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Verkehr

30.11.2015

Zwei Schwerverletzte und ein hoher Sachschaden

Ein Linienbus ist am Freitag in Breitenbrunn mit einem Zug zusammengestoßen. Der letzte Bahnunfall im Ort ist noch kein Jahr her.
Bild: Thomas Pöppel/new-facts/dpa

In Breitenbrunn ist es am Freitagabend zu einem Bahnunfall gekommen. Es ist nicht der erste in dem Ort

Der letzte Bahnunfall in Breitenbrunn ist noch kein Jahr her – nun hat es am vergangenen Freitagabend schon wieder gekracht. Ein Linienbus ist mit einem Regionalzug zusammengestoßen. Mehrere Menschen wurden verletzt, zwei davon schwer. Der Sachschaden ist hoch und die Bahnstrecke musste bis Samstagfrüh gesperrt werden.

Am Freitag gegen 18.20 Uhr wurden die Rettungskräfte in der Region zu dem unbeschrankten Bahnübergang in der Bahnhofstraße in Breitenbrunn gerufen. Wie die Polizei berichtet, war eine 60-jährige Busfahrerin mit ihren Linienbus von der B16 kommend auf der Staatsstraße 2017 in westliche Richtung gefahren. Kurz vor dem Ortseingang von Breitenbrunn übersah sie aus bisher ungeklärten Gründen am dortigen Bahnübergang den Regionalzug Richtung Krumbach, der mit fünf Fahrgästen besetzt war, heißt es im Polizeibericht.

Wie die Polizei weiter mitteilt, kollidierte der Linienbus frontal mit dem einfahrenden Zug. Beim Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge kamen vier Personen zu Schaden: Der 55-jährige Zugführer wurde leicht, ein Fahrgast schwer verletzt. Der einzige Mitfahrer im Bus erlitt eine leichte Prellung. Die Busfahrerin wurde im Bus eingeklemmt und musste von der Feuerwehr mit Spezialwerkzeug aus dem Fahrzeug befreit werden. Sie kam schwer verletzt in eine Spezialklinik.

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Die genaue Unfallursache ist laut Polizeiangaben weiter unklar. Zur Klärung des Sachverhaltes wurde ein Gutachter hinzugezogen.

An den Fahrzeugen und vermutlich an der Gleisanlage entstand nach ersten Auskünften des Busunternehmens und der Deutschen Bahn ein Gesamtschaden von mehreren hunderttausend Euro. Die Strecke Mindelheim – Krumbach sowie die Staatsstraße 2017 zwischen der B16 und Breitenbrunn blieben wegen der Bergungs- und Reparaturarbeiten gesperrt. Die Bahn nahm ihren Betrieb am Samstagmorgen wieder auf.

An der Unfallstelle waren laut Polizei neben zwei Notärzten, vier Rettungsfahrzeugen und der Bundespolizei auch die Feuerwehren aus Breitenbrunn, Babenhausen, Pfaffenhausen, Loppenhausen, Kirchhaslach, Krumbach und das Technische Hilfswerk Krumbach vor Ort.

Auf der Strecke zwischen Mindelheim und Günzburg ist es bereits mehrfach zu Bahnunfällen gekommen. Ende Dezember 2014 war am unbeschrankten Bahnübergang in der Loppenhausener Straße in Breitenbrunn ein Auto mit einem Zug zusammengeprallt – der Unfall ging verhältnismäßig glimpflich aus. Zuletzt stieß Ende Oktober dieses Jahres im Pfaffenhausener Ortsteil Heinzenhof ein Auto mit einer Regionalbahn zusammen. Mehrere Menschen wurden dabei leicht verletzt. (mz, home)"Bayern

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