Newsticker

Bund schlägt Ausschankverbot für Alkohol und Beschränkung auf 25 Personen bei privaten Festen vor

26.06.2009

Zauber in Ton und Bild

Mindelheim Es ist ein Zauber, mit dem das Duo Poetico Musicale seine Zuhörer vom ersten Ton an belegt und der es auch nach dem Konzert nicht sofort wieder loslässt. Im vollbesetzten Silvestersaal erlebten das jetzt die Zuhörer bei einer Veranstaltung des Mindelheimer Kulturringes. Christoph Riedlberger mit der Querflöte und Minako Schneegass am Klavier beeindruckten mit einer spielerischen Brillanz und einer Harmonie, die sofort in ihren Bann zieht. Poetico - der Name ist Programm: Wie pure Poesie mutet das Duo in Ton und Bild an.

Nicht nur mit grandiosen Tempowechseln und punktgenauem Zusammenspiel fesseln die beiden Künstler, es ist eine Freude ihnen zuzuschauen. Während Christoph Riedlberger die Liebe zum Instrument und zur Musik im Herzen trägt, gerät die barfuß spielende Minako Schneegass - beide hochdekorierte Musiker - über jeden Ton der aus ihrem Klavier hervorkommt in Verzückung. Der Zuhörer hört nicht nur, er fühlt die Musik. "flauto belcanto" - Lieder ohne Worte für Flöte und Klavier nennt sich das aktuelle Programm des Duos. Zwar verrät Riedlberger mit seiner ruhigen, sonoren Stimme interessante Details aus dem Leben der Künstler und der Werke, Worte oder Gesang braucht man aber wirklich nicht. Lieber lassen sie ihre Instrumente sprechen.

Mit ruhigen Klängen beginnt das Programm, Gaetano Donizettis "Sonate für Flöte und Klavier" macht den Anfang. Bei den "Zwei Liedern ohne Worte" von Felix Mendelssohn-Bartholdy geht es mit dem ersten Stück, dem "Venezianischen Gondellied" gediegen weiter. Erst das folgende "Jägerlied" wird schneller und wilder, bevor zwei Arien aus Guiseppe Verdis La Traviata wieder zum anfänglichen Tenor zurückkehren lassen und das unglaubliche Repertoire von Riedlberger und Schneegass erahnen lassen.

Nicht mehr die abschließenden Beifallsbekundungen abwarten konnte das Publikum bei "Fantaisie brillante sur Carmen". Bei einem kurzen Schweigen der Instrumente während der bekannten Klänge klatschte das Auditorium inmitten des Vortrags. Doch gestört haben sich daran die beiden Künstler nicht, sie brillierten weiter bei dem von ihnen bearbeiteten Arien. Und als nach gut einer Stunde und den Werken "Fantaisie pastorale hongroise" von Alfred Doppler, Franz Schuberts "Ständchen" und "Ihr Blümlein alle" sowie Theobald Böhms "Der Lindenbaum" zu Ende gingen so konnte dies noch keiner glauben, man musste vielmehr den Zauber in sich nachwirken lassen, bevor man die Heimreise antrat.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren