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Kabarett

05.05.2018

Zusammen, was zusammen auf die Bühne gehört

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Stefan Wählt und seine kongeniale Bühnen-Partnerin...

Warum Eva Petzenhauser und Stefan Wählt gar keinen erhobenen Zeigefinger brauchen

Sie sagen von sich, sie hätten sich nicht gesucht und auch nicht gefunden, sondern lediglich festgestellt, dass eines Tages einfach alles zusammen auf die Bühne kommen müsse, was zusammen auf die Bühne gehöre: Eva Petzenhauser und Stefan Wählt.

Und das machen sie nun gemeinsam seit einem Jahr. Sie ist die quirlige „Conny“ von den Sonntagsfahrern, hört auch auf den Namen Jacqueline Nullinger von Antenne Bayern und zählte jahrelang als bayerisches „Oschnputtl“ Erbsen. Stefan Wählt hat alle Programme für „da Bertl und i“ geschrieben und gespielt. Außerdem patrouilliert er mit seiner i-Bänd „über die freistaatliche Musikbühnen-Landschaft“.

Und nun bereicherten sie die kabarettistischen und musikalischen Höhepunkte im Braustadel in Rammingen, aufgespürt von Veranstalter Tscharlie Hemmer und seiner Schwester Inge. Die beiden niederbayerischen Kabarettisten waren sich zum Schluss sicher, auf den verschiedenen Bühnen zu agieren, sei das eine, aber „g’essn wird dahoam“. Mit diesem ersten gemeinsamen Programm punkteten sie bei den Gästen im ausverkauften Braustadel. Gingen auch einige Texte ziemlich unter die Gürtellinie – von etlichen Gästen mit Lachen und Applaus belohnt – von anderen Gästen nicht ganz so honoriert, waren es doch die Weisheiten und Abenteuer, die sie einzeln oder zusammen zum Besten gaben, die viel Applaus bekamen. Schließlich „brannten sie zu zweit“, ganz nach ihrer Meinung: „Oa Scheit’l alloa brennt ned.“

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Schon die Feststellung, dass Frauen, rein statistisch gesehen, fünf Jahre länger leben als Männer, meint Stefan Wählt: „Der Klügere gibt nach!“ Auch auf die Frage: „Was ist die Aufgabe eines Männerlebens?“ weiß Stefan die richtige Antwort: „Eine Wildsau nach Hause bringen.“

Außerdem habe seine Oma immer gesagt: „Männer sind wie Bananen. Wenn sie Flecken kriegen, gehören sie weg.“

Eva als Schulkind mit nach hinten gedrehtem Käppi lispelt so schön, wenn sie spricht und von ihrem Schulleben erzählt. Immerhin habe sie einen Rucksack mit „Nebelschlussleuchten“ gehabt und auf die immer wieder erfolgte Frage „Wie war’s?“ nur antworten können: „Wie soll’s schon g’wesen sein!“ Sie schilderte vom „Staubsauger-Roboter“, spielte eine stumme Stewardess, die mit lebendiger Pantomime die Lautsprecheransagen temperamentvoll deutlich machte. Eva schilderte Erlebnisse in wienerischem oder sächsischem Tonfall, während Stefan seine Urlaubsbekenntnisse zum Besten gab. Immerhin habe er erkannt: „Wer später schmiert ist länger rot!“

Aber wieso heißt eine Creme mit Lichtschutzfaktor „50+“? Was hat das mit dem Alter zu tun? Und was ist mit einem Saunabesuch in einer gemischten Sauna? Beide in helle Tücher gewickelt sitzen sie auf der Bühne, mimen den Besuch und empören sich über Geräusche, die „ihrer“ Meinung nach dort einfach nicht hingehören.

Und da ist dann noch der Dialog zwischen dem Teufel (Stefan) und Petrus (Eva), die jeweils für ihren ganz eigenen Bereich um „Kunden“ werben.

Diese sollten doch nicht vergessen, auch das „Kleingedruckte“ in ihren Verträgen zu lesen. Zum Schluss gab es ein ruhiges, fast besinnliches Lied mit guten Wünschen wie „Ich wünsche dir Zeit!“ Ja, bis sich der Kreis schloss mit der Feststellung, alles sei gut, aber „g’essn wird dahoam“. Vielleicht auch wieder einmal im Braustadel?

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