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08.03.2018

Wunschliste für die Dorfgemeinschaft

Über rege Teilnahme und engagiertes Mitarbeiten freuten sich die Organisatoren des Workshops zur Zukunft des Dorfgemeinschaftshauses in Schlingen. Die teilnehmer konnten ihre Wünsche an eine Tafel pinnen.
Bild: Wolfgang Tröber

Versammlung Die Zukunft des geplanten Vereinsheims im ehemaligen Gasthof „Goldenes Rößle“ in der Ortsmitte von Schlingen soll auf eine breite Basis gestellt werden. Die Bürger nehmen davon gerne Gebrauch

Von Alf Geiger

Schlingen Seit Jahren hoffen die Bürger in Schlingen darauf, dass aus dem ehemaligen Gasthof „Goldenes Rößle“ ein Treffpunkt für das gesamte Dorf werden könnte: Mitten im Ort und mit Platz für Vereine und Veranstaltungen. Doch seither schießen auch die Spekulationen ins Kraut: Wird das „Rößle“ sogar ganz abgerissen und durch einen Neubau ersetzt? Oder wird das Gebäude saniert und umgebaut? Oder passiert am Ende gar nichts, weil die Stadt Bad Wörishofen kein Geld dafür locker macht?

Immer wenn jedoch vom Geld die Rede ist, dann scheint das Projekt ganz schnell ins Wanken zu kommen. „Killerargumente“ nennt der Schlingener Stadtrat und FW-Fraktionsvorsitzende Wolfgang Hützler diese Diskussionen und hat daher gemeinsam mit den Schlingener Stadträte Jens Hemberger (CSU) und Oliver Schromm (FW) die Dorfbewohner zu einem Workshop eingeladen.

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Dr. Claus Thießen, der auch in Schlingen wohnt, wollte die Einladung nicht mit unterschreiben, da er zunächst die möglichen finanziellen Fragen im Stadtrat geklärt haben wollte. Am Workshop nahm Thießen aber dennoch teil.

Rund 70 Schlingener opferten einen ganzen Nachmittag, um die Weichen für das lang ersehnte Dorfgemeinschaftshaus zu stellen. Hützler und die Mitorganisatoren vom Musikverein und vom Schützenverein wollten bei diesem Workshop aber gerade nicht über finanzielle Möglichkeiten sprechen, sondern erst einmal den Bedarf insgesamt abklopfen.

Schnell kristallisierte sich dann heraus, dass es den Schlingenern vor allem darum geht, den Vereinen im Dorf passende und zeitgemäße Räumlichkeiten bieten zu können. Auch für die Dorfjugend sollte das Dorfgemeinschaftshaus zu einem Treffpunkt werden und bei Bedarf sollten auch private Feiern hier abgehalten werden.

Hützler zeigte sich auf Anfrage sehr zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung („Alles sehr harmonisch“) und den gewonnenen Erkenntnissen. In der laufenden Phase gehe es vor allem darum, die Schlingener Dorfgemeinschaft einzubinden und die Bürgerinnen und Bürger so eng wie möglich mit dem Projekt vertraut zu machen.

Deshalb wurde über das Thema „Neubau oder Sanierung“ beim Workshop direkt gar nicht geredet –ganz vorbei kam die Veranstaltung an diesem „heißen Eisen“ aber doch nicht: Vieleteilnehmer machten deutlich, dass sie einen Neubau favorisieren würden. Zuletzt waren Schätzungen bekannt geworden, die von einer Investition von rund 1,8 Millionen Euro für einen Neubau und gut 1,5 Millionen Euro für eine Sanierung mit Anbau ausgehen. Angesichts der leeren Stadtkasse lehnte der Stadtrat beide Varianten ab.

Vor allem die Musiker um Vereinsvorstand Wolfgang Tröber und der örtliche Schützenverein haben sich schon mehrfach zu Wort gemeldet und auf die aus ihrer Sicht nicht akzeptablen Zustände für die Vereine hingewiesen.

In Schlingen mehren sich jetzt daher die Stimmen, die das Projekt vorantreiben wollen, denn es bestehe die Gefahr, dass das marode Gebäude irgendwann abgerissen werden muss. „Und dann stehen wir buchstäblich mit leeren Händen da“, formulierte es ein Teilnehmer des Workshops.

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