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14.07.2010

Zukunft des MVZ auch im Juli noch unklar

Das Medizinische Versorgungszentrum in der Mindelheimer Teckstraße: Die Zukunft der Einrichtung ist auch jetzt mehr als unklar. Foto: Stoll
Bild: Stoll

Mindelheim Für das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) in der Mindelheimer Teckstraße ist auch Mitte Juli noch nicht absehbar, in welcher Form es in Zukunft weiter betrieben werden kann. Landrat Hans-Joachim Weirather sagte gestern im Pressegespräch, er erhoffe sich bis Ende September einen tragfähigen Weg in die Zukunft.

Im Januar hatte der Verwaltungsrat der Kreiskliniken den neuen Klinikumsvorstand Franz Huber damit betraut, bis Ende Juni "Szenarien für das MVZ zu entwickeln". Huber hat sich in den vergangenen Monaten intensiv in das Thema eingearbeitet und nach Lösungen gesucht. Allerdings sind die Verhandlungen laut Weirather noch nicht abgeschlossen.

Der Landrat mochte keine Details nennen. Niemand habe ein Interesse, die Dinge hinauszuzögern, betonte er. Aber er könne jetzt nicht Ansagen machen und dadurch Verhandlungen belasten.

Einen Zwischenbericht soll der Kreistag Ende Juli in nicht öffentlicher Sitzung erhalten. Es werde auch dort noch nicht möglich sein, abschließend zu sagen, wie es weitergeht. Die Sitzung ist keine außerordentliche, wie Weirather betonte. Nach MZ-Informationen hatte die CSU-Fraktion einen Bericht vor dem Kreistag eingefordert. Finanzstaatssekretär und Fraktionschef Franz Josef Pschierer meinte, es sei nicht zu viel verlangt, wenn es innerhalb eines halben Jahres zwei Sitzungen geben soll.

Zukunft des MVZ auch im Juli noch unklar

Zwar sei richtig, dass der Kreistag heuer erst zu einer Sitzung zusammengekommen war, sagte der Landrat. Es seien aber noch drei weitere Arbeitstreffen bis Jahresende geplant. Dies liege im Rahmen der Vorjahre. 2009 tagte der Kreistag fünfmal, 2006 bis 2008 je viermal, 2005 fünfmal und 2004 dreimal.

Weirather zeigte sich zuversichtlich, es werde für das MVZ und damit die kinderärztliche Betreuung in Mindelheim eine gute Zukunft geben. Weniger gut sieht es für die Stelle eines Hals-Nasen-Ohren-Arztes aus. Trotz intensiver Suche habe sich kein geeigneter Bewerber gefunden. Im Winter 2009/10 war ein Kandidat, der bereits zugesagt hatte, kurzfristig wieder abgesprungen.

Klar ist längst, dass das MVZ die Kreisklinken viel Geld gekostet hat. Das MVZ war 2009 nur dank einer Finanzspritze der Kreiskliniken in Höhe von 750 000 Euro vor drohender Zahlungsunfähigkeit zu retten gewesen. Der Landrat erinnerte daran, dass der ehemalige Vorstand Alfons Hawner dem Verwaltungsrat zur Gründung eines MVZ geraten habe mit dem Argument, damit ließe sich Geld verdienen. Der Verwaltungsrat habe nur zugestimmt, wenn das MVZ auf Dauer keine defizitäre Einrichtung werde. Von den Vertragsmodalitäten, die Hawner ausgehandelt hatte, habe weder er noch der Verwaltungsrat gewusst, sagte Weirather. Der Mietvertrag war auf 15 Jahre festgeschrieben. In den Mietpreis war der Bau eines Aufzuges einberechnet worden. Am Ende der Laufzeit gehört der Aufzug dem Hausbesitzer.

TCM-Klinik kurz vor Umzug

Die Klinik für Traditionelle Chinesische Medizin in Ottobeuren steht unterdessen unmittelbar vor dem Umzug nach Illertissen. Zum 30. Juni war kurz nach Weihnachten gekündigt worden. Die TCM-Klinik bat zwischenzeitlich darum, bis Ende Juli bleiben zu dürfen. Dem kam das Kommunalunternehmen nach, sagte der Landrat. In die frei werdenden Räume soll ein Ärztehaus kommen. (jsto)

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