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Lautenwirtswiese in Mindelheim

06.11.2017

Wohnen für alle Generationen

Christoph Walter, Fraktionsvorsitzender der CSU im Mindelheimer Stadtrat, spricht sich für eine Bebauung der Lautenwirtswiese aus.
Bild: CSU

Die CSU-Stadtratsfraktion spricht sich für die Bebauung der Lautenwirtswiese aus, um den Wohnungsmangel in Mindelheim zu reduzieren

In der Debatte um die künftige Nutzung der Lautenwirtswiese in Mindelheim meldet sich nun die CSU-Fraktion im Stadtrat zu Wort. Ihrer Meinung nach ist die geplante Bebauung ein geeignetes Mittel, um den Wohnungsmangel in Mindelheim zu reduzieren.

Wie Fraktionssprecher Christoph Walter in einer Stellungnahme mitteilt, könne von keiner Seite wegdiskutiert werden, dass Mindelheim eine wachsende Stadt sei. „Aufgabe eines verantwortungsbewussten Stadtrats ist es daher, eine vorausschauende Bauplanung zu gewährleisten.“ Die Planung an der Lautenwirtswiese sei aus Sicht der CSU ein gelungenes Beispiel hierfür und haben nicht zuletzt deshalb die Zustimmung von 23 Stadträten über alle Parteigrenzen hinweg erhalten.

„An der Lautenwirtswiese wird eine gute Mischung aus Doppelhaushälften und Mehrfamilienhäusern realisiert. Auch ökologisch erfährt die bisher brachliegende Wiese eine deutliche Aufwertung durch Pflanzung von Bäumen“, heißt es in der Pressemitteilung, die zudem auf den geplanten Bolz- und Spielplatz verweist. Für die Bebauung spricht aus Sicht der CSU außerdem, dass erstmals zehn Prozent der geplanten Wohnungen in den Mehrfamilienhäusern dem sozialen Wohnungsbau zugeführt werden müssen. Dies ermögliche auch einkommensschwächeren Schichten den Zugang zu vergünstigten Wohnraum. Zudem werde die Stiftung des Heilig-Kreuz-Klosters in den Mehrfamilienhäusern selbst zwölf Wohnungen vermieten und habe bereits zugesichert, den Mietpreis pro Quadratmeter um einen Euro unter dem Mindelheimer Durchschnittspreis festzusetzen. „Die Stiftung des Heilig-Kreuz-Klosters zeigt hier klare soziale Verantwortung für junge Familien und Senioren und ermöglicht diesen ein attraktives und innenstadtnahes Wohnen“, so die CSU. Der Neubau einer kirchlichen Kindertagesstätte mit sieben Gruppen, Kinderkrippengruppen und Familienberatungszentrum erfülle die Anforderungen einer familienfreundlichen Stadt.

„Gerade deshalb erstaunen uns die Äußerungen unserer Fraktionskollegin Ursula Kiefersauer, die Lautenwirtswiese so zu belassen wie sie ist, doch sehr“, so Walter wörtlich. Immerhin habe sich Kiefersauer über viele Jahre hinweg für die Bedürfnisse junger Familien in Mindelheim starkgemacht. Die Fraktionskollegen könnten ihre Ablehnung deshalb nicht nachvollziehen.

Auch einen „abstrakten Bedarf zur Nutzung der Lautenwirtswiese als Gemeinbedarfsfläche, wie es die Bürgerinitiative fordert“, sehen die übrigen CSU-Stadträte nicht. Es müsse schon genau gesagt werden, was unter der „Worthülse Gemeinbedarfsfläche“ konkret zu verstehen sei. Das Hallenbad sei erst kürzlich saniert worden, die Grundschule und das Seniorenheim hätten genügend Erweiterungsmöglichkeiten. Es sei daher bedauerlich, dass sich die Bürgerinitiative bisher nicht im Rahmen einer öffentlichen Diskussion dem sachlichen Austausch von Argumenten gestellt habe.

„Ich hoffe, dass am 10. Dezember die Mehrheit der Mindelheimer Bevölkerung sich für ein klares Ja zum Ratsbegehren ausspricht und mithilft, eine familienfreundliche Wohnungspolitik für Mindelheim zu realisieren. Ein Erhalt der Wiese löst die Herausforderungen einer wachsenden Stadt jedenfalls nicht“, so Walter abschließend. (mz)

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