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Kabarett in Bad Wörishofen

11.10.2012

Wolfgang Krebs und sein Respekt vor Politikern

Von Seehofer über Beckstein bis Stoiber – in seinem neuen Programm parodiert Wolfgang Krebs neben Politikern aber auch Alltagstypen.
Bild: südpolentertainment

Er ist Seehofer, Beckstein und Stoiber in einem - und hat sogar schon einmal für die CSU kandidiert. Jetzt tritt er in der Kurstadt auf.

Der bayerische Kabarettist Wolfgang Krebs entführt die Zuschauer in seinem neuen Programm „Drei Mann in einem Dings“ zu einem marinesken Singspiel. An Bord der M.S. Wolfratshausen: Süßwasserkapitän Stoiber und seine Mannschaft bayerischer Leichtmatrosen, bestehend aus Smutje Seehofer, Schiffsheizer Beckstein, Seelentrösterin Waldemarie Wammerl und Schlagerstar Meggy Montana.

Herr Krebs, in Ihrem neuen Bühnenprogramm schlüpfen Sie in acht verschiedene Rollen. Wie ziehen Sie sich so schnell um?

Wolfgang Krebs: Da ich ein Soloprogramm mache, muss das schnell gehen. In 40 Sekunden ist das Umziehen erledigt. Ich trage deshalb auf der Bühne nur Kleidung, die ich schnell wechseln kann. Und die Perücken sind nicht festgeklebt. Auf der Bühne funktioniert die Illusion einfacher als im Fernsehen.

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Verstehen die Politiker, die Sie nachahmen, auch Spaß?

Krebs: Ich bin ja kein beißender Parodist, sondern mein Humor hat eher volkstümlichen Charakter. Ich nehme die Menschen zwar auf den Arm, aber mit einem Augenzwinkern. Als ich kürzlich Günter Beckstein getroffen habe, hat er zu mir gesagt, er finde die Figur Beckstein selbst auch lustig.

Sie haben sich 2009 bei der CSU um ein Bundestagsmandat beworben. Wieso?

Krebs: Ich wollte einmal wissen, wie man sich als Politiker fühlt. Man muss es allen möglichen Leuten recht machen. Mein Respekt vor der Arbeit als Politiker ist seitdem größer geworden. Das heißt aber nicht, dass ich sie in Ruhe lasse.

Die Alternative Politiker als Beruf käme also für Sie nicht infrage?

Krebs: Nein. Das Schöne am Kabarett ist ja: Man kann sagen, was man will, trotzdem ist einem in den meisten Fällen niemand böse. Das funktioniert in der Politik nicht.

Was mögen Sie besonders am Beruf des Kabarettisten?

Krebs: Die Arbeit auf der Bühne macht am meisten Spaß. Ich habe circa 200 Auftritte im Jahr. Und jedes Publikum ist anders.

Wie Krebs seine Rollen einübt, welchen Politiker er noch ins Programm aufnehmen will (eine Frau!) und was er sich von Bad Wörishofen erhofft, lesen Sie in der Donnerstagsausgabe der Mindelheimer Zeitung.

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