Pfaffenhausen Bürgermeister werden wollte, aber man vergessen habe, ihn auf die Liste zu setzen. Und was Alfred Schneider auch noch wusste: „Wörishofens Bürgermeister Paul Gruschka hat jetzt den Mindelheimer Stadtrat angezeigt, weil er ihm sämtliche Parkverbotsschilder vor der Nase weggeschnappt hat“.

Natürlich gab es auch eine Tombola und Daniel Mooser konnte sein Glück kaum fassen: Er zog den ersten Preis und darf jetzt für mehrere Tage nach Berlin fahren und wird dort auch Stephan Stracke treffen.

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