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Grüter-Preis

20.11.2012

Wissenschaft für Kinder

Stifter und Preisträger hatten sich viel zu erzählen: Professor Werner Grüter (rechts) aus Bad Wörishofen mit Carsten Könneker, der ausgezeichnet wurde.

Stiftung aus Bad Wörishofen zeichnet Magazin-Macher aus

Bad Wörishofen Astrophysik, Nanotechnologie, Nachhaltigkeit. Das alles sind komplexe Themen, denen Wissenschaftler nachgehen. Doch meistens sind die Ergebnisse am Ende viel zu kompliziert formuliert und für den Laien unverständlich geschrieben. Interesse an den Naturwissenschaften weckt das nicht. Erst recht bei Kindern und Jugendlichen. Die „Werner und Inge Grüter Stiftung“ Bad Wörishofen will helfen, diese Entwicklung umzukehren. Mit dem „Werner und Inge Grüter Preis“ zeichnet sie Jahr für Jahr Wissenschaftler und Journalisten aus, die es besonders gut verstehen, Laien die Entdeckungen der Wissenschaftsgemeinde zu erklären. Fernsehprominenz wie Professor Harald Lesch und Rangar Yogeshwar gehörten schon zu den Preisträgern.

Diesmal war es das neue Wissenschaftsmagazin „Spekrum Neo“. Die Macher des Hefts für 10- bis 14-Jährige sind für ihre kindgerechte, verständliche und ernsthafte wissenschaftliche Berichterstattung mit dem mit 10 000 Euro dotierten Preis ausgezeichnet worden.

Schüler des Türkheimer Gymnasiums mit dabei

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Bei der Preisverleihung im Schloss Nymphenburg in München waren auch neun Schüler der 5. Klasse des Joseph-Bernhart-Gymnasiums Türkheim dabei, die exklusiv als einzige Schüler von der Stiftung eingeladen wurden. Zuhause durften sie das Magazin im Voraus testen und bei der Preisvergabe ihre Meinung äußern. Zusätzlich bekamen sie eine Museumsführung zum Thema „Unsere Vorfahren“. Gespannt begutachteten sie dort die Schädel der Frühmenschen und Menschenaffen. Wissenschaft zum Anfassen ist eben doch spannend. Die Kinder interessieren sich aber auch in ihrer Freizeit für wissenschaftliche Themen, wenn auch spielerisch. „Ich habe mit meinen Freunden eine stabile Brücke aus Papier gebaut, um zu gucken, wie viel Gewicht sie tragen kann“, erzählt Felix Mohr stolz. „Am liebsten mag ich Themen über Planeten oder wie Kristalle entstehen“, sagt der 10-Jährige. Luca Eidloth wiederum machen im Natur und Technik-Unterricht vor allem die Experimente viel Spaß. „Ich würde in der Schule gern noch viel mehr selbst experimentieren. Das wäre toll.“ An die Begeisterung für Fußball reicht das Interesse für Wissenschaftsmagazine aber dann doch nicht heran.

Dem Preisträger stellen sie vor den etwa 100 geladenen Gästen ein rundherum gutes Zeugnis aus. Doch sie nutzen ihren Auftritt auch für konstruktive Kritik. „Wir als Fünftklässler würden uns noch öfter kurze Erklärungen der Fachbegriffe wünschen“, sagt Mona Eidloth.

Die Laudatio auf die Preisträger hält der aus dem Fernsehen bekannte Komiker Bernhard Hoëcker. Er spricht von einem „neuen Stern am Firmament, der in der Lage ist, Licht ins Dunkel zu bringen.“ Der 93-jährige Stifter Werner Grüter lobt die Macher des Heftes ebenso. „Ich würde gern noch einmal elf Jahre sein“, sagt er.

Zwei Tipps gibt Carsten Könneker, Chefredakteur des Magazins, wie man Kinder erfolgreich ansprechen kann: „Man sollte nicht versuchen, Jugendsprache zu imitieren, denn die Kids wollen ernst genommen werden.“ Außerdem würden kurze Sätze und viele Veranschaulichungen für das Verständnis helfen.

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