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22.04.2009

Zum Geburtstag ein volles Haus

Bad Wörishofen (sid) - Ein ganz besonderes Konzert wurde der Auftritt des Reservisten-Musikzuges "Allgäu" im Kursaal. Nicht nur, dass dieses Blasorchester auf stolze 20 Jahre seines Bestehens zurückblicken konnte, sondern auch, dass dieses Jubiläumskonzert für das Kinderhospiz St. Nikolaus in Bad Grönenbach eine Spende von 1700 Euro einspielte.

Ohne Spenden könnte das Kinderhospiz nicht bestehen

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Marlis Breher vom Vorstand der Kinderhospiz-Stiftung freute sich sehr über diesen ehrenamtlichen Einsatz der Musikerin Evelyn Stadler und der Musiker. Breher betonte, wie wichtig es sei, diese Institution zu unterstützen, denn ohne die vielen Spender könne es nicht bestehen. Sie sagte: "Leben und Lachen, Sterben und Trauer - das beschreibt die Arbeit in unserem Hospiz, die noch verbleibende Lebenszeit so angenehm wie nur möglich zu gestalten. Der Fokus liegt nicht auf der Krankheit, sondern darauf, was die Kinder noch können und was wir daraus lernen können."

Die Militärkapelle spielte Marsch um Marsch

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Dieses Lachen und die damit verbundene Fröhlichkeit übertrug das Orchester mit seiner Musik auf die sehr zahlreich erschienenen Gäste des Konzertes im fast voll besetzten Kursaal. Gerd Haldenmayr als Moderator vermittelte in sehr amüsanter Weise das Wissen um die vorgetragenen musikalischen Leckerbissen. Er sagte, eine Militärkapelle sei einfach prädestiniert, Märsche zu spielen. Darunter befanden sich nicht nur der feierliche und sehr getragene Marsch nach Motiven der Oper "Moses" von Gioacchino Rossini, sondern Märsche wie "Ahoi" von Max Hempel, der "Marsch der bayerischen Reservisten" von W. Zimmermann-Dreher und der von Cuno Graf von Moltke geschriebene Marsch "Des Großen Kurfürsten Reitermarsch". Hermann Dostal schrieb den so beliebten "Fliegermarsch".

Zu einem ganz besonderen Auftritt wurde "Der alte Dessauer" (1706 komponiert von Theodor Drobisch). Diese konzertante Fassung wurde in brillanter und virtuoser Weise von Gerhard Haupeltshofer an der Trompete zu einem wahren Highlight. Das Publikum schenkte immer wieder einen begeisterten Zwischenapplaus.

Doch auch andere Werke kamen zu Gehör, Melodien aus Verdi-Opern oder aus "My Fair Lady". Gerhard Fetzer, selbst aktiver Musiker im Orchester, schrieb die Noten des russischen Marsches "Grenaderski-Marsch" nach Gehör von einer Schallplatte ab. Den als letzte Zugabe gespielten "Marsch der Streitkräftebasis" komponierte er und gewann damit einen Bundeswettbewerb innerhalb der Bundeswehr.

In 33 Konzerten 40 000 Euro Spenden weitergegeben

Das Jubiläum war Anlass, den Gründer des Blasorchesters (Gründung am 6. November 1989, davon hatte er auch 10 Jahre die Leitung inne), Stabsfeldwebel a. D. Roland Mühlbauer, und seinen Nachfolger Georg Winkler, Stabsunteroffizier der Reservisten, besonders zu ehren. Sie erhielten, so wie Gerd Haldenmayr, einen Bierkrug vom Gefreiten Jörg Kniele überreicht, mit dem auf das Jubiläum angestoßen werden konnte. Immerhin hatten sie bei 33 Konzerten 40 000 Euro Spenden weitergeben können. Dazu kamen viele offizielle und persönliche Feierlichkeiten, bei denen sie aufspielten.

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