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Mindelheim

18.06.2019

Wie Kunst die Familie Antichi verbindet

Brigitte Antichi und ihre Enkelin Chiara zeigen im Salon des Mindelheimer Kunstvereins ihre Werke.
Bild: tisch

Brigitte Antichi und ihre Enkelin Chiara zeigen im Salon des Mindelheimer Kunstvereins ihre Bilder - ein buntes, kreatives und vielfältiges Familienprojekt.

Nach der gemeinsamen Ausstellung von Dieter Tegeder und seinem Schwiegersohn Stefan Fichtel gibt es im Juni erneut ein Familienprojekt im Mindelheimer Salon: Dieses Mal sind es Großmutter und Enkelin, die gemeinsam ihre Kunst präsentieren. Brigitte Antichi und ihre Enkeltochter Chiara eröffneten ihre Ausstellung „Nonna e Nipote - 102 Jahre für die Kunst“, Dieter Tegeder hielt die Begrüßungsrede für die zahlreichen Gäste. Das italienische „Nonna e Nipote“ klinge einfach schöner, scherzte Brigitte Antichi bei ihrer Vorstellung und erzählte von ihrer Kindheit, die sie in Unmengen von Stoffen und einer gehörigen Portion Kreativität verbracht habe, weil ihre Mutter Schneiderin gewesen ist.

Die ganze Familie Antichi ist kunstbegeistert

Ihre Tochter, Nadja Antichi, wurde Modedesignerin und so setzte sich das Bild von Stoffen und Design für die Enkelin fort. Kein Wunder also, dass sie beide bei der Kunst gelandet sind. Chiara Antichi habe ihre Kunst zwar während der Schule vernachlässigt, doch dann sei es einfach nicht mehr zu unterdrücken gewesen, erzählt sie, plötzlich wusste sie, dass sie einfach malen musste.

Wie bei jeder Ausstellung staunt man auch dieses Mal wie sehr die Kunst an den Wänden den Raumeindruck verändert. Zuletzt waren es die Tierporträts der Künstlerin Chammi Kaiser, deren Augen in ihren Bann zogen. Brigitte und Chiara Antichi malen was sie sehen, von Gemüse- und Obstdarstellungen in kräftig leuchtenden Farben – so plastisch, dass man glaubt hineinbeißen zu können, sagte Tegeder in seiner Rede – über Tiere, Porträts und Landschaften bis hin zu abstrakten Bildern ist alles dabei.

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Tiere, Frauenbilder, Abstraktes: Die Ausstellung im Mindelheimer Salon überzeugt

Sehr hübsch das Bild von den Elefanten von Chiara Antichi, ebenfalls sehr gelungen ihre Frauenbilder „Kornblume“ und „Lady with hat“ sowie ihr Bild „Quo vadis“, eine abstrakte Darstellung mehrerer kleiner Gruppen von Menschen. Man sieht sie als Betrachter nur von hinten, sie laufen in das Bild hinein, befinden sich in vermeintlich großer Entfernung, deuten vom rechten unteren Bildrand in diese Ferne und lenken den Blick in ein nicht auszumachendes Ziel, das außerdem von der Farbgestaltung unterstützt ungeheure Tiefe erhält und spannend den Blick festhält.

Auch das Bild „Birkenwinterwald“ von Brigitte Antichi springt trotz der reduzierten Farbgestaltung sofort ins Auge, daneben schmiegen sich das Elefanten-Duo und farbenfrohe, luftig leichte Landschaften.

Die Ausstellung kann bis zum 26. Juni jeweils dienstags und mittwochs von 17 bis 19 Uhr im Salon (Frundsbergstraße 2) in Mindelheim besucht werden.

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