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Winterchaos

14.01.2019

Wohnung wegen Lawine evakuiert: Wörishofer sitzt in Balderschwang fest

Thomas Fischer (rechts, mit Stefan Flock) in Balderschwang (Archivfoto).

Thomas Fischer ist Miteigentümer des Skigebiets in Balderschwang, das nach Lawinenabgängen abgeschnitten ist. 

Der Montagmorgen begann für Thomas Fischer aus Bad Wörishofen mit einer Evakuierung. „Gegen Sieben trommelten Feuerwehr und Polizei die Leute aus den Wohnungen, weil die Gefahr eines weiteren Lawinenabgangs bestand“, berichtet Fischer. Er gehört zu den etwa 1100 bis 1300 Menschen, die seit Sonntag im Wintersportort Balderschwang eingeschlossen sind. Fischer ist allerdings nicht nur passionierter Skifahrer, er ist auch Gesellschafter des Skigebiets Balderschwang. Für seinen Betrieb gab der Wörishofer auf Nachfrage unserer Redaktion Entwarnung. Die Liftanlage etwa seien derzeit unbeschädigt. Andere hatten in dem Skiort da weniger Glück. Am Montagvormittag hatte eine Lawine ein Hotel getroffen. Verletzt wurde von den Schneemassen niemand, wie ein Polizeisprecher sagte.

Lawine drückte Fenster in einem Hotel ein, berichtet der Bad Wörishofer

Die Lawine mit einer Breite von 300 Metern drückte Fenster des Hotels ein und Schnee gelangte ins Innere. Weder Gäste noch Angestellte werden nach den Angaben vermisst. Einsatzkräfte waren vor Ort, konnten aber zunächst nicht mit Räumungsarbeiten beginnen. Ein Mensch erlitt einen Schwächeanfall und wurde von einem Arzt versorgt. Ob das im Zusammenhang mit der Lawine stand, war zunächst unklar. Fischer hat die Folgen der Lawine selbst gesehen und ist erschüttert. „An dieser Stelle kommen normalerweise keine Lawinen herunter“, berichtet er. Vor Ort hat er erfahren, dass am Hang ein Baum umgestürzt sei und die Lawine ausgelöst habe.

Die Zufahrt zur Gemeinde Balderschwang ist wegen der Lawinengefahr seit Sonntag gesperrt. Am Montag wurden aus Sicherheitsgründen insgesamt vier Gebäude evakuiert, unter anderem jenes, in dem Fischer wohnt. Der Ort sei voll belegt, berichtet der Wörishofer. 1000 Gästebetten hat Balderschwang im Angebot. „Die Zufahrtsstraßen sind gesperrt, im Konvoi und mit Schneeketten dürfen Leute aber rausfahren“, berichtet Fischer. „Nur leider haben hier die wenigsten Schneeketten drauf“, hat er beobachtet. Nach einem Lawinenabgang zwischen Gschwend und Balderschwang saßen Einwohner und Touristen in Balderschwang fest. Am Montagvormittag wurden Urlauber im Konvoi von den Einsatzkräften über die gesperrte Straße ins Tal gebracht.

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