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Mindelheim

28.01.2020

Wo bleiben die Frauen in der Mindelheimer Politik?

Kommunalpolitik scheint Männersache zu bleiben.
Foto: by-studio/stock.adobe.com

Plus Die Parteien und Gruppierungen haben ihre Kandidaten für die Wahl nominiert. Nur eine Partei setzt in Mindelheim konsequent auf Gleichberechtigung.

Kommunalpolitik in Mindelheim scheint auch im Jahr 2020 überwiegend Männersache zu sein. Von sechs Parteien und Wählergruppen, die für die Wahl am 15. März ihre Listen aufgestellt haben, sind mit einer Ausnahme die Frauen in der Minderheit, zum Teil sogar sehr deutlich.

Die Ausnahme bildet die ÖDP. Die Partei, die derzeit mit Peter Miller einen Stadtrat stellt, hat eine Liste mit 20 Bewerbern aufgestellt. Davon sind elf Frauen, die damit sogar die Mehrheit stellen. Erkennbar auf Frauen setzt auch die SPD. Dort kandidieren 24 Interessierte für den Stadtrat, davon neun Frauen. Bei den Grünen sind vier von zwölf Kandidaten weiblich.

CSU-Chef sagt, es wurden 25 Frauen gefragt - alle sagten ab

Wie die SPD treten auch Freie Wähler, CSU und Bürgergemeinschaft mit jeweils 24 Kandidaten an, der maximalen Bewerberzahl. Bei der CSU kandidieren 21 Männer und drei Frauen. Bei den Freien Wählern sind es fünf Frauen und 19 Männer. Der Ortsvorsitzende der CSU, Christoph Walter sagte, 25 Frauen seien von seiner Partei angefragt worden. Sie alle hätten aus „nachvollziehbaren Gründen“ abgesagt. Vor allem die 25- bis 55-Jährigen hätten angegeben, die Doppelbelastung aus Beruf und Familie halte sie davon ab, auch noch ein Ehrenamt als Stadträtin anzustreben, sagte Walter sinngemäß.

Alle Stadträte der Freien Wähler, SPD, Grünen und ÖDP sind Männer

Vor sechs Jahren hatte die Mindelheimer CSU noch sechs Frauen ins Rennen schicken können. Das sei die höchste Zahl bisher gewesen, sagte Walter. Von ihnen seien aber nur zwei gewählt worden. Anders gesagt: Die Wähler haben das nicht honoriert. Im aktuellen Mindelheimer Stadtrat sind drei Frauen vertreten: Claudia Steber und Ursula Kiefersauer (CSU) und Christel Lidel (Bürgergemeinschaft). Alle Stadträte der Freien Wähler, der SPD, der Grünen und der ÖDP sind männlich. Das gilt übrigens auch für die drei Bürgermeister.

Hier erfahren Sie mehr über Gleichberechtigung im Unterallgäu:

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