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Konzert

03.01.2019

Wow, was für ein Sound!

Larissa Strodl und Klaus-Jürgen Herrmannsdörfer beeindruckten mit ihren Saxofonen bei „Over the rainbow“
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Larissa Strodl und Klaus-Jürgen Herrmannsdörfer beeindruckten mit ihren Saxofonen bei „Over the rainbow“

Die Dirlewanger Musikkapelle tritt in die Fußstapfen der großen Big Bands

Der Musikverein Dirlewang mit seinen Musikern – „nur“ eine Dorfkapelle? Weit gefehlt! Natürlich sind sie auch das, mit einer Musikgeschichte, die bis ins Jahr 1725 zurück geht. Die Musikanten sind im Jahreslauf für musikalische Umrahmungen vieler Veranstaltungen aktiv. Sie spielen Märsche, Polkas, Walzer und sorgen für die passende Stimmung. Sie sind aus dem Gemeinschaftsleben im Dorf nicht wegzudenken.

Beim Jahreskonzert in der Turnhalle der Volksschule zeigten sie jetzt eine andere Richtung der Blasmusik. Mit ihrem Dirigenten, in diesem Falle besser gesagt, mit ihrem Bandleader Klaus Jürgen Herrmannsdörfer wuchsen sie über sich selbst hinaus. Die rund 60 Musiker avancierten zu einer mehr als hörenswerten Big Band. Sie traten in große Fußstapfen. 80 Jahre Big Band-Geschichte erklärten sie auf sehr bes(ch)wingte Art und Weise. Sie hatten sich einem verführerischen Klang verschrieben, den die Gäste in der Turnhalle sehr genossen und durch ihren kräftigen Applaus betont zu würdigen wussten.

Wow! Welch ein Sound! Welch eine Spielfreude der Stücke, die sich die Musiker in den vergangenen Monaten erarbeitet hatten. Die Proben müssen sehr intensiv gewesen sein. Der Marsch „Alte Kameraden“ kam nicht in gewohnter Weise daher, sondern in der von Carl Teike arrangierten Art als „Marsch meets Big Band“ von 1997.

Wow, was für ein Sound!

Die Musik von Duke Ellington, Kurt Edelhagen, Benny Goodman, Glenn Miller und die Golden Hits von James Last wurden von den Musikern regelrecht zelebriert. Da war nicht nur „morgens um Sieben die Welt noch in Ordnung“, die war es hier auch noch abends um Zehn.

Beim Tanz auf dem Regenbogen (Over the rainbow), von Larissa Strodl am Sopran-Saxofon und Klaus-Jürgen Herrmannsdörfer am Alt-Saxofon gemeinsam gespielt, schien das Märchen vom Glückstopf wahr zu werden. An diesem Abend konnten sich die Besucher glücklich schätzen bei dieser „Big Band Story“ dabei zu sein.

Die Musiker traten nicht nur gemeinsam äußerst harmonisch auf, sie wurden mit mehreren Solisten zu einer hörenswerten Einheit. Seit rund eineinhalb Jahren bereichert Anna Lena Engstler mit ihrer kräftigen Stimme die Auftritte. An diesem Abend sang sie „Für mich soll’s rote Rosen regnen“ von Hildegard Knef.

Tommy Dorsey schrieb 1945 den Song „On the sunny oft the street“, von Anna Lena Engstler großartig interpretiert. Das machten mehrere Instrumentalsolisten ebenfalls. Ganz große Klasse war das „Gonna fly now – Theme from Rocky“ mit magischen Trompetentönen von Erich Weikert, der dann auch mit Ralf Zink, ebenfalls Trompete, „Satchmo“ Louis Armstrong zum Leben erweckte: „What a wonderful world“.

Und wie passte der König der Blasmusik, Ernst Mosch, in die Reihe der Big Bands? Nach dem zweiten Weltkrieg floh er nach Bayern und verdiente mit seiner Posaune sein Geld in amerikanischen Clubs mit Jazz. Beim Konzert in der Turnhalle trat Stefanie Frey an seine Stelle. Bei der Erinnerung an Benny Goodman war es Simone Haug an ihrer Klarinette. Ein Highlight folgte an diesem Abend dem anderen.

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