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Bürgerversammlung I

25.03.2019

Zehn Jahre ohne Schulden

Der Adler in Kirchheim soll ein Vereinsheim werden.
Bild: ug

In Kirchheim sprudeln die Steuereinnahmen noch kräftig

Bei der gut besuchten Bürgerversammlung im Kirchheimer Adlersaal hat Bürgermeister Hermann Lochbronner zwei Investitionen des vergangenen Jahres hervorgehoben: Dies war einmal der Abschluss der Sanierungsarbeiten an der Volksschule sowie die Erschließung von Baugebieten. „Wir werden weiter darauf achten, dass unser Ort lebenswert bleibt“, sagte er. Die Bürger sollten sich wohlfühlen im Fuggermarkt. Trotz der Investitionen sei es der Gemeinde gelungen, ohne Kredite auszukommen, Kirchheim sei weiter schuldenfrei.

Diese gute finanzielle Lage ist den Steuereinnahmen zu verdanken. Die Gewerbesteuer pendelt sich bei 1,2 Millionen und der Anteil an der Einkommenssteuer bei 1,5 Millionen Euro ein. Der Verwaltungshaushalt schloss in Einnahmen und Ausgaben mit 4,5 Millionen, der Vermögenshaushalt bei 3,3 Millionen Euro.

Kirchheim sei seit 2009 schuldenfrei, stellte der Bürgermeister nicht ohne Stolz fest. Die gute Lage sei auf eine solide Haushaltsführung zurückzuführen. Auch auf die geplante Kreditaufnahme in Höhe von rund 1,2 Millionen für den Haushalt 2018 konnte der gewohnt vorsichtig kalkulierende Kämmerer Josef Simon verzichten. Diese positive Entwicklung habe man höheren Einnahmen bei der Gewerbesteuer und dem Anteil an der Einkommenssteuer zu verdanken. Aber auch aus dem Verkauf von Grundstücken flossen 71000 Euro in die Gemeindekasse.

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Der Schulverband zog die Sanierung des Hauptgebäudes der Volksschule durch. Bürgermeister Lochbronner bezeichnete das Werk als gelungen. Die Kosten hierfür betrugen bisher rund 6,3 Millionen Euro und an Zuschüssen habe man bisher 1,326 Millionen Euro erhalten. Nach der Abrechnung für das Hauptgebäude stehe die Entscheidung an, was mit dem Nebengebäude passiert. Hierfür stünde noch von der Gesamtförderung in Höhe von 1,9 Millionen noch ein Betrag in Höhe von 616000 Euro zu.

Beim Ausblick nannte Lochbronner das Gemeindehaus als das wichtigste Projekt. Weiter stehen der Bau eines Radweges von Spöck nach Mörgen sowie die Sanierung der Raiffeisenstraße auf dem Plan. Und es müssten weitere Flächen für die Bebauung gefunden werden.

Weitgehend erledigt habe sich das Thema, wo man Flüchtlinge unter bringen kann. Derzeit zähle man gerade noch zehn Flüchtlinge in Kirchheim, sagte Lochbronner und dankte dem Team des Helferkreises um Jürgen Mendheim, der sich in den vergangenen Jahren um die mehr als 70 Menschen gekümmert hatte.

Der Markt mache auch etwas für die Kinder. Nach Abzug der Gebühren und der Zuschüsse müsse die Gemeinde für die beiden Kindergärten rund 315000 Euro zuschießen. Stabil sei die Zahl der Schulkinder, die Verbandsschule besuchen derzeit 191 Kinder. An der Schule werde eine Nachmittagsbetreuung mit gemeinsamem Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung und Freizeitgestaltung angeboten.

Und auch zum Thema Freizeit gebe es Angebote. Einmal stünden in der Bücherei über 6000 Medien zur Verfügung. Für die Jugend gebe es Angebote im Rahmen des Projektes „Jugendarbeit im Dorf“. Mit einem Dank an alle Bürger, die sich im Ehrenamt engagieren, schloss Lochbronner seine Rede.

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