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Mindelheim

21.01.2020

Wie Künstlerin Sophie Fiener das Jahr eröffnet

Erst seit dem Jahr 2016 malt Sophie Fiener: Ihre Bilder, die in der aktuellen Ausstellung gezeigt werden, sind alle innerhalb der vergangenen zwölf Monate entstanden.
3 Bilder
Erst seit dem Jahr 2016 malt Sophie Fiener: Ihre Bilder, die in der aktuellen Ausstellung gezeigt werden, sind alle innerhalb der vergangenen zwölf Monate entstanden.
Foto: Schlegel

Die Künstlerin zeigt in Mindelheim ihre Bilder. Am Dienstag findet eine Lesung von Gedichten zum Thema „Malen“ im Salon statt.

Nach ihrer Ausstellung im Februar 2019 folgt nun bereits ihre zweite Einzelausstellung im Salon des Kunstvereins Mindelheim und das, obwohl Sophie Fiener erst seit 2016 malt. Nahezu alle Bilder der aktuellen Ausstellung, die den Titel „Träume“ trägt, sind neu, also in den vergangenen zwölf Monaten entstanden. Allein das wäre schon ein Ausruf des Staunens wert. Ja, sie war fleißig, die Wahl-Mindelheimerin. Oft wundert sie sich selbst darüber und freut sich immer sehr, wenn ihre Bilder sogar Gefallen finden und gekauft werden.

In ihrer unkonventionellen Rede bei der Eröffnung erzählte sie von ihren Gedanken zur Kunst, wie ihre Bilder entstehen und dass sie nicht den großen Verdienst anstrebe, sondern Kunst machen wolle, die sich Menschen auch spontan aussuchen und aufhängen können. Dabei sind ihre Bilder alles andere als beliebig. Politische Themen finden ebenso Eingang in ihre Arbeiten, da man sich der Welt als Künstler ja ohnehin nicht entziehen könne, wie auch Tiere, denen ein Stück ihres Herzen gehört. Seit Kurzem ist Fiener mit einem stattlichen Vierbeiner aus einer Tierschutzorganisation unterwegs und sicherlich wird auch er einmal auf einem ihrer Bilder zu finden sein.

Künstlerin Sophie Fiener zeigt Bilder in Mindelheim

Obwohl sie erst so kurz malt und reine Autodidaktin ist, zeichnet ihre Bilder ein ganz eigener Schwung aus, der besonders schön bei den Tierbildern zur Geltung kommt. Alles wirkt unaufgeregt, ungekünstelt und sehr frei; ihr Pferd etwa ist wie aus einem kräftigen Pinselstrich gemalt, ohne Zögern. Fast scheint es, als läge die zu zeichnende Gestalt fertig da und müsse nur geborgen werden. „Manchmal habe ich einen Plan“, sagt Sophie Fiener und lacht, „und manchmal auch nicht.“

Dann entstehen Bilder wie aus einer Fantasiewelt, die bei aller Spontanität dennoch nicht willkürlich wirken. Ihre Bilder sind auf erfrischende Weise unverkopft, die beiden Panther etwa, die wie in einem Fensterrahmen unter einem Vollmond sitzen – in einer grünen Nacht. Dass der Vollmond unterteilt ist, dass es wie ein geheimnisvolles Aufeinandertreffen verschiedener Welten wirkt, ist eine ganz eigene Geschichte, die sich, je länger man das Bild betrachtet, ganz allmählich entfaltet.

Frauenporträts von Sophie Fiener bestechen in Mindelheim

Schön auch ihre Frauenporträts, die durch eine abgewandte Kühnheit und Kühle bestechen, was dann aber meist in warmen Grundfarben von Kleidung, Accessoires oder Hintergrund aufgefangen wird. Eine schöne Ausstellung zum Auftakt des neuen Kunstjahres für den Kunstverein Mindelheim, die noch bis 29. Januar immer dienstags und mittwochs von 16 bis 18 Uhr und zusätzlich sonntags von 15 bis 17 Uhr geöffnet ist.

Außerdem findet im Rahmen der Ausstellung auch eine Lesung statt: Jochen Gerbershagen liest am Dienstag, 21. Januar, um 19 Uhr Gedichte zum Thema „Malen“.

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