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Mindelheim

10.05.2019

Wie sollen die neuen Straßen in Mindelheim heißen?

Wo ein Gewerbegebiet ist, da gibt es häufig eine Gewerbestraße. Doch bei anderen Straßennamen wird es kniffliger: Wie sollen die Straßen heißen?
Bild: Martin Schutt (dpa)

Wenn gebaut wird, braucht es neue Anschriften. Das hat im Mindelheimer Stadtrat schon mal zu einer Kampfabstimmung geführt. Nun war es wieder so weit.

So mancher Mindelheimer Stadtrat erinnerte sich noch gut an die Debatte Anfang Dezember vorigen Jahres, als es darum ging, im Mindelheimer Süden einen Namen für eine neue Straße zu finden. Damals hatte die Verwaltung vorgeschlagen, die Verlängerung der Trettachstraße Hochgratstraße zu nennen.

Bei der Kampfabstimmung im Mindelheimer Stadtrat gewann die Stillachstraße

Diesen Vorschlag allerdings durchkreuzte CSU-Fraktionschef Christoph Walter mit messerscharfer Logik. In dem Gebiet werden vor allem Allgäuer Berge gewürdigt. Die Trettach aber ist ein Nebenfluss der Iller. Also kam es zu einer Kampfabstimmung, und die gewann die Stillachstraße.

Jetzt hatte der Stadtrat erneut über Straßennamen zu befinden. Diesmal waren die Fälle aber unstrittig, und das lag nicht einmal an dem Umstand, dass Christoph Walter nicht an der Sitzung teilgenommen hatte. In Heimenegg war die Anschrift für einen Aussiedlerhof zu finden. Die lautet künftig „Oberfeld“ nach dem alten Flurnamen. Mindelaus Ortssprecher Christian Träger erkundigte sich aber vorsorglich, ob es nicht in einem der anderen Ortsteile den Namen Oberfeld bereits gibt. Das könnte sonst zu Verwechslungen führen. Weil dem nicht so ist, stimmte der Stadtrat einstimmig zu.

Im neuen Mindelheimer Baugebiet gibt es ebenfalls neue Straßen - die Namen sind aber kaum ein Problem

Neue Straßennamen sind auch für den Mindelheimer Norden vonnöten. Im neuen Baugebiet sollen aber einfach die bestehenden Straßen verlängert werden, die da Erlenweg, Buchenweg, Ulmenweg und Eichenweg heißen. Nur die verlängerte Ahornallee soll den Namen Platanenallee erhalten, weil sonst die Hausnummern dreistellig werden würden. Weil die Platanenallee nicht nur so heißen soll, sondern dort auch Platanen gepflanzt werden, schaltete sich Max Heim ein. Als Busfahrer sorgte er sich, dass die Bäume zu groß werden und dadurch zum Verkehrshindernis werden könnten. Die Verwaltung versicherte aber, dass eine kleinere Variante zum Einsatz kommt ähnlich der Bäume am Theatereck, die dem Biergarten Schatten spenden.

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