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Bad Wörishofen

10.10.2019

Zeigen, warum die Natur mehr Schutz braucht

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Am Sonnenbüchlsee von Bad Wörishofen entsteht derzeit der Naturschutz-Info-Pavillon mehrerer Verbände und Organisationen.
Bild: Maria Schmid

Ein Projekt mehrerer Verbände und Organisationen am Bad Wörishofer Sonnenbüchlsee soll Verantwortung wecken.

Idyllisch gelegen, direkt am Sonnenbüchlsee und in kurzer Entfernung zum Eingang des Bad Wörishofer Freibades, entsteht der „Naturschutz-Info-Pavillon“. Es geht zügig voran, das Richtfest bot schon einen Eindruck davon, was die Besucher bald erwartet.

Das Projekt hat viele Mitwirkende: Neben dem Bund Naturschutz Bad Wörishofen mit dem Vorsitzenden Alexander Siebierski sind der Kur- und Tourismusbetrieb Bad Wörishofen dabei, der Landesbund für Vogelschutz, der Landschaftspflegeverband, der Verschönerungsverein Bad Wörishofen, der Fischereiverein Bad Wörishofen, das Fortstamt Mindelheim, der Stamm-Kneipp-Verein Bad Wörishofen und die Bürgerinitiative Umwelt. Der Standort ist nicht zufällig gewählt. Der Pavillon liegt direkt am touristischen Großprojekt „Glückswege im Allgäu“ und an der „Internationalen Naturerlebnisroute Buntspecht & Co“, einer aktuell in Planung befindlichen, touristischen Freizeitaktion, die voraussichtlich im November dieses Jahres eröffnet wird.

Ein besonderer Richtspruch samt Mahnung

Obwohl sich am Tag des Richtfestes die Schleusen des Himmels weit öffneten, der Regen-Segen von oben sehr ergiebig ausfiel, ließen sich die Zimmerer nicht lange bitten. Peter Mayer und Florian Pistrosch ließen beim Richtspruch wissen: „Es kann doch nicht sein, dass die Arten verschwinden, nur weil wir’s nicht schaffen, Verantwortung zu finden. Vom Schöpfer nur geliehen, jetzt geschunden, missachtet, bleibt uns nicht viel Zeit, das Gescheh’ne zu richten“, hieß es unter anderem.

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Wer die Idee zu diesem Naturschutz-Projekt hatte

Alexander Siebierski hatt die Idee zu diesem Pavillon – eigentlich schon vor 30 Jahren in Kempten, als er das große Interesse von Erwachsenen und Kindern an den Infotafeln am Schwabelsberger Weiher bemerkte. Ihre Neugier auf die Ereignisse in der Natur war geweckt. Das wünscht sich Siebierski auch für Bad Wörishofen. Er sagte, wenn der Tag von 24 Stunden als Maß genommen würde, dann sei in nur 0,1 Sekunden Erdgeschichte ein Jahrmillionen bestehendes, funktionierendes System von den Menschen „auf den Kopf gestellt“ worden.

Inzwischen stünden sogar Igel, die seit mehr als 60 Millionen Jahre auf dieser Erde lebten, auf der Vorwarnliste der gefährdeten Arten. Sieben Fledermausarten seien vom Aussterben bedroht oder stark gefährdet, von einer gebe es nur noch 300 Exemplare.

Siebierski ist überzeugt: „Aufklärung kann helfen, mit Verständnis für Zusammenhänge bessere Entscheidungen zu treffen.“

Bad Wörishofen Bürgermeister Paul Gruschkas (FW) Wunsch lautete: „Möge dieser Naturschutz-Info-Pavillon uns immer an unsere Verantwortung der Schöpfung erinnern und Verständnis und Respekt für unsere heimische Pflanzen- und Tierwelt schaffen. Möge der Bau zügig voranschreiten.“ (sid)

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